Joker Modeste: Der Franzose jubelt über sein Siegtor gegen Frankfurt. (Foto: IMAGO / Kraft)

Joker Modeste: Der Franzose jubelt über sein Siegtor gegen Frankfurt. (Foto: IMAGO / Kraft)

Joker Modeste schießt den 1. FC Köln auf Rang sechs

Es hat ja so kommen müssen: Anthony Modeste hat den 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt zum 1:0 (0:0)-Sieg geschossen – als Joker. FC-Trainer Steffen Baumgart hatte in der Startelf noch auf den Franzosen verzichtet. Dann kam der 33-jährige nach einer Stunde und traf in der 84. Minute zum Siegtreffer. Die Geißböcke sprangen mit nun 35 Punkte vorübergehend auf Platz sechs in der Bundesliga.

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Vor dem Anpfiff sorgte Steffen Baumgart für eine Überraschung: Der wiedergenesene Anthony Modeste saß gegen Eintracht Frankfurt nur auf der Bank, ebenso der Leipziger Joker-Torschütze Tim Lemperle. Der zuletzt schwache und kritisierte Sebastian Andersson dagegen bekam eine neue Chance in der Anfangsformation. Darüber hinaus entschied sich Baumgart für drei Wechsel: Timo Horn kam für den Corona-infizierten Marvin Schwäbe, Mark Uth für Ondrej Duda und Dejan Ljubicic für Jan Thielmann.

Moment des Spiels

Es lief die 84. Minute – und es kam, wie es nicht anders hätte kommen können: Anthony Modeste, der zunächst auf der Bank geschmort hatte, setzte zur Jubelbrille an. Was war passiert? Ein Einwurf von Benno Schmitz landete bei Mark Uth. Der wollte eigentlich zu Ellyes Skhiri ablegen. Das misslang zwar, doch der Tunesier setzte nach und störte seinen Gegenspieler derart, dass dessen Rückpass im Lauf von Modeste landete. Und eine solche Chance lässt sich der Franzose eben nicht nehmen. Vor Kevin Trapp blieb der Mittelstürmer eiskalt und tunnelte den Frankfurter Torhüter. Das 1:0 und sein 15. Saisontreffer!

Die weiteren Torchancen

In der ersten Halbzeit erspielte sich der 1. FC Köln zahlreiche vielversprechende Situationen vor dem gegnerischen Tor. Doch dabei heraus kamen nur drei nennenswerte Abschlüsse – zwei davon jedoch echte Großchancen. In der 17. Minute spielte sich der FC über Kainz und Hector in den Strafraum. Der FC-Kapitän flankte rutschend in die Mitte. Anderssons Ballannahme landete bei Ljubicic, und der Österreicher konnte aus zwölf Metern freistehend abziehen. Sein Schuss war aber zu zentral, sodass Trapp parieren konnte.

In der 26. Minute machte Andersson dann erstmals selbst auf sich aufmerksam. Der Schwede drehte sich im Strafraum um seinen Gegenspieler. Der Winkel wurde aber spitz, sodass Trapp den Schuss des 30-jährigen parieren konnte. Doch die anschließende Ecke brachte den nächsten Hochkaräter. Uth fand per Flanke Özcan am langen Pfosten. Doch dessen Kopfball, freistehend aus sechs Metern, landete neben dem Tor.

Auf der anderen Seite hatte es bereits nach neun Minuten eine Schrecksekunde gegeben. Kilian hatte den Ball an der Seitenlinie verloren. Lindström zog in den Strafraum, legte in den Rückraum – und Rode hatte das fast leere Tor vor sich. Doch Hector rettete vor Horn vor der Torlinie und konnte den frühen Rückstand verhindern.

Fazit

Timo Horn musste bei seinem Comeback seit November 2021 keine einzige Großtat zeigen, einzig in der Nachspielzeit einmal am kurzen Pfosten zur Stelle sein. Das zeigte: Der 1. FC Köln hatte die Eintracht fast über die gesamte Spielzeit im Griff. Die Geißböcke gewannen völlig verdient und konnten sich einmal mehr auf ihren Torjäger verlassen.

Damit hat der FC nicht nur den Sprung auf Rang sechs geschafft, sondern auch sein Saisonziel praktisch erreicht. 13 Punkte Vorsprung auf Rang 16, 16 Punkte vor Rang 17 – wenn beim FC nach 23 Spielen ernsthaft noch jemand vom ersten Ziel Klassenerhalt redet, dann hat das mit der Realität nichts mehr zu tun. Der 1. FC Köln spielt, Stand 19. Februar 2022, um Europa mit.

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