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Wird der FC die Zwischenstände der Konkurrenz einblenden?


Der 1. FC Köln hofft am letzten Spieltag noch auf den Klassenerhalt. Spätestens seit der Nullnummer in Berlin haben die Kölner diesen aber nicht mehr in der eigenen Hand. Vielmehr müssen die Geißböcke neben ihrem eigen Spiel gegen Schalke auch auf die anderen Plätze gucken. Eingeblendet werden die Spielstände der Konkurrenz aber zunächst nicht. Friedhelm Funkel vertraut auch so auf die Stärken von Gladbach und Stuttgart. 

Köln – Friedhelm Funkel wünschte seinem Trainerkollegen Thomas Schaaf am Donnerstag viel Gesundheit und noch einige schöne Jahre bei Werder Bremen. Ein Sieg am Samstag über Borussia Mönchengladbach gehörte aber nicht zu den Wünschen, die der 67-jährige dem alten neuen Werder-Trainer für das Wochenende mit auf den Weg gab. „Ich müsste lügen, wenn ich ihm Erfolg wünschen würde. Das mache ich nicht, so offen und ehrlich bin ich“, sagte Funkel auf der Pressekonferenz vor dem letzten Spieltag.

Da mache ich mir keine Gedanken

Schließlich weiß auch der FC-Coach, dass der FC nur in der Liga bleiben kann, wenn die Kölner zum einen ihr Spiel gewinnen, zum anderen aber auch Bremen und/oder Arminia Bielefeld ihre Spiele nicht für sich entscheiden können. Dass sich Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart am letzten Spieltag ähnlich hängen lassen, wie der FC vor einem Jahr beim blamablen 1:6 gegen Bremen, glaubt Funkel aber nicht. „Das sind Sportler und hochambitionierte Trainer wie Spieler.“ Beide Teams seien dabei noch voll motiviert, den Einzug in die Conference League zu schaffen. „Da mache ich mir keine Gedanken“, sagte Funkel. „Wir müssen unsere Hausaufgabe lösen. Ich kenne viele Spieler und die beiden Trainer von Gladbach und Stuttgart. Sie werden mit hundertprozentiger Motivation da rein gehen und alles daran setzen, ihre Spiele zu gewinnen.“

Zwar braucht der FC ohne einen eigenen Sieg gar nicht anfangen zu rechnen. Trotzdem ist der FC ob der Tabellenkonstellation am Samstag freilich auch auf die Schützenhilfe von Gladbach und Stuttgart angewiesen. Trotzdem wird man im RheinEnergieStadion zumindest im ersten Durchgang keine Zwischenstände auf der Videotafel einblenden. „Die Ergebnisse auf den anderen Plätzen interessieren mich in der Halbzeit überhaupt nicht“, erklärte Funkel. „Wir wollen erstmal gucken, dass wir den ersten 45 Minuten gut in das Spiel reinkommen.“ Je nach eigenem Spielstand will sich Funkel dann im Laufe der zweiten Halbzeit über die Ergebnisse der Konkurrenz informieren. Sollten die Kontrahenten im Abstiegskampf nicht in Führung liegen und für den FC spielen, könnte dies für die Kölner Spieler noch einmal einen neuen Motivationsschub geben. „Ich werde dann immer mit Horst Heldt in Verbindung stehen. Es wäre fahrlässig, wenn wir das nicht machen würden.“ Klar ist aber auch: Solange der FC am Samstag nicht auf dem Weg ist sein Spiel zu gewinnen, hilft auch der Blick auf die anderen Plätze nicht.

9 Kommentare
  1. Paul Paul sagte:

    Der ruhmreiche 1. FC Köln, ein in vielen Schlachten gestählter Traditionsverein, hat in Endspielen IMMER die beste Leistung gezeigt. Man nennt dies in der Fachsprache das „Geissbock-Gen“. Immer TOP-Leistung bringen, vom Schiedsrichter bevorzugt werden und in der letzten Sekunde noch den entscheidenden Treffer erzielen!!!

    Was haben wir da schon für tolle Momente erlebt: Im Europapokal-Endspiel in den 60ern, als ein von einem Wadenbeinbruch gehandicapter Wolfgang Weber in der letzten Minute das Tor erzielte, das den Münzwurf überflüssig machte, im Halbfinale gegen Schalke 04, als wir ein Endlos-Elfmeterschießen durch den entscheidenden Strafstoss, geschossen von Geissbock Hennes, ins Finale einzogen, wo wir Bayern München mit 12:0 besiegten, im Pokalendspiel Anfang der 70er, als sich Günther Netzer selbst einwechselte, um eine Eigentor zu machen, im Rückspiel gegen Nottingham Forest, wo Gerd Strack als Mittelstürmer in 5 Minuten 3 Tore nach Eckbällen erzielte – alle diese Geschichten sind unvergessen.

    Auch die Integration von Alt-Internationalen gelangt beispielhaft, es sei nur die ruhmreiche Präsidentschaft von Wolfi und diese fantastische Vizepräsidentschaft von Toni erinnert.

    Erst zuletzt kam es wirklich darauf an, und der FC …. hat geliefert. Freiburg führte kurz vor Schluss 2:1, da schlug ein Schuß von Thielmann knallhart ein, und obwohl der Schiedsrichter erst ein Handspiel gesehen hatte, korrigierte er nach Inspektion der Videoaufnahmen diese krasse Fehlentscheidung, wofür er vom DFB tags darauf ausdrücklich gelobt wurde, und dann machte Simon Terodde, den Horst Heldt wohlweislich behalten hatte, weil Stürmer sich schon mal verletzen können, vor allem schwedische Stürmer mit Kniearthrose, den entscheidenden Kopfball zu verdienten 3:2 machte, der den FC – vergleichbar mit Mainz – frühzeitig von allen Sorgen befreite und den Fans nach den vielen tollen Jahren seit dem ersten Abstieg, den der FC nutzte, um eine junge Mannschaft aufzubauen, die seitdem regelmäßig international vertreten ist, endlich diese Seuchensaison abhaken ließ.

    Ich bin so stolz, Fan dieses Winner-Vereins zu sein, und am Samstag wird für diese ruhmreiche Geschichte ein weiteres unvergessliches Kapitel geschrieben, da bin ich mir ganz sicher!

    moderated

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