Sascha Glass kann beim letzten Saisonspiel nur als Zuschauer dabei sein. (Foto: Bucco)

Sascha Glass kann beim letzten Saisonspiel nur als Zuschauer dabei sein. (Foto: Bucco)

Nach Platzverweis gegen Sand: Glass nur Zuschauer beim Saison-Abschluss

Wieder einmal wurde dem 1. FC Köln die Chance auf dem Silbertablett serviert: Nach der Leverkusener 0:3-Pleite gegen München hätten die FC-Frauen mit einem Dreier beim SC Sand die neue Nummer eins am Rhein werden können. Es folgte jedoch ein über weite Strecken zu behäbiger Auftritt, der in die 0:1-Niederlage mündete.

Der Kölner Trainer Sascha Glass war insbesondere mit dem Auftritt seines Teams in der ersten Hälfte unzufrieden: „Da waren wir nicht so bissig“, ärgerte sich der Coach, „Sand hat in jeden Zweikampf alles hineingeworfen. Wir hatten viele einfache Abspielfehler, uns haben ein paar Prozentpunkte gefehlt.“ Mangelnde Einstellung wollte der Trainer seinen Spielerinnen jedoch nicht attestieren: „Niemand ist es zu leichtfertig angegangen.“

Dabei musste Glass am Tag vor dem Spiel noch improvisieren: Mit Myrthe Moorrees (muskuläre Probleme) und Amber Barrett (erkrankt) fielen zwei Spielerinnen kurzfristig aus. Sharon Beck war schon in der Woche vor dem Spiel angeschlagen und trainierte nur dosiert. „Bei ihr werden wir auch kein Risiko mehr eingehen“, verriet Glass. Die israelische Nationalspielerin wird damit auch am letzten Spieltag zuhause gegen Freiburg am Sonntag nicht mehr zum Einsatz kommen. Die Reaktion der FC-Frauen nach dem 0:1-Rückstand stimmten den Coach allerdings milde: „Mit den letzten 30 Minuten kann man zufrieden sein. Einen Punkt hätten wir am Ende locker mitnehmen können.“

Zweiter Platzverweis als FC-Trainer

Glass sah in der Nachspielzeit noch die Gelb-Rote Karte, nachdem er sich über eine Freistoß-Entscheidung gegen sein Team und die Gelbe Karte für Peggy Kuznik lautstark echauffierte. „Das war niemals ein Foul“, ärgerte sich Glass, betonte aber zugleich: „Ich habe niemanden beleidigt. Es gab die beiden Gelben Karten für Kleinigkeiten.“ Für Glass war es der zweite Platzverweis als FC-Übungsleiter. Im Mai 2020 sah er die Rote Karte gegen den 1. FFC Frankfurt.

Am Sonntag gegen Freiburg darf der gesperrte Trainer sein Team nicht coachen und sich nicht im Innenraum aufhalten. Einmal mehr wird daher die Co-Trainerin Mirella Junker an der Seitenlinie das Kommando übernehmen. Schon beim vorherigen Heimspiel gegen Bremen (1:1) stand Junker im Rampenlicht, vertrat den seinerzeit aus privaten Gründen abwesenden Glass. Diesmal werde Glass aber auf der Tribüne sitzen, verriet der frisch gebackene Vater von Zwillingen. Das Coaching von der Tribüne oder technische Hilfsmittel sind dem Trainer dabei jedoch nicht erlaubt. 

Vor dem Saison-Abschluss am Sonntag testen die FC-Frauen am Mittwoch in Düsseldorf über zweimal 30 Minuten gegen den Regionalligisten Borussia Mönchengladbach. Nach dem Freiburg-Spiel am Sonntag erhält das Team drei freie Wochen, ehe die Spielerinnen anhand individueller Trainingspläne langsam wieder einsteigen. Am 10. Juli startet schließlich die gemeinsame Vorbereitung ins zweite Bundesliga-Jahr in Folge. 

FC U20 feiert Meisterschaft und spielt um Aufstieg

Derweil hat sich die U20 des 1. FC Köln die Meisterschaft in der Regionalliga West gesichert. Die FC-Frauen treffen in den Aufstiegs-Playoffs auf den Südwest-Meister 1. FC Saarbrücken. In Hin- und Rückspiel kämpfen die Kölnerinnen um den Aufstieg in die zweite Bundesliga. 

Die ersten beiden Teams in den obersten Ligen – das wäre am Geißbockheim kein Novum. Schon 2017/18 spielte der 1. FC Köln II in der zweiten Liga. Ein gutes Omen war dies freilich nicht: Am Saisonende stiegen beide Teams sportlich aus ihren Spielklassen ab.

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