Markus Rejek ist der dritte Geschäftsführer beim 1. FC Köln. (Foto: IMAGO / pmk)

Markus Rejek ist der dritte Geschäftsführer beim 1. FC Köln. (Foto: IMAGO / pmk)

Neue Strukturen: Dem 1. FC Köln droht der nächste Rechtsstreit

Der 1. FC Köln will sich mit neuen Strukturen professioneller aufstellen. Mit Markus Rejek haben die Geißböcke seit dem 1. November einen dritten Geschäftsführer, der sich hauptsächlich um die Bereiche Vermarktung und Vertrieb kümmern wird. Nicht alle Märkte bedient der Klub dabei aktuell professionell genug.

Drei neue Geschäftsführer hat der 1. FC Köln in einem Jahr kommen sehen. Dieser Umbruch hat automatisch Folgen für die gesamte Struktur der Geißböcke. In einer neuen Serie stellt der GEISSBLOG die einzelnen Geschäftsfelder vor, die nun unter dem Trio Philipp Türoff, Markus Rejek und Christian Keller ausgebaut oder neu entstehen sollen. Teil 3: die Vermarktung.

1. Wer ist Markus Rejek?

Markus Rejek komplettiert beim 1. FC Köln das Geschäftsführer-Trio. Seit dem 1. November verantwortet der 54-Jährige das Geschäftsfeld Marketing & Vertrieb. Zuvor arbeitete Rejek fünf Jahre als Geschäftsführer bei Arminia Bielefeld und war zudem als Marketingleiter bei Borussia Dortmund und dem TSV 1860 München aktiv. Beim 1. FC Köln fallen insbesondere die Geschäftsbeziehungen zu anderen Business-Unternehmen sowie der große Merchandise- und Mitglieder-Bereich in sein Aufgabenfeld. Auch die neu gegründete Werte-AG ist zukünftig Teil von Rejeks Aufgaben.

Rejeks engste Mitarbeiter sind künftig Michael Niedrig und Philipp Liesenfeld, die als Bereichsleiter unter dem Geschäftsführer arbeiten werden. Hinzu kommt insbesondere Alexander Reimann als Teamleiter Infront, dem Vermarktungspartner des 1. FC Köln.

2. Ausvermarktet mit Luft nach oben

Die Verträge mit den Großpartnern laufen in den meisten Fällen noch mehrere Jahre. Rewe (2025), Hummel (2027), Ford (2025), Gaffel (2025) und DEVK (2025) laufen alle mindestens noch zweieinhalb Jahre und geben dem FC finanzielle Sicherheit. Dazu kommen die Telekom (2024), RheinEnergie (2024), bwin (2024) und Stahlwerk (2024), deren Kontrakte zumindest noch nicht sofort verlängert werden müssen. Weil UPS als Logistikpartner wegfiel, kam die DHL als Partner hinzu – allerdings nicht mehr als Exklusivpartner wie zuvor, sondern als Premiumpartner. Dafür rückte Stahlwerk ins Exklusivpaket auf.

Rejek muss bei den Großsponsoren also nicht sofort tätig werden. Auch der Business-Bereich war in den letzten Jahren eigentlich immer ausvermarktet. Jedoch muss der FC den Bereich Merchandising verbessern, in dem es in den letzten Jahren abseits der Trikots große Kritik der FC-Fans gab. Dazu kommt der internationale Markt, auf dem die Geißböcke nun in Japan und den USA erste Schritte gemacht haben. Doch die Erkenntnis heißt auch: Der FC ist für das Ausland noch nicht ansatzweise professionell genug aufgestellt, um diese Märkte bedienen zu können.

3. Der nächste Rechtsstreit

Dass es in der Geschäftsstelle schon länger rumort, ist längst kein Geheimnis mehr. Nicht erst seit der Entlassung von Tobias Kaufmann und dem Streit vor Gericht mit Denis Lapaczinski muss sich der FC immer wieder mit rechtlichen Streitigkeiten öffentlich beschäftigen. Die nächste Runde steht Anfang Januar an: Frank Sahler, seit 2013 Leiter Marketing und Vertrieb beim FC, wehrt sich juristisch gegen seine Kündigung. Man sieht sich vor dem Arbeitsgericht wieder.

Die Personalie ist insofern brisant, als dass Sahler sich auch auf den Posten des Marketing-Geschäftsführers beworben hatte. Am Ende aber bekam Rejek den Zuschlag, Sahler wurde daraufhin im August mitgeteilt, dass sein unbefristeter Vertrag zum 28. Februar 2023 enden soll. Sahler wäre nach Philipp Deipenbrock der zweite Abteilungsleiter im Geschäftsbereich Marketing und Vertrieb, der gehen würde. Denn Deipenbrock war zuvor für den Bereich Service & Vertriebssteuerung verantwortlich und hat den Klub bereits in Richtung Bayer 04 Leverkusen verlassen.

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