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FC empfängt Jena: Hoffnung auf große Kulisse im Aufsteiger-Duell


Es wird ernst für die Fußballerinnen des 1. FC Köln: Im Duell der Bundesliga-Aufsteiger gegen den FC Carl-Zeiss Jena muss am Sonntag (16 Uhr, Franz-Kremer-Stadion) der erste Saisonsieg her. Es wäre ein Befreiungsschlag für die FC-Frauen und ein Signal im Kampf um den Klassenerhalt. Dabei hoffen die Beteiligten auf eine möglichst große Kulisse.

Köln – 650 Zuschauer lockten die FC-Frauen zum ersten Heimspiel gegen Hoffenheim, gegen Bayern wurde mit karnevalesken 1.111 Zuschauern ein neuer Vereinsrekord aufgestellt. Der kommende Gegner aus Jena hat zwar bei weitem nicht den klang- und reizvollen Namen wie München, doch dafür ist die Bedeutung der Partie um ein Vielfaches höher. Zudem stehen die Chancen diesmal deutlich besser, dass die Fans auch einen Kölner Sieg zu sehen bekommen und so ein Erfolgserlebnis mit ihrem Team feiern können.

Ich gehe von mehr Ballbesitz aus

Und das ist auch das große Ziel für das Team von Trainer Sascha Glass. Verlieren verboten ist die Maxime für das Duell am Sonntag und selbst ein Unentschieden wäre für die Kölnerinnen viel zu wenig. „Wir hatten ein hartes Auftaktprogramm gegen die vier besten Mannschaften Deutschlands. Jetzt freuen wir uns auf Sonntag und wollen den ersten Sieg einfahren“, äußert die Sportliche Leiterin Nicole Bender.

Sascha Glass muss sein Team derweil auf eine andere Art von Spiel einstellen als in den Vorwochen. Gegen Hoffenheim, Frankfurt, Bayern und Wolfsburg war seine Mannschaft in der Außenseiterrolle, das ändert sich nun: „Ich gehe von mehr Ballbesitz aus“, erwartet der Coach entsprechend.

Die Trainingswoche nutzte Glass dafür, seine Mannschaft darauf vorzubereiten. Dabei soll der Schwung aus dem Wolfsburg-Spiel, in dem sich die FC-Frauen phasenweise auf Augenhöhe bewegten, mitgenommen werden. „Die Partie hat uns einen Schritt weitergebracht“, freute sich Glass, „wir dürfen jetzt aber nicht nachlassen.“ Die Gefahr, dass seine Spielerinnen – und sei es auch nur unterbewusst – gegen den weniger namhaften Gegner aus Jena einige Prozentpunkte weniger aus sich herausholen, sehe der Coach nicht: „Wir blicken mit Vorfreude auf das Spiel und jeder von uns kann die Tabelle lesen.“

Ein Ausfall und zwei Fragezeichen

Dort steht Jena derzeit mit zwei Punkten auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Die beiden Zähler sammelten die Thüringerinnen beim SC Sand (0:0) und gegen Bremen (1:1). Einen mauernden Gegner erwartet Glass jedoch nicht: „Sie werden nicht um einen Punkt spielen und das 0:0 halten wollen. Das wird ein offenes Spiel.“ Dies komme seinem Team jedoch auch entgegen, „wenn der Gegner mitspielen will“. Er hoffe, „dass wir uns endlich mal für unsere Leistungen mit drei Punkte belohnen“.

Der FC muss derweil auf Irini Ioannidou verzichten. Der Sommer-Neuzugang ist bisher der Pechvogel der Saison. Zunächst fiel die 30-Jährige wegen Verletzungen aus, Jena wird sie nun krankheitsbedingt verpassen. Dafür ist Jana Beuschlein seit dieser Woche zurück im Training, Eunice Beckmann stieg zudem am Donnerstag wieder ein. Ob beide am Sonntag auch im Kader stehen, ließ Glass offen.

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