Künftig Teamkollegen: Emre Can und Anthony Modeste. (Foto: Bucco)

Künftig Teamkollegen: Emre Can und Anthony Modeste. (Foto: Bucco)

Wechsel perfekt: Mit diesen Worten verabschiedet sich Modeste vom FC

Jetzt ist es offiziell: Anthony Modeste verlässt zum zweiten Mal nach 2017 den 1. FC Köln. Ein Jahr vor Vertragende zieht es den Angreifer zu Borussia Dortmund. Dort hat der Franzose einen Einjahresvertrag unterschrieben.

Am Montag fuhr der 34-Jährige um 11 Uhr in Dortmund vor, um die obligatorischen Medizincheck zu absolvieren. Im Anschluss daran unterschrieb der Angreifer ein Einjahresvertrag beim BVB, um den an Hodenkrebs erkrankten Sebastian Haller vorübergehend zu ersetzen. Für die eine Saison soll Modeste dem Vernehmen nach mit einem Jahresgehalt von rund sechs Millionen Euro entlohnt werden. Das ist immerhin ein Drittel mehr, als er bis zu seinem Vertragende beim FC erhalten hätte.

Die Geißböcke bekommen ihrerseits fünf Millionen Euro für den Angreifer. Eine Summe, die für den FC im Vorfeld unverhandelbar gewesen war. Eine vergleichbare Summe hatte Borussia Dortmund in diesem Sommer bereits schon für Salih Özcan an den FC überwiesen. Zusätzlich zu dem Wechsel von Steffen Tigges in die Domstadt, haben die beiden Vereine mit dem Modeste-Deal nun schon den dritten Transfer in diesem Sommer über die Bühne gebracht.

Das sagen Keller und Modeste

“Mit Tony war vereinbart, dass wir offen sprechen, wenn es ein für ihn interessantes Angebot geben sollte. Im persönlichen Gespräch hat er vergangene Woche klar den Wunsch formuliert, dem Angebot des BVB folgen zu wollen. Aus diesem Grund haben wir Transfergespräche mit dem BVB aufgenommen und konnten eine für alle Beteiligten gangbare Einigung erzielen”, berichtete FC-Geschäftsführer Christian Keller im Rahmen der Bekanntgabe von dem Ablauf rund um den Transfer.

Gleichwohl stellte der Sportchef noch einmal die Dienste des Franzosen für den FC heraus: “Unabhängig davon wissen wir um Tonys Stellenwert für unsere Mannschaft und um sein Engagement für den FC. Tony hat Großes für den FC geleistet. Das wird bleiben, darf nicht vergessen werden und dafür sind wir ihm sehr dankbar. Genauso gilt es zu respektieren, dass Tony in Dortmund die sportliche Chance erhält, erstmals in seiner Karriere in der UEFA Champions League zu spielen. Wir wünschen ihm deshalb viel Erfolg, alles Gute und freuen uns auf ein Wiedersehen mit ihm – sei es in unseren Spielen gegen den BVB oder bei anderer Gelegenheit.”
 
Anthony Modeste selbst richtete bei seinem Abschied noch einmal emotionale Worte an seinen Ex-Klub: “Köln wird immer meine zweite Heimat bleiben – ich liebe den Club und die Stadt. Dem FC und Steffen Baumgart, der immer an mich geglaubt hat, bin ich sehr dankbar für die schöne und erfolgreiche Zeit hier. Trotzdem habe ich mich jetzt für einen Wechsel entschieden. Mit dem Angebot des BVB hat sich für mich die in meinem Alter einmalige Chance ergeben, Champions League zu spielen und mich auf höchstem Niveau beweisen zu können. Dem FC, dem Trainerteam und meinen Mannschaftskollegen wünsche ich eine erfolgreiche Saison und bin fest davon überzeugt, dass sie den positiven Weg, den wir im letzten Jahr begonnen haben, fortsetzen.”

Wie viele vielleicht denken, gehe ich nicht wegen des Geldes.

Anthony Modeste

Auf den Social Media-Kanälen verabschiedete sich Modeste am Abend ebenfalls von den FC-Fans und schrieb, dass “bestimmte Gegebenheiten des Fußballs bedeuten, dass man das Schicksal nicht kontrollieren kann.” Zudem beteuerte der Angreifer, immer Anhänger des FC bleiben zu wollen und er gerne auch seine Karriere beim FC beendet hätte. Dabei erklärte er: “Dieser Verein wird für mich immer etwas Besonderes sein. Wie viele vielleicht denken, gehe ich nicht wegen des Geldes. Ich habe große Angebote aus den Golfländern abgelehnt. Ich hatte schon immer den Traum, die Champions League zu erleben, und diese Gelegenheit hat sich mir jetzt geboten. Ich glaube nicht, dass sie noch einmal kommen wird.”

Darum holt der BVB den FC-Star

Bei Borussia Dortmund wird Anthony Modeste zukünftig mit der Rückennummer 20 auflaufen. “Wir hatten uns nach der Analyse der vergangenen Spielzeit bewusst dazu entschieden, einen eher klassischen Stoßstürmer zu verpflichten, der unserem Offensivspiel eine gewisse Körperlichkeit, Kopfballstärke und Torgefahr verleiht”, erklärte auf der anderen Seite Dortmund Sportdirektor Sebastian Kehl. “Vor dem Hintergrund der Erkrankung von Sébastien Haller sind wir froh, dass wir unserem Kader mit Anthony Modeste für die laufende Saison kurzfristig einen solchen Stürmer hinzufügen konnten. Einen gestandenen Profi, der die Bundesliga bestens kennt, der in der vergangenen Saison 20 Tore erzielt hat und der mit seinem Profil genau jene Rolle einnehmen kann, die sich unser Trainer Edin Terzic für den BVB-Fußball vorstellt.”

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