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U21 vor Ahlen: Schlax fällt mit Kreuzbandriss monatelang aus


Er ist der Pechvogel der U21 des 1. FC Köln: Die unendliche Verletzungsgeschichte des Luca Schlax hat ein neues Kapitel. In Wegberg zog sich der 21-Jährige einen Kreuzbandriss zu und fällt monatelang aus. Es ist nicht die erste schwere Verletzung. Derweil steht die U21 vor dem Auswärtsspiel am Freitag (19 Uhr) in Ahlen.

Köln – Für Luca Schlax dürfte die Saison mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorbei sein. In Wegberg wurde er nach 18 Minuten ausgewechselt. Die Untersuchung ergab einige Tage später die bittere Diagnose Kreuzbandriss. Die erforderliche Operation hat Schlax bereits hinter sich und die Physiotherapie begonnen. Frühestens in den letzten Partien der laufenden Spielzeit könnte Schlax wieder einsatzbereit sein. Den vollen Fitnesszustand wird er wohl erst zur neuen Saison erreichen.

Ersatz wird wohl nicht verpflichtet

Es ist ein bitterer Rückschlag für Schlax, der sich gerade erst nach einer monatelangen Verletzung zurückgekämpft hatte. Seit dem Oberhausen-Spiel im März plagten ihn Knorpelprobleme im Knie, verhinderten bis zur Sommerpause weitere Einsätze. Im September 2019 brach er sich im Spiel gegen Alemannia Aachen im Südstadion den Knöchel und fiel ebenfalls viele Monate aus. Nun war Schlax endlich wieder auf dem Weg zur alten Form und wurde als Antreiber im defensiven Mittelfeld dringend gebraucht.

Einen Ersatz wolle man nicht verpflichten, verrät Trainer Mark Zimmermann. Zumindest derzeit nicht, wenn das Transferfenster geschlossen ist, denn es kämen ohnehin nur vertragslose Spieler in Betracht. Diese haben – das liegt in der Natur der Sache – jedoch mindestens seit dem Sommer keine Wettkampfpraxis mehr und würden ob ihres Rückstands der U21 in absehbarer Zeit auch nicht weiterhelfen.

Profiabstellungen entscheiden sich kurzfristig

Mit Mischa Häuser wird ein weiterer Spieler zunächst ausfallen, wenn auch nicht so lange wie Schlax. Häuser erlitt im Training eine Bänderverletzung im Sprunggelenk und wird im Oktober wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. In Ahlen kehrt dafür Yusuf Örnek nach seiner Rotsperre zurrück. Auch David Winke steht nach seiner Mandel-OP erneut im Kader. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob er direkt ein Kandidat für die Startelf wird. Vermutlich wird Örnek die Innenverteidigung mit Marius Laux bilden. Sollte Winke fit genug sein, könnte er als dritter Verteidiger hinzukommen und die U21 zur Fünferkette zurückwechseln.

Für Ricardo Henning kommt die Partie in Ahlen noch zu früh, der Innenverteidiger befindet sich aber wieder im Training. Philipp Höffler (Adduktoren-Abriss) und Jae-Hwan Hwang (Überlastung) befinden sich weiterhin im Krankenstand.

Während der Länderspielpause schrumpfte der U21-Trainingskader deutlich zusammen. „Am Montag und Dienstag waren es 14 Feldspieler“, berichtet Zimmermann. Florian Dietz und Meiko Sponsel trainierten mit den Profis. Joshua Schwirten kam, wie auch Marvin Obuz, bei der deutschen U20-Nationalmannschaft am Montagabend in Potsdam gegen Rumänien (4:0) als Einwechselspieler zu einem Kurzeinsatz. Schwirten war am Mittwoch zurück bei der U21, genauso Mathias Olesen nach der Reise mit der luxemburgischen U21. Obuz hingegen trainierte wieder mit den Profis. Ob er, Sava Cestic, Noah Katterbach und/oder Jens Castrop am Freitag mit nach Ahlen fahren, entscheidet sich erst im Laufe des Donnerstags.

Trainingsgast bei den Torhütern

Bei den Torhütern hat die U21 derweil einen Trainingsgast. Da Vincent Friedsam nach seiner Bänderverletzung erst behutsam individuell mit dem Torwart-Coach Denis Jercic aufgebaut wird, hält sich Kevin Harr derzeit beim FC fit und verschafft dem Team somit ausreichend Keeper für das Mannschaftstraining. Harr ist ehemaliger U20-Nationalspieler Südkoreas und stand zuletzt bei Erzgebirge Aue unter Vertrag. Seit dem 1. Juli ist der 21-Jährige vertragslos. Den Kontakt zu Harr stellte Denis Jercic her. Harr füllt damit die Platzhalter-Rolle aus, die in der Saison-Vorbereitung der ebenfalls vertragslose Daniel Mesenhöler innehatte. Eine Verpflichtung sei nicht angedacht.

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