Noah Katterbach (li.) im Duell mit Sebastian Andersson. (Foto: Bucco)

Katterbach im Tief: Warum findet der Youngster nicht in die Spur?

Drei Pflichtspiele hat Noah Katterbach in dieser Saison für den 1. FC Köln bestritten. In der Regionalliga West. Die Profis sind für den 20-jährigen aktuell weit weg. Zwar trainiert der Linksverteidiger bei seiner Mannschaft unter Steffen Baumgart. Doch das Eigengewächs läuft den eigenen Ansprüchen und den Erwartungen des Klubs weit hinterher. Warum kommt das Talent nicht in die Spur?

Köln – Wenn die Profis des 1. FC Köln am Samstag um 15.30 Uhr gegen den VfL Bochum antreten werden, wird Noah Katterbach erneut fehlen. Der 20-jährige wird bereits anderthalb Stunden zuvor im Regionalliga-Spiel der U21 gegen den KFC Uerdingen auflaufen. Franz-Kremer-Stadion statt Müngersdorf – zum vierten Mal in Folge heißt es für Katterbach U21 statt FC-Profis.

Ich bin nach der Corona-Pause in ein Loch gefallen

Für den Linksverteidiger ein herber Schritt zurück in seiner Entwicklung, die im Oktober vor zwei Jahren unter Achim Beierlorzer begonnen hatte. Nach monatelang starken Leistungen atmeten die Verantwortlichen am Geißbockheim durch, als Katterbach im Mai 2020 seinen Vertrag verlängerte und sich bis 2024 an den FC band. Das Problem: Mit der Verlängerung seines Kontrakts fiel Katterbach in ein Loch.

„Nach der Corona-Pause bin ich gefühlt in ein Loch gefallen“, gestand der Youngster gegenüber dem Express im Oktober 2020 ein. „In Spielen und auch im Training habe ich mich nach falschen Entscheidungen zu sehr hinterfragt. Vieles war Kopfsache. Da will ich mich jetzt wieder rauskämpfen und ich finde, dass ich auf einem guten Weg bin.“ Das ist nun aber bereits zehn Monate her, und auch unter Steffen Baumgart mit einer neuen Spielidee, neuen Trainingsmethoden und neuer Motivation für den gesamten Klub läuft es bei Katterbach noch nicht wieder gut. Im Gegenteil.

So erklärt Baumgart Katterbachs Situation

„Wir haben mit ihm ein Gespräch geführt und ihm gesagt, was uns gefällt und was nicht“, erklärte Baumgart am Donnerstag die Situation des 20-jährigen. „Ich sehe ihn aktuell nicht in der ersten Elf und auch noch nicht auf dem Niveau, dass ich ihn jederzeit bringen würde. Die Frage ist: Was macht man dann mit einem so jungen Spieler? Er hat hier lange Zeit sehr gute Leistungen gebracht und ist in ein kleines Loch gefallen.“ So kommt es, dass Katterbach seit Mitte August die Spiele für die U21 bestreitet, erst auf Schalke, denn gegen Lippstadt und am Mittwoch in Oberhausen, wo er allerdings nicht seinen besten Tag erwischte.

Über die Regionalliga soll sich Katterbach wieder die Sicherheit erarbeiten, die ihm aktuell für sein Spiel fehlt. Zudem soll er über Spielpraxis an seiner körperlichen Fitness arbeiten. Denn Baumgart sagte auch: „Wir sehen Verbesserungsmöglichkeiten im athletischen Bereich und im spielerischen Bereich. Daran arbeiten wir.“ Dazu werten Baumgart und sein Trainerteam auch die Leistungen des Linksverteidigers bei der U21 aus, ein Trainer soll, wenn möglich, bei diesen Spielen auch vor Ort sein, um sich den Youngster persönlich anzuschauen.

Aktuell sehe ich ihn nicht als Alternative

„Wir sind mit ihm im Austausch, um ihn dahin zu bringen, dass er wieder eine Alternative wird“, sagte Baumgart. Doch das scheint noch weit weg. „So sehe ich ihn aktuell noch nicht, aber das bespreche ich auch klar mit ihm.“ Katterbach muss derzeit den bislang härtesten Test in seiner Karriere bestehen. Der 20-jährige muss an sich arbeiten, sich verbessern, ein Tief durchschreiten, das ihn derzeit nicht einmal in die Nähe einer Kader-Nominierung bringt. Keine einfache Situation, zumal mit Jannes Horn sein eigentlicher Konkurrent hinten links verletzt fehlt und Katterbach trotzdem keine Chance auf Spielzeit hat.

Gleichzeitig ist es auch für Baumgart dessen erste Bewährungsprobe, einen jungen Spieler wieder in die Spur zu führen. Der FC-Trainer weiß um den Stellenwert, den der Youngster am Geißbockheim und auch in der Fan-Szene als Eigengewächs und jungen Gesicht für die Zukunft des FC hat. Sein Trainerteam ist gefordert, die Talente des Eifeler Jungen wieder zu wecken.

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