Timo Hübers in Mönchengladbach am Boden. (Foto: Bucco)

Timo Hübers in Mönchengladbach am Boden. (Foto: Bucco)

Einzelkritik: Drei Fünfen und viermal nur knapp besser

Der 1. FC Köln kassiert im Derby bei Borussia Mönchengladbach eine empfindliche Niederlage. Das 2:5 (1:2) war besonders bitter, weil die Geißböcke in der zweiten Halbzeit phasenweise “unter die Räder kamen”, wie Steffen Baumgart es ausdrückte. Entsprechend fallen die Noten und Zeugnisse in der Derby-Einzelkritik aus.

Aus dem Borussia-Park berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Tor & Abwehr

Marvin Schwäbe

Ärmste Sau auf dem Platz! Wurde von Hübers früh übel verschreckt (2.). Musste erstmals gegen Thuram die Beine zusammen bekommen (9.). Dann gegen praktisch alle Gegentore machtlos. Kassierte erstmals als FC-Keeper fünf Stück – und konnte noch nicht mal etwas dagegen unternehmen.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Benno Schmitz

Nach seiner Spielpause gegen Partizan wieder in der Startelf. Nach drei Minuten mit dem ersten guten Flankenlauf, der zu einer Ecke führte. Danach von Stindl übel abgeräumt. Ließ sich zu einfach von Thuram ausspielen (9.). Danach defensiver, im Rückwärtsgang aufmerksam. Nach der Pause mit Problemen auf seiner Seite und extrem schwacher Passquote (35 Prozent). Nach einer Stunde raus.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Luca Kilian

Der Innenverteidiger machte eigentlich eine solide Partie, kam hinten raus aber beiden letzten beiden Gegentoren nicht mehr hinterher. Trotzdem: In Hälfte eins mit einer stabilen Leistung, hinten raus Opfer der Unterzahl.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Timo Hübers

Hatte gegen Partizan 90 Minuten auf der Bank gesessen und Kraft gespart. Begann mit einem kompletten Black-out, als er einen Rückpass an Schwäbe vorbei legte und dann selbst vor der Grundlinie retten musste. Das nahm ihm offenbar die Sicherheit. Am Ball ungewohnt wackelig, brachte seine Mitspieler mehrfach unnötig in Bedrängnis. In den Zweikämpfen dafür aber meist stabil.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Jonas Hector

Der Kapitän schaltete sich zunächst gut in Offensive ein, harmonierte mit Kainz und war an mehreren Angriffen über links direkt beteiligt. Nach dem Platzverweis nur noch defensiv gefragt. Gewann die meisten Zweikämpfe aller Spieler auf dem Feld und hielt gut dagegen. Trotzdem: Sein Fehlpass vor dem 1:3 leitete die Vorentscheidung ein.
GEISSBLOG-Note: 3,5

Kingsley Schindler

Kam in der 40. Minute für den verletzten Ljubicic, konnte aber weder mit guten Flanken noch mit konsequenter Defensivleistung glänzen. Schwach, wie er beim 1:4 von Bensebaini an der Seitenlinie ausgespielt wurde und seinen Gegenspieler dann einfach bis zu dessen Tor laufen ließ. Genauso war beim fünften Gegentor keine Gegenwehr mehr zu sehen. Einzig sein Einwurf vor Huseinbasics Tor blieb positiv in Erinnerung.
GEISSBLOG-Note: 5,0

Mittefeld

Ellyes Skhiri

Der Dauerläufer und Balljäger hatte gegen Belgrad sichtlich gefehlt, sollte aber für Gladbach geschont werden. Im Derby allerdings mit einer seiner schwächeren Leistungen. Zwar läuferisch wieder einmal das Maß aller Dinge, dafür ungewohnt zweikampfschwach. Ging hinten raus mit unter, beispielhaft dafür das vierte und fünfte Gegentor, als er jeweils problemlos überspielt wurde.
GEISSBLOG-Note: 4,5

Dejan Ljubicic

Was für ein bitteres Derby für den letztjährigen Doppel-Torschützen. Beim 1:1 rückte er nicht gegen Friedrich aus. Dafür flankte er vor dem Elfmeter auf Kainz. Wurde dann aber von Bensebaini übel abgeräumt und musste verletzt ausgewechselt werden. Im droht ein längerfristiger Ausfall.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Ondrej Duda

Im Gegensatz zu allen anderen FC-Feldspielern stand Duda in den letzten sechs Spielen immer in der Startelf – er braucht in Baumgarts Augen scheinbar keine Pausen. Der Slowake war gegen Gladbach allerdings kein Faktor. Blieb ohne Torschuss und, als Hectors Fehlpass vor dem 1:3 eigentlich schon ausgebügelt war, verlor Duda den Ball an Stindl, sodass dieser zu seinem Tor kam.
GEISSBLOG-Note: 5,0

Florian Kainz

Der Pechvogel des Derbys! Erst waren es seine Ideen und Vorstöße, ob als Flanken oder Steilpässe, die für Gefahr sorgten, wenngleich nicht für Abschlüsse. Dann holte er den Elfmeter zum 1:1 raus und verwandelte ihn selbst. Jedoch war er es auch, der den Elfmeter zum 1:2 verschuldete und mit Gelb-Rot vom Platz musste. Damit entschied der Österreicher die Partie.
GEISSBLOG-Note: 4,5

Denis Huseinbasic

Kam für Duda und zeigte abermals eine engagierte und freche Leistung. Selbst in dieser schwierigen Partie machte er in einigen Szenen durch gutes Arbeiten wie auch durch Übersicht am Ball auf sich aufmerksam. Kein Wunder, dass ausgerechnet er sich mit dem Tor zum 2:4 belohnte – sein erster Bundesliga-Treffer!
GEISSBLOG-Note: 2,5

Mark Uth

Kam in der 75. Minute für Maina. Bekam kurz vor Schluss noch eine Schusschance mit rechts, der Winkel war aber zu spitz.
GEISSBLOG-Note: keine Note

Angriff

Linton Maina

Der Flügelflitzer erlebte eine Partie, in denen er seine Qualitäten fast nie zur Geltung bringen konnte. Fast alle Offensivaktionen verpufften im Ansatz, blieb ohne Torschuss und ohne Torschussvorlage. Gewann zudem praktisch keine Zweikämpfe. Konnte sich nie durchsetzen und ging eine Viertelstunde vor Schluss vom Feld.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Steffen Tigges

Nach seinem Tor gegen Dortmund wieder in der Startelf. Nach acht Minuten mit der ersten Halbchance per Kopf – dabei blieb es jedoch auch. War auch bei Gleichzahl praktisch nicht ins Spiel eingebunden und fand offensiv nicht statt. Läuferisch fraglos wichtig, aber in der Rolle des Mittelstürmers am Sonntag verloren.
GEISSBLOG-Note: 5,0

Sargis Adamyan

Kam für Schmitz und sollte mit seinem Tempo bei allfälligen Kontern noch einmal für Gefahr sorgen. Das gelang nicht. Adamyan blieb ohne Aktionen.
GEISSBLOG-Note: 4,5

Florian Dietz

Kam beim Stand von 1:3 in einer schwierigen Phase und sollte über das Anlaufen und Festmachen von Bällen in der gegnerischen Hälfte Gladbach noch einmal ärgern. Am Ball aber mit großen Schwächen, sodass Konter über ihn praktisch nicht zustande kamen.
GEISSBLOG-Note: 4,5

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