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Sorgen um Hector: Kapitän wird schon wieder nicht fit


Es ist nicht die Saison des Jonas Hector. Der Kapitän des 1. FC Köln laboriert erneut an einer nicht näher definierten Verletzung. Muskuläre Probleme im Oberschenkel, so heißt es, setzen den 30-jährigen außer Gefecht. Auch am Sonntag in Frankfurt wird er fehlen. Eine strukturelle Verletzung konnte aber nicht festgestellt werden. Daher heißt es erneut: Warten auf den Ex-Nationalspieler.

Köln – Zweieinhalb Monate fiel Jonas Hector im vergangenen Herbst aus. Zwischen Ende September und Mitte Dezember konnte der 30-jährige dem FC nicht helfen. Der ehemalige Nationalspieler hatte nach einem Treffer im Gesicht am 2. Spieltag mit langwierigen Nackenproblemen zu kämpfen. Als er jedoch wieder spielte, fand Hector nicht zu alter Stärker zurück. Er wirkte nicht fit, machte ungewohnt viele Fehler und verlor schließlich seinen Stammplatz. Gegen Bielefeld saß er 90 Minuten auf der Bank, seitdem fehlt er wegen muskulärer Probleme.

Beim FC befindet man sich in der Zwickmühle: Einerseits bräuchten die Geißböcke ihren Kapitän auf und neben dem Platz in Topform. Andererseits wurde zuletzt deutlich, dass Hector in der aktuellen Verfassung dem FC keine Hilfe sein kann. Die neuerliche Verletzung wirft den Spieler in der Suche nach seiner Form erneut zurück. Am Geißbockheim weiß man nicht, wann der 30-jährige wieder ins Training einsteigen kann. Weil keine strukturellen Schäden in der Muskulatur festgestellt werden konnten, liegt die Entscheidung bei Hector. Erst, wenn er sich fit fühlt, kann er wieder einsteigen und sich zurückkämpfen.

Schwieriges Jahr für Hector: Trio fängt Ausfall ab

Dies wird jedoch Zeit benötigen. Markus Gisdol kann also mit einem seiner wichtigsten Spieler nicht planen. Im Abstiegskampf eine schwierige Situation für den FC-Coach, wobei insbesondere Ellyes Skhiri und Elvis Rexhbecaj den Kapitän zuletzt vergessen machten. Das Mittelfeld-Duo muss den Ausfall des Führungsspielers auffangen, auch Salih Özcan ist wieder vermehrt gefragt. Auf dem Trio lastet die Verantwortung, für Hector in die Bresche zu springen. Mindestens am Sonntag in Frankfurt, wo Hector in der vergangenen Saison noch mit einem Weitschuss sehenswert getroffen hatte. Womöglich aber noch länger, denn schon vor Weihnachten hatte sich gezeigt, dass Hector einige Zeit benötigte, um wieder für die Startformation in Frage zu kommen.

Damit setzt sich ein sportlich wie privat schwieriges Jahr für den 30-jährigen fort. Seit Beginn der Corona-Pandemie musste Hector zwei private Schicksalsschläge mit dem Tod seines Berater Rainer Derber sowie dem Tod seines Bruders Lucas verkraften. Im Sommer war er aus der Nationalmannschaft zurückgetreten, wollte dies aber nicht öffentlich kommunizieren, sodass die Entscheidung erst Monate später an die Öffentlichkeit drang. Es folgte die Nackenverletzung im September und der lange Ausfall bis Dezember. Nun muss er die Muskelverletzung verkraften und erneut zusehen, wie der FC ohne ihn um die Klasse bangt. Der werdende Vater konnte sich dabei immer der Unterstützung des Klubs und der Mannschaft sicher sein. Und so könnte ein Sieg in Frankfurt auch ohne Hector zur Regeneration des Kapitäns auf dem Weg zurück beitragen.

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