Die Polizei am RheinEnergieStadion. (Foto: Bucco)

Die Polizei am RheinEnergieStadion. (Foto: Bucco)

Sorgen vor Nizza: Polizei erwartet “Revanche” bei Rückspiel

Nach dem Heimspiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim bereiten sich der Verein, vor allem aber auch die Sicherheitsbehörden auf das nächste Pflichtspiel in Müngersdorf vor. Am Donnerstagabend empfängt der FC in der Conference League OGC Nizza. Nach den Krawallen im Hinspiel befürchten die Polizeibehörden eine “Revanche” in der Domstadt.

Es ist eine Seltenheit, dass ein Präsident des 1. FC Köln zu einer Pressekonferenz der Polizei Köln erscheint. Werner Wolf machte am Montag diese Ausnahme und stand auf dem Podium, als die Behörden ihre Erkenntnisse zum anstehenden Rückspiel zwischen dem FC und OGC Nizza teilten.

Mit seiner Teilnahme machte Wolf auch klar, dass der FC diese Erkenntnisse ernst nimmt. Anhand der Zahlen, die Polizeiführer Martin Lotz im Polizeipräsidium vor den Medien nannte, bleibt den Geißböcken auch nichts anderes übrig: “Wir haben Erkenntnisse, nach denen wir circa 1000 hochaggressive Störer aus beiden Lagern erwarten.”

Auch Personen aus Polen und Italien mit dabei?

Die Hälfte sei dem Kölner Bereich zuzusprechen, inklusive der bekannten Verbindungen nach Dortmund und Essen. Die andere Hälfte ergebe sich nicht nur aus Personen aus Frankreich, sondern auch aus Polen und Italien, unter anderem aus Mailand. “Unisono ist man sich offenbar einig, hier eine Revanche durchzuführen”, sagte Lotz und stellte klar: “Das sind gewaltsuchende Fans.”

Ob tatsächlich so viele gewaltbereite Personen nach Köln kommen werden und ob es tatsächlich zu “Revanche”-Versuchen kommen wird, wird sich wohl bereits am Mittwoch zeigen. Auch in Nizza waren die gewaltbereiten Gruppierungen bereits am Vortag des Spiels aktiv geworden. Daher kündigte Lotz an, dass die Polizei „bereits am Vorabend mit massiver Anzahl an Kräften in der Stadt aktiv und konsequent einschreiten“ werde.

FC bereitet sich auf Hochrisikospiel vor

Lotz warnte die betreffenden Personen, dass die Beamten “mit sehr niedriger Einschreitschwelle vorgehen” würden. Zudem werde man Fan-Märsche weder am Tag vorher noch am Spieltag selbst zulassen und, soweit möglich, rund um das Stadion eine Fan-Trennung herbeiführen. Im Stadion selbst wird es, wie bei Hochrisikospielen üblich, eine Sektorentrennung geben. Man habe gegen alle bislang identifizierten Gewalttätern von Nizza Betretungs- und Aufenthaltsverbote für das Stadion und die Umgebung ausgesprochen.

Der 1. FC Köln ist selbst nur für die Sicherheit im Stadion selbst verantwortlich und wird, das betonte Wolf, diese maximal ausschöpfen. Insgesamt seien 800 Tickets an Fans aus Nizza verkauft worden, der Heimbereich sei ausverkauft. Die Sektorentrennung sowie ein massives Aufgebot an Ordnern soll gewährleisten, dass es im Stadion selbst zu keinen Zusammenstößen zwischen den Fan-Gruppierungen kommt.

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