Jonas Hector auf dem Weg zum Training. (Foto: Bucco)

Hector: “Was wir in all den Jahren nie geschafft haben…”

Nach einer schwierigen Saison hatte es zuletzt beim 1. FC Köln Gerüchte um ein vorzeitiges Karriereende von Jonas Hector gegeben. Doch der FC-Kapitän denkt darüber offenbar nicht nach. In der neuesten Ausgabe des GeißbockEcho erklärte 30-jährige, er denke zwar schon über die Zeit nach einer aktiven Laufbahn nach. Doch selbst im Abstiegsfall würde der Ex-Nationalspieler wohl weiter für Köln spielen.

Köln – Jonas Hector durchlebt eine schwere Saison. Neben den privaten Sorgen und der Trauer um seinen verstorbenen Bruder trat der 30-jährige zunächst aus der Nationalmannschaft zurück, fiel dann zweimal lange aus und in ein sportliches Loch. Erst in den letzten Woche fand er zu seiner Form zurück, musste aber in Berlin wegen einer Risswunde pausieren. Am Samstag gegen Schalke 04 im Abstiegsendspiel wird Hector aber dabei sein.

Es sollen noch ein paar Spiele dazukommen

“Davon gehe ich aus. Es hätte zwar gerne schneller gehen können, aber es wird von Tag zu Tag besser. Es ist eine ungünstige Stelle am Fuß, aber bis Samstag wird es sicher gehen”, sagte Hector nun im GeißbockEcho. Der FC-Kapitän und die Mannschaft streben nach einer turbulenten Saison voller Krisen und Tiefschlägen die Last-Minute-Rettung mit dem Sprung auf Platz 15 an. Dafür brauchen die Geißböcke am Samstag allerdings einen Sieg und entsprechende Ergebnisse der Konkurrenz.

Für Hector ist die zu Ende gehende Saison “die nervenaufreibendste Spielzeit” der letzten Jahre, selbst verschuldet und kräftezehrend. “Was wir in all den Jahren leider nie geschafft haben, ist, dass wir ins ruhige Fahrwasser gekommen sind – noch nicht mal in der Europa-League-Saison”, sagte Hector. In den vergangenen Monaten sei besonders das ständige Auf und Ab zermürbend gewesen. “Gefühlt standen 30 von 33 Spielen bis zur letzten Sekunde auf Messers Schneide. In diesem Zusammenhang ist die Saison sehr anstrengend.” Am bezeichnendsten empfand der FC-Kapitän das 0:0 bei Hertha BSC am 33. Spieltag, “weil wir einfach zu oft unsere Durchschlagskraft haben vermissen lassen. Das i-Tüpfelchen wäre gewesen, wenn Hertha kurz vor Schluss noch ein Tor geschossen hätte.”

Weil die Geißböcke aber die Niederlage vermieden, können sie sich nun zumindest noch im Falle der Mithilfe der Konkurrenz retten. Dann geht es für Hector in eine Nationalmannschafts-freie Sommerpause – und anschließend zurück zum FC. Ligaunabhängig, wie der 30-jährige zumindest andeutete. Mit 272 Pflichtspielen steht Hector auf Platz 25 der Spieler mit den historisch meisten Einsätzen für die Geißböcke. “Es sollen noch ein paar Spiele dazukommen”, sagte Hector und meinte damit sicher nicht nur den 34. Spieltag plus mögliche zwei Relegationsspiele. Sollte es für den FC tatsächlich erneut in Liga zwei gehen, wäre der gebürtige Saarländer wohl erneut bereit mit ins Bundesliga-Unterhaus zu gehen.

Bis zum für mich geplanten Ruhestand ist nicht mehr allzu viel Zeit

Auch ein vorzeitiges Karriereende, wie zuletzt kolportiert, scheint für Hector keine Frage zu sein. “Natürlich denke ich über die Zeit nach der Karriere nach”, sagte der 30-jährige. “Ich werde bald 31. Bis zum für mich geplanten Ruhestand ist nicht mehr allzu viel Zeit. Da überlegt man schon, was in Frage käme. Mein Vertrag läuft ja aber noch bis 2023.” Noch zwei Jahre also, so deutete der neben Timo Horn dienstälteste FC-Profi an, wird seine Zeit bei den Geißböcken weitergehen. In jedem Fall aber in der Stadt Köln. „Ich würde nicht soweit gehen, mich als Kölner zu bezeichnen, aber ich fühle mich unheimlich wohl in der Stadt. Sie ist meine zweite Heimat geworden und der FC bedeutet mir unheimlich viel. Auch nach meiner Karriere wird Köln mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mein Lebensmittelpunkt bleiben.”

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