Robert Lewandowski erzielt das 0:3. (Foto: IMAGO / Team 2)

Robert Lewandowski erzielt das 0:3. (Foto: IMAGO / Team 2)

Hamburg und Bochum haben keinen Lewandowksi

Der 1. FC Köln will langfristig den Abstand zum FC Bayern München verkürzen. Das hat Steffen Baumgart zum Ziel ausgegeben. Dafür war das 0:4 (0:2) am Samstag der perfekte Anschauungsunterricht. Die Geißböcke müssen sich nicht grämen, sondern wissen mit Blick auf die Englische Woche, was besser laufen muss. Ein Kommentar.

Nicht jede Mannschaft hat einen Robert Lewandowski in ihren Reihen. Das ist wohl die beste Nachricht für den 1. FC Köln nach dem 0:4 gegen den FC Bayern. Die Münchner nutzten in Person ihres Weltklasse-Stürmers die Räume perfekt aus, die die Kölner ihnen boten. Dreimal knipste der Pole, auch weil Edel-Vorbereiter Leroy Sané und Thomas Müller ebenfalls die Besten ihres Fachs sind.

Steffen Baumgart meinte sicherlich nicht nur das Fußballerische, in dem die Geißböcke auf den Rekordmeister aufholen wollen. Doch auf dem Rasen allein gab es genügend Anschauungsmaterial. Der große Unterschied am Samstag lag in der individuellen Klasse, in dem Ausnutzen der gegnerischen Fehler einerseits und in der Effizienz des eigenen Handeln andererseits.

Taktisch richtig, individuell fehlerhaft

Denn der 1. FC Köln hätte die Bayern an diesem Tag ärgern können. Nach einem 0:4 klingt dies seltsam, doch das Spiel hätte es hergegeben. Das Abseitstor von Mark Uth war Pech, die vergebenen Großchancen direkt vor der Pause und in der zweiten Halbzeit jedoch die Folge mangelnder Konzentration, fehlender Konsequenz und womöglich der letzten Portion Überzeugung, von der ein Spieler der Marke Lewandowski im Überfluss hat.

Hinten machte es Köln den Bayern mitunter zu einfach, doch fast zu jeder Zeit der Partie kam der FC zu eigenen guten bis hervorragenden Torchancen. Und das ist auch die positive Nachricht für den FC. Taktisch bot die Baumgart-Elf eine Vorstellung, wie man sie sich selbst gegen einen nominell um Längen besser besetzten Gegner wünscht. Ja, die Geißböcke ließen defensiv einiges zu. Doch wer es gegen die Bayern nicht selbst in der Offensive versucht, hat bekanntlich von vorne herein verloren.

Chancen herausspielen vs. Chancen verwerten

Mit Blick auf die Englische Woche im DFB-Pokal und in der Liga müssen sich die Geißböcke ob des 0:4 gegen den FC Bayern nicht grämen. Der Hamburger SV und der VfL Bochum sind Gegner anderer Kaliber – ohne Lewandowski, Sané oder Müller. Dennoch wissen die Baumgart-Mannen: Auch gegen solche Gegner braucht es eine bessere Chancenverwertung. Dass sich der FC diese gegen jeden Gegner herausspielen kann, hat er am Samstag gezeigt. Dass er sie auch verwerten kann, muss er in den nächsten Spielen wieder beweisen.

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