Der FC verliert gegen die Bayern mit 0:4. (Foto: IMAGO / MIS)

Der FC verliert gegen die Bayern mit 0:4. (Foto: IMAGO / MIS)

Klare Bayern-Pleite: FC lässt seine Chancen liegen

Der 1. FC Köln hat den ersten Sieg gegen den FC Bayern München nach elf Jahren verpasst. Die Geißböcke kassierten am 19. Spieltag eine 0:4 (0:2)-Heimniederlage und mussten sich nach drei Siegen in Folge wieder geschlagen geben. Die Mannschaft von Steffen Baumgart geriet bereits nach neun Minuten in Rückstand und vergab danach die sich bietenden Torchancen, um wieder ins Spiel zu finden.

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Lars Tetzlaff

Die Chancen auf die Chance waren da: Der 1. FC Köln wollte den FC Bayern besiegen. Steffen Baumgart hatte seiner Mannschaft, die unverändert zum Sieg in Berlin antrat, offensiv eingestellt. Und trotz eines frühen Rückstands erspielten sich die Geißböcke mehrere Großchancen, um den Rekordmeister zu ärgern. Doch vorne fehlte am Samstag die Effizienz, hinten dagegen fanden die Kölner in Robert Lewandowski den Lernmeister.

Moment des Spiels

In der 9. Minute war es bereits geschehen. Der 1. FC Köln hatte eigentlich gerade den Ball in der gegnerischen Hälfte gewonnen. Modeste ließ für Duda liegen, doch dieser, statt auf den Flügel zu verlagern, ging ins Dribbling und verlor gegen Tolisso den Ball. Die Bayern konterten, Kilian konnte taktisch nicht mehr foulen und am Ende stand Lewandowski komplett alleine vor Schwäbe und verwertete problemlos zum frühen und unnötigen 0:1.

Die Tore

In der 25. Minute fiel bereits die Vorentscheidung. Kainz verlor in der gegnerischen Hälfte den Ball. Auf der Gegenseite ging Hector weder gegen Tolisso noch gegen Müller in den Zweikampf und Tolisso jagte die Kugel aus 16 Metern zum 0:2 in den Torwinkel – keine Chance für Schwäbe. Die Geißböcke hätten zu diesem Zeitpunkt also ein Wunder wie am 5. Februar 2011 gebraucht, als man in Müngersdorf aus einem 0:2 ein 3:2 gemacht hatte.

Zumindest gab es die Hoffnung aus dem Hinspiel, als die Kölner zwischenzeitlich ein 0:2 aufgeholt hatten. Und tatsächlich: In der 31. Minute klingelte es im Bayern-Kasten. Kainz drehte sich im Zentrum perfekt, passte in den Lauf von Uth und dieser ließ Neuer keine Chance. Alleine: Uth hatte knapp im Abseits gestanden. Und weil der FC vor der Pause zwei Großchancen liegen ließ (44./45.+1), ging es mit einem 0:2 in die Pause.

Nachdem die Geißböcke in der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit den Druck erhöhten, zog der FC Bayern dem FC durch Lewandowski und den eingewechselten Leroy Sané den Stecker. Gerade hatte Uth nach Thielmann-Flanke um Zentimeter am Tor vorbeigeköpft, fiel das 0:3, zwölf Minuten später das 0:4. Zwei im Aufbau unterschiedliche, auf den letzten 30 Metern ab nahezu identische Treffer: Sané stecke jeweils halblinks durch zu Lewandowski, jeweils hob Hübers das Abseits auf und jeweils war Schwäbe im Eins-gegen-Eins gegen den Weltklasse-Torjäger geschlagen (62./74.). Das Spiel war gelaufen.

Fazit

Die vergebene Doppelchance in der 69. Minute war sinnbildlich für diesen Tag beim FC. Erst scheiterte Ljubicic per Schuss an Neuer, dann köpfte Modeste aus fünf Metern über die Querlatte. Als dann auch noch Hübers eine Minute vor dem 0:4 einen Kainz-Eckball an die Latte köpfte, war klar: Nein, an diesem Tag sollte es einfach nicht sein. Gleichzeitig zeigten auch diese Torchancen: Der 1. FC Köln hätte zahlreiche Gelegenheiten gehabt, die Bayern zu ärgern. Alleine, der FC nutzte sie nicht und wurde hinten eiskalt bestraft.

Die Defensivarbeit war in den entscheidenden Momenten nicht gut genug, sodass Lewandowski viermal völlig frei vor Schwäbe auftauchen konnte. Dreimal klingelte es. Am Ende war es daher ein klarer und verdienter Sieg des Tabellenführers und für den FC die verpasste Chance sich weiter oben festzusetzen. Nichts desto trotz war der Auftritt dem Ergebnis nicht entsprechend, sodass die Kölner schon am Dienstag im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV zeigen können, dass was gegen einen Gegner möglich ist, der keinen Robert Lewandowski im Kader hat.

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