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Die FC-Bilanz ist ein Warnsignal für den kranken Fußball


Der 1. FC Köln wird bis zum Ende der Saison in der Corona-Krise über 60 Millionen Euro Umsatz verloren haben und zum 30. Juni 2021 womöglich fast ebenso tief in den roten Zahlen stecken. Die Pandemie legt schonungslos offen, woran der Fußball krankt. Nicht nur die Verantwortlichen am Geißbockheim haben die Chance und Pflicht zu zeigen, dass sie eine Besserung herbeiführen wollen. Es bedarf einer massiven Kurskorrektur.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Am Aktienmarkt spricht man von einer Blase, wenn die Preise zu schnell steigen, sich dahinter aber keine echten Werte verbergen. Wenn dann etwas Unvorhergesehenes passiert und die Kurse in den Keller rauschen, trifft es in der Regel nicht die Reichsten, sondern die Kleinanleger, die all das nicht vorhergesehen und schon gar nicht zu verantworten hatten. Im Fußball droht nun die Blase aus absurd gestiegenen Ablösesummen, Spielergehältern, Beraterhonoraren und Prämien zu platzen.

Der große Fuß tritt dem Fußball in den Allerwertesten

Anhand der nun vorgelegten Bilanz des 1. FC Köln sieht man, wohin das führen kann. Das mühsam aufgebaute Eigenkapital ist vernichtet, die Geschäfte wären ohne zweistellige Millionenkredite sowie wohlhabende Kapitalgeber nicht aufrecht zu erhalten. Aber welche Geschäfte sind das überhaupt, die jetzt fremdfinanziert werden müssen? Es sind die wahren Probleme des Fußballs, auch beim FC. Denn die Millionen-Gehälter werden trotz Corona-Pandemie weiter bezahlt, während die normalen Mitarbeiter am Geißbockheim fürchten müssen, aufgrund der verordneten Kurzarbeit eine deftige Steuernachzahlung leisten zu müssen. Der Gehaltsverzicht der FC-Profis ist angesichts der Höhe der Grundgehälter nicht mehr als ein Treppenwitz, während freie Mitarbeiter in den direkt mit dem FC verbundenen Branchen seit einem Jahr ohne Aufträge bleiben. Nach vier Monaten Pandemie klagten die Verantwortlichen beim FC, sie hätten kein Geld für Sommer-Neuzugänge, um dann doch noch 18 Millionen Euro für Transfers auszugeben, statt mit den Cordoba-Millionen besser hauszuhalten.

Es ist der große Fuß, nicht nur in Köln, der der Bundesliga nun mit Wucht in den Allerwertesten tritt. Die Macher des Fußballbusiness‘ – von den Managern über die Spieler bis hin zu den Beratern – haben sich in den letzten Jahren immer größere Stücke vom Kuchen abgeschnitten. Selbst im vergangenen Sommer, als die Corona-Pandemie bereits wütete, blieben sie unersättlich, stopften sich die Taschen voll, saugten alles aus einem System, bei dem niemand so genau hinschauen wollte, wie stabil es wirklich finanziert war. Viele Begriffe wie Financial Fairplay, Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und Vorbildfunktion waren nur hohle Phrasen, Worthülsen, um den Fußball nur noch skrupelloser selbst hinein in die menschenrechtsverachtenden Ecken dieser Welt vermarkten zu können.

Der FC hat Herz gezeigt

Der 1. FC Köln, und das gehört zur Wahrheit der letzten Monate dazu, hat abseits seiner Finanzprobleme viel bewegt. Die Geißböcke haben die Krise genutzt, um den Menschen in der Stadt Köln unter die Arme zu greifen. Mit Hilfspaketen für Obdachlose, mit der Unterstützung für die Tafel, mit der Arbeit als Impfpaten, mit einem Resozialisierungsprojekt für junge Strafgefangene. Das ist der Geist, den man sich wirklich vom Fußball abseits des Rasens wünscht. Nicht nur im Amateurbereich, sondern vor allem auch vom Profifußball. Ein Klub hilft seiner Heimat, ist Teil der Stadt, lebt Werte vor, die drohen in Vergessenheit zu geraten. Der FC ist diesen Weg gegangen. Man möchte ihm zurufen: Danke! Und: Weiter so!

Die Botschaft hör‘ ich wohl…

Doch an den strukturellen Problemen im Fußball ändern diese lokalen Projekte nichts. Die Vereinsbosse von Nord bis Süd, von West bis Ost, sagen zwar, der Fußball habe verstanden und erkannt, dass es so nicht weitergehen könne. Man müsse sich bessern. Doch wird es wirklich so kommen? Wird es wirklich, nicht nur kurzfristig und den akuten Finanzsorgen geschuldet, eine ernst gemeinte Kurskorrektur im Profifußball geben? Werden Gehälter sinken und Mondpreise auf dem Transfermarkt der Vergangenheit angehören? Werden Vereine ihre Finanzen künftig solider aufstellen, anstatt sie Jahr für Jahr auf Kante zu nähen? Am Aktienmarkt hat eine deutliche Kurskorrektur durch das Platzen einer Blase oft eine ganz einfache Wirkung: Wenn der Absturz erst einmal aufgefangen wurde, geht die Rallye von neuem los – und das mitunter noch schneller und weiter als zuvor. Bis zum nächsten Allzeithoch, bis zur nächsten Blase. Und so halte ich es im Fußballbusiness mit Goethes Faust: „Die Botschaft hör‘ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“

79 Kommentare
  1. Marc L. Merten sagte:

    Hallo Leute,

    wie denkt Ihr darüber? Ich habe nicht das Gefühl, dass sich im Fußball wirklich etwas ändern wird. Wenn Uli Hoeneß sich schon wieder als Steuer-Moralapostel für den DFB aufschwingt, Steuer-Uli und Uhren-Kalle als DFB-Bosse ins Gespräch kommen und Spieler wie David Alaba in dieser Phase derartige Gehälter fordern, wird sich nichts verändern.

    Beim FC bin ich sehr gespannt: Der Klub hat eigentlich keine andere Wahl, als sich zu verändern. Das Problem: Die bestehenden Verträge laufen weiter, da wird Veränderung schwierig, zumindest kurzfristig. Es wird dauern – und bis wirklicher Wandel möglich sein wird, hat sich der Klub womöglich finanziell schon wieder erholt und könnte weitermachen wie vorher, wenn sich um ihn herum nichts verändert hat.

    Ich freue mich auf Eure Antworten.

    Viele Grüße
    Marc

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  2. Michael Pohland sagte:

    Genau Herr Merten ! Das versteht nur ein Gerd oder ein Boom77 nicht !!! Die reden Alles schön hier aber die Fakten sind andere . Ich habe das schon ewig gesehen das mit Cordoba ein sehr großer FEhler war . Wenn 60 Mio oder mehr dann muss der FC akzeptieren aber diese 15 Mio waren 1, viel zu wenig für ein 27J. Stürmer der richtig gut kämpfte , und das Geld wurde sinnlos verballert in Spielern die kaum oder null helfen . Im ganzen : Der FC Kader wurde nochmals schlechter , statt den Sturm , Cordoba , Modeste , Terodde zu zerstören . . hätte man Schmitz , Höger , Clemens , Bader , Koziello und und , Verkaufen müssen . Und Positionen richtig verstärken . Diesen Kostic z. B. würde den FC richtig gut tun , Quaison wäre ein guter aber der FC holt meist Spieler die woanders gescheitert sind , Bankdrücker oder im Ausland nix gebacken bekommen haben

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  3. Michael Pohland sagte:

    Wenn man den Besten Spieler ab gibt , dann kann man nicht 3 Spieler holen die Alle schwächer sind … man muss den Verein stärker aufstellen und nicht schlechter machen . Schaub ist Nationalspieler Österreichs und der Duda wird dann für 6,5 geholt .. Cordoba weg dafür Andersson geholt .. schlecht , Hauptmann Transfer war Damals auch Unsinn , Zoller holte man für viel Geld .. gegangen ist er für 250.000 Tausend .. der war auch ordentlich und Schaub auch . Guirassy trifft für Rennes jede 2. Woche . .

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  4. Gerd1948 sagte:

    Es kommt aber auch darauf an, dass man als FC z.B. keine Steine in den Weg gelegt bekommt. Dann würde man sicher schneller und leichter zu der Erkenntnis kommen Mittel für Steine statt Beine abzuzweigen. Das sind halt auch immer die Unwägbarkeiten andere Wege beschreiten zu können wenn man es wollen würde.

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  5. gregor69 sagte:

    Guter Artikel,Marc!
    Allerdings glaube ich,dass sich nicht viel veraendern wird in diesem kranken Geschaeft.Genauso wie man blauaeugig glaubt im mittleren Osten wuerde sich was aendern menschenrechtlich gesehen,nur wegen ein paar Buchstaben aufm Trikot oder sogar Boykott.Die einzigen Verlierer wuerden die Fans sein.Nicht das ich das nicht gut heisse zumindest darauf aufmrksam zu machen,aber gross aendern wird sich nichts.Weil diese Laender haben einen Trumpf im Aermel,der so stark ist wie kein anderer,naemlich unermaesslichen Reichtum,Geld,viel viel Geld.Ich habe 12 Jahre in Dubai und Bahrain gearbeitet,und war taeglich Zeuge was zB auf den Baustellen ablaeuft.Nichts wird sich grundlegend aendern.Und da kommt ein Franz Beckenbauer daher und erzaehlt er haette nicht schlimmes gesehen in Katar,da konnte ich nur den Kopf schuetteln wie verlogen die Menschen sind.Gut auch,dass du Uli Hoeness erwaehnst,einen ueberfuehrten Steuerbetrueger,der sich zwischenzeitlich schon wieder auf allen Kanaelen bauchpinseln laesst,widerwaertig…

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  6. Kurti sagte:

    Ich finde den Kommentar scheinheilig.
    Ein Marc Merten lebt doch scheinbar auch ganz gut von dem Business Fußball und den FC, darum berichtest Du doch mehrfach am Tag drüber…. auf das die Seitenklicks kommen und Werbegelder fließen. Das gibt dem Fußball doch erst die Wertigkeit und Wichtigkeit.
    Solange ein Irrsinn wie die WM in Katar stattfindet, geht es immer so weiter.
    Der Geißblog könnte doch sagen; Ist alles zu kommerziell, wir berichten nicht drüber.

    Das die FC Kicker überhaupt auf Gehalt verzichtet haben, finde ich dagegen anerkennenswert.
    Haben das andere Aktiengesellschaften gemacht?
    Die haben Hilfe vom Staat kassiert und dann hübsch Dividende für die Anleger ausgeschüttet.

    Überhaupt ist es in jedem Menschen so angelegt, das man das angebotene Geld annimmt.
    Wenn ich meinen Mitarbeitern mehr Gehalt zahlen, sagt auch niemand: Nee Meister, das ist mir jetzt aber zuviel.

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    • Gerd1948 sagte:

      @Kurti, die 2, oder das Team gesamt berichten darüber weil sie selbst auch FC Fans sind. Wenn wir von einem Kuchen business ausgehen, dann pickt sich die Redaktion vllt ein paar Krümel auf. Sie wollen ja auch nicht den Fußball und deren Wichtigkeit global in Frage stellen sondern lediglich das System ,dass sich immer mehr und schneller von dem Empfinden eines jeden verabschiedet, der eben nicht partizipiert von den ausufernden Unsummen, die das System bereit hält und stellt.

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        • Marc L. Merten sagte:

          Hi Kurti,

          wenn wir „gutes Geld“ verdienen wollen würden, wie Du es nennst, würden wir etwas anderes machen. Ich würde z.B. in die Unternehmenskommunikation gehen, mich vielleicht gar als neuer Mediendirektor des FC bewerben. ;-)

          Wir beim GEISSBLOG machen unsere Arbeit aus Leidenschaft – für unabhängigen Journalismus genauso wie für den FC. Wir lieben unseren Job und wissen, dass wir andere Wege suchen müssen, um reich zu werden. Diese Kryptowährungen wären vielleicht mal eine Investition wert… ;-)

          Aber ernsthaft: Natürlich gehören auch wir zum „System“ Profifußball. Allerdings gehören wir zu genau jenem äußeren Rand des Fußballbusiness‘, der in der Corona-Krise leidet, während der Kern des Systems weiterhin abkassiert. Mit Journalismus lässt sich generell nur noch sehr schwer „gutes Geld“ verdienen. Wenn man sich nicht zu einem Clickbaiting-Portal entwickeln will, muss man um jeden User kämpfen. Hast Du hier jemals eine Geschichte nach dem Motto „So schön sind die Spielerfrauen des FC“ gesehen? Nein, und die wird es auch nicht geben.

          Wir berichten für den GEISSBLOG über den FC, weil es für uns die perfekte Kombination aus beruflicher und privater Leidenschaft ist. Und das würden wir auch noch in der Zweiten, Dritten oder gar Vierten Liga machen, so wie es andere Onlinezeitungen auch tun (z.B. DerBetzeBrennt über den FCK oder DieBlaue24 über 1860 München).

          Trotzdem würde ich mich freuen, wenn nicht nur der GEISSBLOG erstklassig bleibt, sondern auch der FC. ;-)

          Herzliche Grüße
          Marc

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          • Kurti sagte:

            Hallo Marc,
            ich finde schon das einige Artikel etwas konstruiert wirken und rechne das der Tatsache zu, das es grade nichts aktuelles gibt.

            Der Ksta zB berichtet auch mal einige Tage nix.

            Ansonsten kann jeder Geld verdienen womit er will, aber das mit dem im Glashaus sitzen kennst Du ja auch.

            Gerd1948 hat das bei der Antwort auf meinen Beitrag so hin gestellt, als wenn ihr ehrenamtlich über den FC berichtet.
            Ich wollte schon sammeln :)

            Schöne Ostern

  7. kalla lux sagte:

    Das System mag krank sein, es wird sich aber nichts ändern. Womöglich für kleine Clubs, womöglich einige Ligen. Ja, aber die grossen Clubs, die englische Liga, alle mit Investoren werden keinerlei Änderungen in Betracht ziehen. Warum sollten sie auch?
    Der Geldsegen fliesst weiter, Zuschauereinnahmen sind für diese zweitrangig. Aber vielleicht ist es gerade für Clubs wie den FC ein Zeichen.
    Endlich auf junge,hungrige, talentierte Spieler ohne große Gehälter zu setzen.
    Auf Manager die nicht nur Namen kaufen, die selbst aberwitzige Gehälter fordern und auch bekommen. Trainer die nur nach fertigen Spielern rufen, die unflexibel agieren. Die selbst Millionen an Gehältern und Ablösen fördern und bekommen. Ansätze sind genug da, vielleicht eine Chat etwas zu ändern.
    Vielleicht!!
    Meine persönliche Meinung!(+_+)

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    • Flo sagte:

      Kalla , die jungen Spieler werden auch nie ein Hungergefühl haben weil die ja auch schon Kohle verdienen wovon ein normal Sterblicher nur von Träumen kann . Wenn man jetzt ließt das ein Kimmich trotz Corona 5 Millionen mehr Gehalt fordert dann kann man die Lust auf den Fußball komplett verlieren. Warum geht mal nicht ein Manager hin und sagt , Junge du bekommst 50000€ im Monat und mehr gibt es nicht . Meint ihr denn der geht dann als ungelernter zum Aldi die Paletten auspacken? Nie und nimmer . Da muss man den Hebel ansetzen , oder glaubt einer der würde dann nicht mehr Fußball spielen wollen.Die haben keine Vorstellung was im normalen Leben bezahlt wird . Ich werde auf jeden Stadion Besuch verzichten.

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  8. Marcel sagte:

    Schwieriges Thema, perfekt für eine Diskussion. ;-) Also, wenn die Menschen wieder in die Stadien strömen und ihren Vereinen zujubeln dürfen, dann wird sich das Fußballbusiness wieder ähnlich verhalten wie es schon vor der Pandemie war. Es wird vielleicht zwei-drei Jahre dauern. Aber es wird in diese Richtung gehen. Selbstverständlich kann man über die Gehälter der Profis bzw. Honorare für Berater streiten. Aber man darf nicht vergessen, dass der Markt das her gab. Auch beim FC. Seit Wehrle im Verein ist, wurden trotz dieses im Profifußball vorhandenen Finanzgebaren Schulden ab und Eigenkapital aufgebaut. Ausnahmen waren die vergangene und die jetzige Saison. Hauptsächlich aber auch dadurch, weil der Kunde sein Geld nicht mehr im Stadion lassen konnte. Unabhängig ob man das Finanzkonstrukt im Fußball gut oder schlecht findet. Welches Unternehmen kann überleben wenn ihm die Kundschaft fern bleibt?
    Also um mich kurz zu fassen, die Strukturen im Fußball werden sich erst ändern, wenn die Kundschaft fern bleibt. Von etwas anderem auszugehen ist pure Träumerei.

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  9. maradonna sagte:

    Kranker Fussball!

    Da stimme ich voll zu.

    Anstatt den Steuerzahler zu bitten die Rechnung zu bezahlen sollten doch in erster linie die zu Kasse gebeten werden, die sich beim FC in der Vergangenheit bereichert haben!

    Wie wäre es mal bei armin Veh nachzufragen ob er bereit wäre den durch ihn entstandenen Schaden wieder gut zu machen? Oder aber bei Herrn Spinner der Armin Veh ans Geissbockheim geholt nachdem der vorher bei allen Stationen durchgefallen war? Das stellt sich dann die Frage ob es nicht wirklich besser wäre den FC in eine Kapitalgesellschaft umzuwandeln damit in zukunft nicht mehr solche Freizeit- Präsidenten darüber entscheiden wer Sportdirektor wird. Diesmal ist es mit Heldt gut gegangen. Aber wie lange bleibt der wohl angesichts solcher Vorgesetzten?

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          • maradonna sagte:

            Wo war Armin Veh denn länger als 2 Jahre tätig?
            Was meinst du denn warum er dort nicht länger tätig war?
            Warum war er nicht länger als 2 Jahre beim FC?
            Warum ist er in der Halbzeitpause abgehauen?

            Wohl doch weil er nirgends Erfolg hatte!
            Ach ja , er war mal Deutscher Meister weil er zufällig zur rechten Zeit am rechten Ort war. Aber er hat nie ansatzweise woanders einen ähnlichen Erfolg gehabt.

            Und mit diesem zufälligen Erfolg ging er dann wie ein Zigeuner von einem Verein zum anderen, und wer hat es als letzter gemerkt, dass er nichts taugt: der 1.FC Köln und allerletzter: DU

          • Gerd1948 sagte:

            Das ist aber dann nicht durchgefallen :-) Hörte sich an als hätte man ihn geschasst jeweils. Nee, der ist immer gegangen, wenn ihm was nicht mehr gepasst hat. Ich verstehe das schon, wenn man das ausführt, was man eigentlich meint.

          • maradonna sagte:

            Du glaubst die Mär dass er immer selber entschieden hat dass es nicht mehr weitergeht.
            Was hat Veh gesagt als er ging?
            Der FC Kader sei absolut bundesligatauglich, aber er würde lieber Champions League spielen. Ganz ehrlich: Derjenige der noch nicht mal Kettcar fahren kann aber behauptet er gehöre eigentlich in die Formel 1, den kann ich nicht ernst nehmen.
            Aber bei Menschen wie dir kommt er damit durch

          • Boom77 sagte:

            @maradonna:

            In Stuttgart war er zwei Jahre und 9 Monate Trainer. Bei der Eintracht aus Frankfurt war er drei Jahre Trainer. In Reutlingen beim SSV 4 Jahre und beim FC Augsburg 5 Jahre.

          • maradonna sagte:

            Ich spreche von Bundesliga und nicht von KReisliga oder Regionalliga. Die FRage ist ob er Bundesliga kann . Die komischen Kommentare von dir ist man gewöhnt, cih weiß nicht was du mit diesen immer bewirken willst. Weißt du es selber?

        • Boom77 sagte:

          Wo ist er denn überall durchgefallen? Mit dem VfB Stuttgart deutscher Meister zu werden, nenne ich nicht „durchfallen“. Mit Eintracht Frankfurt ist er 2012 in die 1. Liga aufgestiegen. Ist dann mit der Eintracht 2012/2013 Tabellensechster geworen und damit ins internationale Geschäft gekommen und hat es – im Gegensatz zum FC – in der Saison 2013/2014 mit der Eintracht trotz „Dreifachbelastung“ geschafft nicht abzusteigen. Also eine Karierre, in der man überall gescheitert ist, sieht anders aus.

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          • maradonna sagte:

            Ach ja , er war Deutscher Meister. Kollege warum wurde er nachdem er beim VFB Stuttgart etwas erreicht hat was für diesen Verein außergewöhnlich ist dann etwa ein Jahr später entlassen?
            ISt das nicht merkwürdig?
            Da findest bestimmt wieder irgendein verquertes Argument damit es in deine verquerte Weltsicht passt.
            Oh mit Frankfurt ist er aufgestiegen und dann?
            Das er nochmals nach Frankfurt ging und nach nur sieben ! Spielen entlassen wurde. läßt du natürlich weg.
            Bleib bei deiner Weltsicht

          • maradonna sagte:

            Ganz ehrlich, wenn du Armin Veh nachdem was er beim FC geleistet hat noch in Schutz nimmst, muss man deinen Intellekt mal in Frage stellen!

  10. Truebe Tasse sagte:

    Ehrlich gesagt würde ich mir ein Platzen der Blase sehnlichst wünschen. Aber erst 2024, wenn die Rückzahlung meiner Anleihe gesichert ist. Anschließend kann wegen mir im Fußball passieren was will. Der Fußball hat sowas von Realitätsverlust, das ist nicht mehr schön. Weil die Italiener Milliarden an Schulden haben, fordern sie eine Europaliga. Die Antwort wird diese schwachsinnige Reform der Champions League ab 2024. In der Euro League spielen die Champions League Absteiger weiter. Was soll der Käse? Dann dieser neue dritte Wettbewerb. Auch den braucht niemand. Ist so unnötig wie der UI-Cup früher. Nachhaltigkeit im Fußball? Verantwortungsbewusstsein? Klimaschutz? Nirgends zu finden. Und in der Bundesliga wird es weiter gehen. Bayern, Dortmund, Leipzig und noch jemand wird sich doch bereits in wenigen Jahren nicht mehr für die Bundesliga interessieren, wenn deren Startplatz in der neuen Champions League eh gesichert ist.

    Ich wünsche mir den Fußball der 80er zurück. Wo man bei dem Verein gespielt hat, der halt der größte Verein aus der Region ist, der man entstammt. Nicht das Trikot des Vereins anziehen, der die meisten Nullen beim Gehalt anhängt. Der Fußball ist krank und ich hoffe, die Blase platzt.

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  11. maradonna sagte:

    Es wird Zeit dass man die Dinge so regelt wie es in den USA der Fall ist, d.h. die Vereine sollten Kapitalbesitzern gehören, weil die durch ihr Eigeninteresse dafür sorgen dass das Geld nicht so verschwendet wird wie es unter Präsidenten wie Spinner und Co. der Fall war! ( und ist?)

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  12. Norbert Furmanek sagte:

    Gutes Thema Herr Merten . Ja die Blase sollte irgendwann platzen !! Wenn ich lese was die Fifa wieder mit der Championsleague plant —- noch mehr Teams dann platzt mir der Kragen !!! Und solange sich Milliardäre in den Klubs einkaufen wird sich nichts ändern !Alles müsste limitiert werden ! Ablösesummen und Gehälter sonst ist und bleibt der Wettbewerb unfair. Die ,, kleinen “ werden vom Kuchen nie etwas bekommen

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  13. Jörg Schieber sagte:

    Der FC hat in der letzten Sommerpause leider bewiesen, dass er rein gar nix verstanden hat. Da befindet man sich mitten in einer Pandemie und TROTZDEM haut man 18 Millionen auf dem Transfermarkt raus. Die siebthöchsten (!) Transferausgaben in der Bundesliga im letzten Sommer! Und in Summe kommt dabei nicht mal die nötige Qualität bei raus. Anstelle von einem Limnios für 3,3 Mio. hätte man auch einen viel besseren Doan wie Bielefeld leihen können. Anstelle von 6,5 Mio. € für einen damals schon fast 29jährigen, am Knie vorbelasteten Andersson, hätte man auch einen M.Kruse ablösefrei holen können. Usw. usw. Die 18 Millionen sind mal wieder verbrannt. Von den geholten Spielern wird sich max. noch ein Duda für 2-3 Millionen wieder verkaufen lassen, der Rest ist doch jetzt schon quasi wertlos. Ein Limnios spielt bald wahrscheinlich wieder bei PAOK Athen, und wir werden mal wieder die Hälfte des Gehalts übernehmen und uns dann auch noch über das eingesparte Gehalt freuen… Und als wäre das alles nicht genug, verlängert man mitten in der Pandemie auch noch die Verträge von Heldt und Gisdol völlig unnötig langfristig. Zu eher verbesserten Konditionen versteht sich. Und jeweils auch mit Gültigkeit für Liga 2 versteht sich. Und das alles mit dem Wissen, dass weder Heldt noch Gisdol jemals bei ihren Stationen zuvor bewiesen haben, dass sie einen Verein mittel- bis langfristig entwickeln können. Wenn die Beiden jetzt oder bald gehen (müssen), werden also die nächsten unnötigen Millionen-Abfindungen fällig. Das ist in Summe schon alles mehr als enttäuschend, wie verantwortungslos beim 1. FC Köln mit Geld umgegangen wird. Und das ist eben nicht nur der Pandemie geschuldet. Beim 1. FC Köln wird seit dem Stöger/Ruthenbeck-Abstieg 2017 einfach wieder dauerhaft verdammt schlecht gearbeitet!

    In Summe wird sich im Fußball natürlich nichts ändern. Durch die Schieflage der Clubs werden Clubs mehr und mehr Anteile an Investoren verscherbeln. Die Vereinsverantwortlichen werden das natürlich zu 100% der Pandemie zuschreiben. Auch wenn das dann nur zu einem Teil der Wahrheit entspricht und man dadurch elegant verschleiern kann, dass man auch einfach einen Scheiß-Job macht (siehe oben). Die Gelder werden dann i.W. nur dazu genutzt werden, um die Löcher wieder zu stopfen. Danach geht es dann weiter als wäre nix gewesen. Beim FC tippe ich im übrigen auf 8,33% an REWE, 8,33% an Rheinenergie und 8,33% an ERGO…

    Und zu guter Letzt: Ich finde es ekelhaft, dass sich jetzt auch der FC in die Schmarotzerrunde einreiht, die sich Geld beim Staat leiht! Und diese 20 Mio. € werden ja noch nicht mal für die kleinen Vereinsangestellten benötigt (die eh schon in Kurzarbeit sind), sondern für einen Kreis von 20-30 Personen, die ein siebenstelliges Gehalt beziehen! Schaut Euch mal um: In anderen Profisportarten wie Eishockey oder Handball verzichten Spieler auf 50-60% ihres Gehalt. Und das sind Spieler, die im Normalzustand „nur“ wenige Hundert Tausend € verdienen. Im Übrigen auch mit gültigen Verträgen. Und die werten Profifußballer kommen mit läppischen 10-20% an Gehaltseinbußen aus der Nummer raus? Das ist doch ein Witz. Und daran sieht man leider nur zu gut, wie versaut und realitätsfern dieser ganze Profi-Fußball-Zirkus mittlerweile doch geworden ist…

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      • Jörg Schieber sagte:

        Ja. Schön und gut. Und wer von Duda, Andersson, Limnios, Wolf, Arakodare, Denis und M.Meyer hat uns jetzt ernsthaft verstärkt diese Saison? Außer Duda mit Abstrichen kann ich da nix erkennen. Und doch: Die Knieprobleme von Andersson gab es auch schon in Lautern und Berlin und man ist beim FC bewusst dieses Risiko gegangen.

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        • maradonna sagte:

          Das PRoblem ist dass Horst Heldt unter Zugzwang war. Als er kam war er es und vor der Saison wieder, weil Veh den Karren in den Dreck gefahren hat.

          Heldt mit dem Geld das Veh gehabt hat, und der FC stände irgndwo zwischen Platz 7 und 12
          Das muss man berücksichtigen wenn man Horst Heldt fair bewertet

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          • Jörg Schieber sagte:

            Im Übrigen geht es ja auch darum, dass Andersson bei der Verpflichtung schon fast 29 Jahre alt war. Ein Wertsteigerungspotenzial gab es also nie. + Davor wollte der FC Streli Mamba. Einen komplett anderen Stürmertypen. Dann wurde es Andersson. Man hat leider nicht den Eindruck, dass die Neuverpflichtungen beim 1. FC Köln auf irgend ein Spielsystem zugeschnitten sind…

          • Gerd1948 sagte:

            Verbesser mich ruhi, ich denke Mamba wollte man holen wo Cordoba noch da war? Chronologisch bekomme ich das nicht mehr zusammen, aber Mamba war sich nicht zuvorderst als Stossstürmer vorgesehen. Nein, Andersson sollte den Weggang Cordobas komplett auffangen, eine Wertsteigerung war dabei nicht angedacht und aber auch nicht angestrebt in erster Linie. Ich geb noch mal zu Bedenken, dass Andersson letzte Saison 33 von 34 Bundesligaspielen bestritten hat. Diese ohne das ich eines davon gesehen hätte mit voller Belastung und Kraft. Da sagt mir mein natürliches Empfinden, das so jemand nicht verletzt sein kann.

        • Boom77 sagte:

          Ich verstehe dieses Märchen um Andersson nicht. Dass ein Spieler sich mal im Training das Knie verdreht und ein paar Wochen ausfällt, ist nichts ungewöhnliches und bedeutet nicht, dass er verletzungsanfällig ist und von uns verletzt verpflichtet wurde.

          Die „Sorgen“, die man sich damals in Berlin gemacht hat, stammen aus dem April 2020. Schon im Mai stand er dort (nach der Corona-Unterbrechung) wieder in jedem Spiel auf dem Platz… außer am letzten Spieltag wegen eine Gelbsperre (also hat er nach der Corona- Unterbrechung 8 von 9 Spielen gemacht). Verpflichtet wurde er von uns 4 Monate später. In der Saison hat er übrigens in 33 Spielen für Union 12 mal getroffen und 3 Vorlagen gegeben. In der Zweiltigasaison davor stand er in jedem Spiel auf dem Platz und hat in 34 Spielen auch 12 Tore und 6 Vorlagen geschafft.

          Für Lautern hat er in der Saison 2017/2018 29 von 34 Spielen in der 2. Liga gemacht und das auch nur, weil er bis Ende August noch in Schweden spielte und somit die erste 4 Spieltage in der 2. Liga gar nicht zur Verfügung stand (aber eben nicht wegen einer Verletzung, sondern, weil er bei einem anderen Verein unter Vertrag stand und erst spät transferiert wurde). Er hat da übrigens 12 Tore und 4 Vorlagen in 29 Spielen geschafft.

          Diese Statistiken gehören nicht zu einem verletzten oder verletzungsanfälligen Spieler. Wäre er das, hätte er diese Zahlen (Statistiken) nicht geschafft. Und nochmals: Er wurde vor der Verpflichtung sportmedizinisch untersucht. Da ist offensichtlich nichts aufgefallen.

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  14. Terminator2 sagte:

    Die Frage ist doch,wie werden wir limnios und Konsorten los?
    Die haben fette Verträge.
    Ich muss da Herr Pohland mehr als Recht geben,er war und ist immer noch der einzige hier im Forum der darauf hingewiesen hat das Limnios und andere nix bringen wird.

    Trotzdem:
    Come on FCB undesliga

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  15. Michael Pohland sagte:

    Nordmazedonien spielt Fußball ! sage nur PANDEV & ELMAS !!!

    Kampf und Leidenschaft ! Köln spielt viel zu weich u. langsam und ohne Pressing , Kampf , Null Schnelligkeit , Durchsetzungsvermögen usw. Fehlpässe bei jeder Ballabgabe und Rückpässe bei jeden Anspiel .. keiner traut sich keiner kann .. Alle werden schlechter . Einziger Lichtblick 2021 ist für mich , Shkiri . Cordoba vermisse Ich noch Heute und der Abstieg steht kurz bevor durch diese dummen Fehler !

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  16. Michael Pohland sagte:

    Jörg Schieber : Gerd versteht es nicht ! lass es sein … Köln Transfers waren Panik Käufe und nix anderes . Wenn man vernünftige Spieler holen möchte dann beobachtet man diese auch in der Saison über aber was für Namen wurden denn im Sommer gehandelt … Mamba .. Stille .. nochmals Mamba … ganz Stille .. Ein Witz !

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  17. Robert Koerner sagte:

    Ach Leute, Ihr habt ja fast alle recht. Aber sind wir mal ehrlich, wer glaubt denn ernsthaft, dass wenige Vereine, die sich trauen würden, einen tatsächlichen Systemwechsel herbeiführen könnten? Alle hängen am wirtschaftlichen Tropf des Systems „Profi-Fussball“ und da kommt man auch nicht unbeschadet heraus. Die einzige Hoffnung wäre ein Kollabieren des Systems mit anschließendem Neubeginn. Jedoch bleiben uns die Machtbesessenen und Raffgierigen erhalten und das System würde nur wieder neu gestartet. Same procedure as every time. Traurig aber wahr.

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  18. FC Neukoelln sagte:

    Morgen! Ich bin spät dran für Marc’s Kommentar ganz nach meinem Geschmack, aber was gesagt werden muss, muss ja schliesslich gesagt werden :-)
    Ich weiß noch sehr gut, wie wir uns hier vor einem Jahr teilweise die Finger wundschrieben, weil einige (unter anderem ich) den damals noch frischen, ersten Lockdown als Warnung einerseits begriffen, einer Dynamik nicht länger aufzusitzen, die – wenn man sie nur konsequent weiterdenkt – mit seinen Prinzipien des Höher, Schneller, Weiter zwangsläufig zu einer totalen Überhitzung führen würde, andererseits genau darin die wunderbare Möglichkeit zur Veränderung sahen. Wann, wenn nicht jetzt? Dies waren ja nicht etwa ausschliesslich die Spinnereien von linksversifften Hallodris am unteren Ende der Dosenbier-Nahrungskette, sogar Ligachef Christian Seifert hatte sich aktiv für derlei Ideen eingesetzt.
    Was ist seitdem geschehen? Nichts. Was wird geschehen? Nichts. Zumindest, wenn man die Dinge weiterhin sich selbst bzw. Steuer-Uli und Uhren-Kalle überlässt. Das ist ungefähr so, als würde ich einen Brief an Jeff Bezos schreiben mit der Bitte, sein Amazon-Marktmonopol doch wieder herunterzuschrauben und endlich damit aufzuhören, seinen Zulieferern ausbeuterische Bedingungen aufzudiktieren. Wird er wohl auf mich hören?
    Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Die einzige Möglichkeit zur Veränderung sehe ich darin, eigene Wege zu gehen. Die Bio-Branche z.B. – einige der Letzten unter den Utopisten auf diesem Planeten – wurde vor 30 Jahren verlacht für ihre Ideen, gesunde Ernährung im Einklang mit der Natur zu produzieren – heute geht im Lebensmittelbereich nichts so sehr durch die Decke wie Naturkost (17% Umsatzzuwachs in 2020). Jeder Penny, Lidl, Aldi wirbt großflächig mit BIO – auch wenn der Marktanteil dort bei weniger als 3% liegt. Als vor ein paar Jährchen Lammsbräu sich erdreistete, das Allerheiligste der deutschen Bierwanstigkeit – das Reinheitsgebot von 1516 – frontal anzugreifen, indem man noch strengere Regularien einforderte, hat man sich gemeinhin eingepullert vor Lachen. Lammsbräu hat sich mittlerweile zu einem Erfolgsmodell entwickelt, das vom gesamten Rest der Auf-der-Stelle-Treter sehr ernst genommen wird.
    Bio ist salonfähig geworden. Bio ist wirtschaftlich attraktiv geworden. Weil Bio nachhaltig ist.
    Den gleichen Weg könnte der Fussball einschlagen. Wenn sich ohnehin die 2-Klassen-Gesellschaft im Profifussball immer weiter verschärfen wird – neuester Gimmick: die Reform der Super- ääh Champions-League ab 2024, davor die „gerechtere“ Verteilung der TV-Gelder usw pp – dann sollten zumindest die Abgehängten unter der Bewerbern über eine komplette Neuausrichtung nachdenken dürfen. Es gibt kein Gesetz, welches die Schaffung einer neuen Liga verbietet. Und diese basiert dann konsequent auf den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Eine Art Demeter-Liga. Es gibt Ideen zu einer Gemeinwohl-Ökonomie, welche 1:1 auf den Fussball übertragbar wären. Und wenn der Fussball wieder das macht, was ihn einst so unwiderstehlich machte – nämlich ALLEN zu dienen, dann wird er auch wieder von ALLEN geliebt werden. Dann würde ich gerne mal sehen, welche Stadien besser gefüllt sind. Das Beispiel Union Berlin mit seiner ehrlichen, bescheidenen Arbeit könnte keine deutlichere Sprache sprechen, hat man doch mittlerweile mehr Vereinsmitglieder als die mit 374Mio frisch gepimpte Hertha. Oha!

    Die Steuer-Ulis und Uhren-Kalles wird es weiterhin geben – denn es hat sie immer schon gegeben. Wer nach deren Regeln spielen möchte soll das tun, muss sich aber dann nicht wundern, wenn er am Ende des Tages zu den Verlierern gehört. Zu jenen, die die Zeche zahlen bzw. die Lamborghini-Sammlung eines 20-Jährigen.
    Wer aber interessiert ist an Werten wie Toleranz, Miteinander, Fairplay, Ökologie, Gemeinwohl, Nachhaltigkeit, etc wird eigene Wege gehen müssen. Denn dies sind nicht mehr länger die Werte der Bundesliga, der UEFA und erst recht nicht die der schwerkriminellen FIFA.
    PS: muss ichs noch erwähnen? Ich werde erstmalig in meinem Leben kein einziges Spiel einer WM verfolgen. Jetzt stellt Euch mal vor, das würden alle so machen.

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    • FC Neukoelln sagte:

      Nachtrag:
      Wer weiterhin dem Irrglauben aufsitzen möchte, die Probleme des 1.FC Köln liessen sich lösen, indem wir z.B. Geschäftsanteile veräussern und zeitnah Großinvestoren an Bord holen, der hat das Geschwür unserer Zeit nicht erkannt. Eine Zeit, die exponentiell darauf hinarbeitet, dass immer mehr an Geld oder Gütern von immer weniger Leuten oder Gesellschaften besessen wird. Es wird in Zukunft immer weniger, aber umso grössere Gewinner geben. So wie immer mehr, aber umso schlimmere Verlierer. Der Zug ist abgefahren.
      Wer glaubt, es handele sich bei dem Versuch, Ideen für einen Absprung von dieser Abwärtsspirale zu entwickeln um Hippie-Gefasel eines ewig Gestrigen, der hat das zukunftsweisende Potential nicht erkannt – oder möchte dies nicht erkennen.
      Es geht um Angebot und Nachfrage. Sollten sich – vielleicht auch erst in ein paar Jahren und aus der Not existenzieller Bedrohung heraus – 20 Vereine finden lassen, die aus der Bundesliga aussteigen und auf dem Konsenz des eben beschriebenen einen eigenen Verband gründen, hierfür dann nachhaltig operiende Unternehmen als strategische Werbepartner für sich gewinnen (bzw. weniger nachhaltig operierende Unternehmen, die sich jedoch Nachhaltigkeit auf die Fahne zu schreiben beabsichtigen – also derzeit ungefähr jedes Unternehmen der Welt abgesehen von der Waffenindustrie vielleicht) und darüber hinaus – das wichtigste überhaupt – einen Großteil der immer enttäuschteren Fans auf seine Seite ziehen werden, dann wird man auch ohne weiteres ein eigenes TV-Vermarktungskonzept auf die Beine stellen können. Wo die Fans sind, ist die Kohle. Sprich: das Ganze ist für alle Beteiligten nicht nur wirtschaftlich attraktiv, sondern dabei auch noch nachhaltig, was soviel heisst wie Zukunft sichernd.

      Wenn mein Verein einen solchen Weg einschlagen würde, so hätte ich erstmalig das Gefühl, dass „spürbar anders“ nicht einfach nur ein hohler Werbersprech-Claim wäre. Ich wäre stolz, spürbar anders zu sein.

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  19. Norbert Neuheisel sagte:

    Abgesehen von den Krankheitssymptomen im Fußballgeschäft weltweit muß man aber speziell zum FC sagen, dass dieser Verein sich größtenteils selbst in die jetzige Lage gebracht hat. Der Verein, der bei Gründung der Bundesliga sportlich und wirtschaftlich glänzend darstand, ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Jetzt geben andere den Ton an – was auch mit Erfolg zu tun hat.

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