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„Ein typisches Spiel“: U19 erkämpft sich Remis im Derby


Nach dreiwöchiger Pause in der A-Junioren Bundesliga hat die U19 des 1. FC Köln am Samstagvormittag den Nachbarn aus Leverkusen empfangen. Nach einem intensiven Fight über 90 Minuten und zwei Elfmeter-Toren trennten sich beide Teams leistungsgerecht mit 1:1-Unentschieden.

Köln – Nach dem unglücklichen 0:1 gegen Ligaprimus Borussia Dortmund Ende Oktober wartete nach der Länderspielpause der nächste dicke Brocken auf die Ruthenbeck-Truppe. Als bis dato ungeschlagener Tabellendritter reisten die Jungs vom Bayer-Kreuz die wenigen Kilometer in den Kölner Grüngürtel. Während bei den Gästen das spanische Ausnahmetalent Iker Bravo von Beginn an dabei war, musste der FC weiterhin auf Justin Diehl und Kapitän Simon Breuer, der das Match mit Krücken vom Spielfeldrand beobachtete, verzichten.

Tore des Spiels

Auch wenn beide Mannschaften zu einigen guten Chancen kamen: Die Tore des Spiels fielen nach Strafstößen. In der 23. Minute bediente Vladislav Fadeev, der unter der Woche seinen Vertrag beim FC verlängerte, den aufgerückten Rechtsverteidiger Pierre Nadjombe. Mit einer Körpertäuschung düpierte dieser seinen Gegenspieler und konnte nur mit einem Foul im Strafraum gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Philipp „Pippo“ Wydra sicher per Flachschuss ins rechte Eck zur Kölner 1:0-Führung, die auch bis zum Halbzeitpfiff Bestand hatte. Der Ausgleich für die Leverkusener nach der Pause fiel dann ebenfalls vom Elfmeter-Punkt. Im Zweikampf an der Strafraumkante sprang das Spielgerät Innenverteidiger Marlon Monning unglücklich an die Hand. Mittelstürmer Iker Bravo ließ sich die Chance nicht nehmen und bezwang den heute erneut starken Jonas Urbig im Kölner Kasten zum 1:1-Ausgleich (59.).

Duell des Tages

Mit gerade einmal 16 Jahren und 276 Tagen gab Iker Bravo im Bundesligaspiel bei Hertha BSC im Oktober sein Debüt im Profi-Fußball. Im Spiel gegen die Kölner U19 traf der Spanier, der vor der Saison vom FC Barcelona zu Bayer Leverkusen gewechselt war, im direkten Duell auf Innenverteidiger Marlon Monning, der noch einmal fünf Tage jünger ist und eigentlich noch für die U17 des FC auflaufen könnte. Bemerkenswert: Bis auf ein paar kleine Wackler und die unglückliche Aktion, die zum Handelfmeter führte, zeigte Monning ein gutes Spiel. Gemeinsam mit Innenverteidiger-Partner Rijad Smajic wurde Bravo, der sein Potenzial immer wieder andeutete, über weite Strecken der Begegnung in Schach gehalten.

Szenen des Spiels

Auch wenn es aus spielerischer Perspektive schon bessere Matches gab: Das Spiel war ein Kampf auf Biegen und Brechen – mit hoher Laufbereitschaft und intensiven Zweikämpfen auf beiden Seiten. Bester Beweis dafür: Ab Mitte der zweiten Halbzeit mussten sich Spieler beider Teams im Fünf-Minuten-Takt mit Wadenkrämpfen behandeln lassen. Und weil es die Physios nicht immer schnell genug auf den Platz schafften, halfen sich die Spieler unabhängig von der Trikotfarbe gegenseitig wieder auf die Beine.

Das sagte Stefan Ruthenbeck

Unmittelbar nach Spielende äußerte sich Trainer Stefan Ruthenbeck gegenüber dem GEISSBLOG: „Ein Riesenkompliment an meine Jungs! Wie sie sich in das Match reingearbeitet haben, war top. Aber klar, spielerisch hat etwas gefehlt. Das Spiel war nie rund, es gab viele lange Bälle auf beiden Seiten und extrem viele Zweikämpfe. Ein typisches Spiel, wenn viele Spieler zuletzt nicht bei ihrer Mannschaft, sondern auf Länderspielreise waren.“

Zu den Ausfällen von Simon Breuer und Justin Diehl ergänzte er: „Wir müssen bei beiden noch Geduld haben. Justin wird vielleicht wieder beim Heimspiel gegen Mönchengladbach in 14 Tagen im Kader sein können, Simon werden wir in diesem Jahr wohl leider nicht mehr auf dem Platz haben. Aber trotzdem: Solange beide noch verletzt sind, müssen wir uns gerade offensiv andere Lösungen und Muster in unserem Spiel erarbeiten.“

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