1. FC Köln vs. Holstein Kiel, Relegationsspiel, 26.05.2021, 18.30 Uhr, von links: Alexander Wehrle (1. FC Köln), Werner Wolf (1. FC Köln), Bild: Herbert Bucco

FC-Deal mit Topteam: Trainingslager künftig in Japan?

Der 1. FC Köln hat einen wichtigen Schritt in seiner Internationalisierungs-Strategie vollzogen. Die Geißböcke gaben am Mittwoch die Kooperation mit dem japanischen Erstligisten Sanfrecce Hiroshima bekannt. In den kommenden zweieinhalb Jahren will der FC mit dem dreimaligen Meister der J-League zusammenarbeiten. Gut möglich, dass in diesem Zuge der FC zu einem Trainingslager nach Japan reisen wird.

Köln – Der Vorstand des 1. FC Köln hatte im Zuge seiner Sieben-Jahres-Strategie “FC-Matchplan” den japanischen Markt als Ziel der Vermarktungsstrategie ausgegeben. Nachdem erste Projekte in diesem Jahr angelaufen waren, konnte nun ein wichtiger Durchbruch erzielt werden: die Kooperation mit einem japanischen Top-Klub.

Ausbildung von Spielern, Trainern und Scouts

Hiroshima wurde in den vergangenen zehn Jahren dreimal japanischer Meister, einmal Vizemeister und einmal Dritter. Sandrecce, in dessen Jugendakademie einst der FC-Verteidiger Tomoaki Makino ausgebildet worden war, liegt in der laufenden Saison zwar nur auf Rang elf, gilt aber als einer der Klubs mit den besten Nachwuchs-Programmen des Landes.

Der FC und Hiroshima wollen “in den Bereichen Sport und Management” einen Wissensaustausch herbeiführen, wie es in der Kölner Vereinsmeldung hieß. Dazu sollen unter anderem Trainerschulungen, Trainingslager und Scouting-Maßnahmen in Japan und Deutschland gehören. Der FC hat in der Vergangenheit bereits ein Trainingslager in Florida/USA absolviert sowie eine Post-Season-Reise nach China. Nun könnten die FC-Profis künftig auch in Japan aufschlagen.

Die Bekanntheit des FC im asiatischen Raum steigern

“Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem deutschen Traditionsverein 1. FC Köln eine Vereinbarung über eine vielseitige Kooperation unterzeichnet haben. Sanfrecce Hiroshima hat sich zum Ziel gesetzt, der beste Verein in Japan für die Ausbildung von jungen Fußballtalenten zu sein”, erklärte Shingo Senda, Präsident und CEO von Sanfrecce Hiroshima.

“Japan ist für uns in vielfältiger Hinsicht ein interessanter Markt”, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. “Wir werden die Kooperation nutzen, um unsere Expertise im Sport- und Managementbereich zu teilen, die Bekanntheit des FC im asiatischen Raum zu steigern und neue Partner zu akquirieren.” Auch Präsident Werner Wolf betonte, die Kooperation solle dem FC “sportlich und wirtschaftlich” weiterhelfen. Schon länger sind die Geißböcke daher auf der Suche nach einem japanischen Großsponsor.

Hirano die einzige Japanerin beim FC

Bereits Anfang 2021 hatten erste Schritte in diese Richtung stattgefunden. In Form virtueller Veranstaltungen mit der Nippon Sport Science University (NSSU), dem Kyoto Fußballverband und der Aioi Highschool hatte sich der FC in seinem Zielland positioniert. “Ziel war es, japanische Trainer und Spieler zu schulen und die fußballerische Ausbildungsqualität der japanischen Partner in Zusammenarbeit mit der 1. FC Köln Fußballschule Heinz Flohe zu erhöhen”, teilte der FC mit.

Eine wichtige Rolle soll auch Yuka Hirano spielen. Die Japanerin spielt seit zwei Jahren für die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln und ist aktuell die einzige Vertreterin ihres Landes beim FC. Der letzte Japaner bei den FC-Profis war Yuya Osako, der 2017 den Klub verließ. Ob Lukas Podolski künftig in dieses Projekt eingebunden werden soll, wurde noch nicht bekannt. Der Ex-Nationalspieler spielte bekanntlich für Vissel Kobe.

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