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Chancenlos in Frankfurt: Rückschlag für den FC


Der 1. FC Köln hat den Sprung auf Rang elf in der Bundesliga-Tabelle verpasst. Bei Eintracht Frankfurt gab es für die Geißböcke von Markus Gisdol nichts zu holen. Beim 0:2 (0:0) bei der SGE war der FC nur in den ersten 20 Minuten ebenbürtig, verlor anschließend verdient gegen den neuen Bundesliga-Dritten und bleibt auf Platz 14.

Frankfurt – Erstmals seit einem Jahr hatte der 1. FC Köln zuletzt wieder zwei Bundesliga-Siege in Folge einfahren können. Dennoch veränderte Markus Gisdol seine Mannschaft auf zwei Positionen, brachte Marius Wolf auf rechts und Jannes Horn links. Die Eintracht ging mit der Empfehlung von sieben Siegen aus acht Spielen ins 100. Aufeinandertreffen der beiden Teams. In der vergangenen Saison hatten die Geißböcke vier Punkte aus den beiden Spielen gegen die SGE geholt. Im Hinspiel hatten sich Frankfurt und Köln 1:1 getrennt.

Moment des Spiels

In der 57. Minute war es passiert. Der FC lud die Eintracht immer häufiger zum Toreschießen ein, bekam insbesondere Kostic und Silva nicht in den Griff. Dieses Mal war es aber Durm, der die Chance einleitete, von links nach innen und dann abzog. Der Schuss wäre eigentlich keiner Erwähnung wert gewesen, wenn nicht Kamada ihn mit der Sohle unfreiwillig abgebremst und somit für Silva scharf gemacht hätte. Der Superstürmer der Eintracht stand plötzlich alleine vor Timo Horn und lupfte das Leder über den herauseilenden Torhüter hinweg ins Netz. Das überfällige und verdiente 1:0 für die Gastgeber, denn der FC hatte zuvor bereits mehrfach größtes Glück gehabt. Alleine Silva hatte den Führungstreffer vor dem 1:0 bereits fünfmal (!) auf Fuß oder Kopf. Dass Ndicka nach einem Eckball zum 2:0 einköpfen konnte, machte den Deckel auf eine größtenteils einseitige Partie.

Fazit

Nein, mit dieser Eintracht kann sich der 1. FC Köln aktuell nicht ansatzweise messen. Am Sonntag gewann eine Spitzenmannschaft gegen ein Team aus dem unteren Mittelfeld verdient und hätte noch deutlich höher gewinnen können. Das müssen die Geißböcke anerkennen und sich in der Eintracht für die kommenden Jahre ein Vorbild nehmen. Die SGE hat ihr Team über Jahre hinweg weiterentwickelt und sich auch vom Verkauf von Leistungsträgern oder einem Erfolgstrainer nicht aus dem Konzept bringen lassen. Wie weit weg die Hessen inzwischen vom FC sind, sah man am Sonntag. Spielerisch, körperlich, taktisch und personell – noch vor wenigen Jahren war dies ein Duell auf Augenhöhe. Das war es am Sonntag nicht mehr. Die Eintracht war eine Klasse besser. Das einzig Gute aus Kölner Sicht: Zumindest ging das Torverhältnis nicht noch deutlicher in den Keller.

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