Sheraldo Becker gegen Luca Kilian. (Foto: IMAGO / Koch)

Sheraldo Becker gegen Luca Kilian. (Foto: IMAGO / Koch)

Hector patzt: Schwacher FC verpatzt Keller-Debüt

Der 1. FC Köln kann in der Bundesliga einfach nicht beim 1. FC Union Berlin gewinnen. Die Geißböcke verloren am 28. Spieltag an der Alten Försterei das Sportchef-Debüt von Christian Keller mit 0:1 (0:0). Das Tor des Tages durch Taiwo Awoniyi war die Folge eines kolossalen Aussetzers von Jonas Hector. Dass der FC selbst nicht traf, war nicht nur die Folge des kurzfristigen Ausfalls von Anthony Modeste. 

Aus dem Stadion der Alten Försterei berichtet Marc L. Merten

Steffen Baumgart – bei seiner alten Liebe, Union Berlin. Anthony Modeste – kurzfristig erkrankt. Christian Keller – an seinem ersten Arbeitstag als neuer FC-Sportchef gleich auswärts mit dabei. Dazu tatsächlich die Rückkehr der Ultras des 1. FC Köln in der Bundesliga seit Ausbruch der Pandemie vor über zwei Jahren. Dieser Abend in Köpenick bot so vieles, doch das Wichtigste waren die drei Punkte, die die Geißböcke erstmals in der Bundesliga aus der Alten Försterei entführen wollten.

Moment des Spiels

In der 49. Minute leistete sich ausgerechnet Jonas Hector einen kompletten Black-out. Timo Hübers hatte gerade erst einen Ball an der Seitenlinie abgelaufen und zu Hector geklärt. Da passte der FC-Kapitän den Ball unbedrängt in die Mitte des Kölner Strafraums. Wen er da gesehen hatte, wusste er nur selbst. Denn dort stand einzig Taiwo Awoniyi, der das Geschenk dankbar annahm und alleine vor Marvin Schwäbe zum 0:1 verwandelte.

Die weiteren Chancen

In der ersten Halbzeit begannen die Geißböcke stark, pressten die Unioner hinten rein, gewannen zahlreiche Bälle in der gegnerischen Hälfte und kamen zu ersten Chancen. Doch Union kämpfte sich in die Partie und machte es dem FC so unangenehm wie möglich. Die besten Chancen der ersten Hälfte hatten Uth (per Kopf) und Hector per Rechtsschuss sowie Becker aus spitzem Winkel.

Nach der Pause fehlte es der Mannschaft von Steffen Baumgart an den spielerischen Mitteln, um gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Die Geißböcke kamen in den zweiten 45 Minuten kein einziges Mal (!) zu einer echten Torchance, und so brauchte Union einzig Hectors Aussetzer, um die drei Punkte in Köpenick zu behalten.

Fazit

Wer ein Lehrbeispiel braucht, wie es aussieht, wenn eine Mannschaft einer anderen den Schneid abkauft und diese komplett entnervt, dann konnte man es am Freitagabend in Berlin beobachten. Union bekam in den Anfangsminuten kein Bein auf den Boden. Doch dann waren es einfachste Mittel, mit denen die Eisernen dem FC den Zahn zogen: giftige Zweikämpfe und lange Bälle. Die Geißböcke waren irgendwann nur noch am Lamentieren, mit sich, dem Schiedsrichter und dem Spiel unzufrieden. Genau das wollte Union, und erreichte es.

Der FC kam in der zweiten Halbzeit nicht einmal mehr in die Nähe einer Großchance. Heim-Keeper Rönnow sah sich keinem einzigen Torschuss ausgesetzt. Es war offensiv eines der schwächsten Spiele der Geißböcke in dieser Saison.

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