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Generalprobe: U19-Pleite gegen Viktoria nach 3:0-Führung


Eine Woche vor dem Start der A-Junioren-Bundesliga hat die U19 des 1. FC Köln eine kuriose Generalprobe durchlebt. Im Lokalderby gegen Viktoria Köln führte die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck mit 3:0, verlor am Ende aber noch mit 3:4 (3:1). Für den FC traf ein Angreifer, der unter der Woche noch bei den Profis trainiert hatte.

Aus dem Rhein-Energie-Sportpark berichtet Lars Tetzlaff

Die U19 von Trainer Stefan Ruthenbeck musste in der Generalprobe gegen den Liga-Konkurrenten Viktoria Köln auf die FC-Talente verzichten, die derzeit bei den Junioren-Nationalmannschaften weilen: Jonas Urbig, Jens Castrop und Simon Breuer (Deutschland/U19), Justin Diehl und Meiko Wäschenbach (Deutschland/U18) sowie Philipp Wydra (Österreich/U19).

Frühstart und Schmid-Tor

Dennoch war ordentlich Feuer in der Partie eine Woche vor dem Liga-Start. Wer glaubte, dass es ein leichtes Anschwitzen für den Ernstfall geben würde, sah sich getäuscht: Schon beim Aufwärmen ließen die Gäste aus Köln-Höhenberg lautstark erkennen, dass sie heiß auf dieses Test-Derby waren. Der FC zeigte sich davon anfangs jedoch unbeeindruckt.

Nach einem gut vorgetragenen Konter und einer starken Einzelleistung brachte Mittelstürmer Namory Noel Cisse die Gastgeber früh mit 1:0 in Führung (4.). Im Anschluss hatte die Viktoria mehr Spielanteile, die U19 des 1. FC Köln, am Samstag durch viele Spieler aus der eigenen U17 unterstützt, stand tief und konterte eiskalt: Winzent Suchanek erhöhte sehenswert auf 2:0 (29.), und als Maximilian Schmid trocken zum 3:0 (40.) vollendete, schien das Spiel entschieden. Schmid hatte noch unter der Woche bei den Profis trainiert und im Testspiel gegen die U21 gespielt.

Ex-FC-Talent leitet die Wende ein

Doch am Samstag erlebte er, dass die U19 der Viktoria trotz des 0:3-Rückstands nicht aufsteckten. Ausgerechnet Ben Hompesch, der erst im Sommer vom FC zur Viktoria gewechselt war und zu den auffälligsten Akteuren auf dem Platz zählte, verkürzte noch kurz vor der Pause zum 1:3 (44.). Damit blies er zur erfolgreichen Aufholjagd. Innerhalb von zehn Minuten (50./53./59.) drehten die weiter leidenschaftlich kämpfenden Höhenberger das Match und siegten am Ende durchaus verdient mit 4:3.

Auch wenn es nur ein Test war und die Leistungsträger nächste Woche wieder dabei sein werden: Beim Auftakt der Bundesliga-Saison auf Schalke (kommenden Sonntag um 11 Uhr) wird das Ruthenbeck-Team ein anderes Gesicht zeigen müssen, um Zählbares mit nach Köln zu bringen.

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