Die U21 hat schwere letzte Monate hinter sich. (Foto: Bucco)

Die U21 hat schwere letzte Monate hinter sich. (Foto: Bucco)

Anspruch und Wirklichkeit: Die U21 braucht eine Kurskorrektur

Die U21 des 1. FC Köln ist gefangen in einer Negativspirale: Dem Saisonstart am Tabellenende folgte ein kurzes Zwischenhoch mit Platz fünf. Doch es schlossen sich zehn Spiele ohne Sieg und der Fall auf den ersten Nichtabstiegsplatz an. FC-Trainer Mark Zimmermann erhielt eine Jobgarantie. Die Hoffnungen ruhen nun auf der erholsamen Winterpause.

Der Absturz der U21 des 1. FC Köln kam für viele Beobachter unerwartet: Mark Zimmermann hatte das Team seit seinem Amtsantritt im Sommer 2019 aus dem Tabellenkeller geführt und konstant im oberen Drittel der Tabelle gehalten. Auch die kurze Delle zu Saisonbeginn schien beseitigt, als sich das Team mit dem 3:2-Erfolg im Südstadion gegen Wattenscheid zurück auf den fünften Platz schob.

Doch danach ging es umso rasanter bergab: Alle zehn Spiele konnten seither nicht mehr gewonnen werden. Die U21 rutschte auf Platz 15 ab. Ahlen liegt nur einen Zähler dahinter, hat jedoch auch noch ein Spiel mehr als die Kölner in der Hinterhand.

Jobgarantie für Zimmermann

Die Alarmglocken schrillen am Geißbockheim, der Sturz in die Mittelrheinliga droht. Doch muss und will der FC unbedingt verhindern. Den aufstrebenden Talenten aus der U19 sowie insbesondere etwaigen Rekonvaleszenten aus dem Lizenz-Bereich sind Touren in die sportliche Provinz kaum zuzumuten. Dem FC bräche ein wertvoller Baustein in der Nachwuchsförderung weg.

Immerhin: Zimmermanns Ansehen nach den ersten drei Jahren am Geißbockheim ist enorm, Geschäftsführer Christian Keller stellte dem Coach vor Weihnachten eine Jobgarantie aus. Vielmehr sollen die Spieler in der besinnlichen Zeit rund um den Jahreswechsel abschalten, auf andere Gedanken kommen und den Akku wieder aufladen.

FC eigentlich stärker als die Konkurrenz

Am 5. Januar startet die Vorbereitung auf den Rest der Saison. Externe Neuverpflichtungen dürfte es nicht geben, das gibt die Kasse des FC nicht her. Sollte bei den Profis noch ein neuer Stürmer verpflichtet werden, könnte aber das eine oder andere Talent dauerhaft zur U21 rutschen, um Spielpraxis zu sammeln. Dies ist jedoch keine Erfolgsgarantie, konnten doch insbesondere die vielversprechenden FC-Offensiv-Talente bisher wenig bei der U21 überzeugen.

Vielmehr gehört es zur Wahrheit, dass die Qualität des Kaders in diesem Jahr nicht mehr hergibt als den Kampf um den Klassenerhalt. Dennoch gibt es gute Gründe, dass dieser gelingen dürfte, denn die U21 ist letztlich immer noch stärker einzustufen als die Konkurrenten Straelen, Wattenscheid, Ahlen, Bocholt und Düren.

U21 muss ihre Ausrichtung überdenken

In den ersten Wochen des neuen Jahres wird sich entscheiden, wie es mit Zimmermann selbst weitergeht. Der Vertrag des Fußballlehrers endet im Juni. Ein möglicher Nachfolger Zimmermanns, der unlängst auch im Franz-Kremer-Stadion auf der Tribüne saß, ist jedoch aus dem Rennen: Alexander Ende, der bis zum Sommer den Stadtrivalen Fortuna Köln trainierte, übernahm in dieser Woche die U19 von Borussia Mönchengladbach als Coach.

Eine Verlängerung mit Zimmermann käme in Köln durchaus überraschend. Im Sommer muss die U21 Veränderungen vornehmen – ob auf der Trainerposition oder im Kader. Der Kampf gegen den Sturz in die Mittelrheinliga darf nicht noch einmal der Anspruch des 1. FC Köln sein, zumal dieser in der Regel die Entwicklung der Talente hemmt. Ein Verein, der mit der U19 derzeit nach dem Double greift, muss mit der U21 eher an die Dritte als an die Mittelrhein-Liga denken.

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