„Klare Absicht“: Wartet Keller bei der Stürmer-Suche auf die Urbig-Millionen?

Sportchef Christian Keller und Trainer Gerhard Struber am Mittwochabend beim Mitgliederstammtisch. (Foto: Bucco)
Sportchef Christian Keller und Trainer Gerhard Struber am Mittwochabend beim Mitgliederstammtisch. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln befindet sich weiterhin auf Stürmer-Suche. Nach Rechtsverteidiger Jusuf Gazibegovic und Innenverteidiger Joël Schmied soll noch ein Angreifer kommen. Der bevorstehende Bayern-Transfer von Jonas Urbig könnte Christian Keller neue Möglichkeiten verschaffen.

Die Frage kam später als erwartet, aber sie kam. Während des zweieinhalbstündigen Mitgliederstammtisches, am Mittwochabend in Coloneum, erkundigten sich die anwesenden Anhänger des 1. FC Köln natürlich auch nach dem aktuellen Stand der Stürmer-Suche. Wobei Christian Keller kein wirkliches Update geben konnte.

„Wir planen, noch etwas zu realisieren. Wir würden gerne noch einen Stürmer dazunehmen, um uns in der Breite zu verstärken und dem Trainerteam mehr Optionen zu geben“, sagte der Sport-Geschäftsführer, musste aber ergänzen: „Ob das zu 100 Prozent gelingt und wann es gelingt, kann ich nicht sagen.“

„In vier Tagen oder am 31. Januar“

Die Suche nach einer Alternative zu Tim Lemperle, Damion Downs, Steffen Tigges und Jaka Cuber Potocnik dauert an. „Es kann in vier, fünf Tagen so weit sein. Es kann sein, dass es am 31. Januar so weit ist“, erklärte Keller, und: „Es kann auch sein, dass es gar nicht passiert.“

Wir werden das nur machen, wenn sich alle, die dabei mitentscheiden, einig sind.

Christian Keller

Es sei zwar „die klare Absicht“, einen weiteren Stürmer zu verpflichten, aber nicht auf Biegen und Brechen: „Wir werden das nur machen, wenn sich alle, die dabei mitentscheiden, einig sind, dass dieser Spieler uns etwas gibt, das wir noch nicht haben, und uns im Laufe der Rückrunde helfen kann – ob direkt, am Ende, mittendrin, konstant oder wie auch immer.“ So weit Kellers Ausführungen.

Ein Kandidat, mit dem sich der FC zuletzt beschäftigt hat, ist Holstein Kiels Benedikt Pichler. Bewegung ist in diese Personalie in den vergangenen Tagen nach GEISSBLOG-Informationen allerdings nicht gekommen. Nachdem Pichler am Wochenende – laut Trainer Marcel Rapp nur aus sportlichen Gründen – in Kiels Kader gefehlt hatte, saß er am Dienstag beim 4:2-Coup gegen Borussia Dortmund zumindest wieder auf der Bank.

Erleichtert Urbig-Ablöse die Stürmer-Suche?

Der sich abzeichnende Wechsel von Jonas Urbig zum FC Bayern München (der GEISSBLOG berichtete) könnte Keller bald neue Möglichkeiten verschaffen. Bis zu acht Millionen Euro Ablöse sind im Gespräch. Eine Summe, die die Transferkasse der Geißböcke bei der Fahndung nach einem Stürmer noch einmal auffüllen würde.

 „Es sind zwei Szenarien denkbar“, hatte Keller zuletzt im Interview mit dem Express gesagt: „Es kann sowohl jemand sein, mit dem wir uns für ein halbes Jahr bis zum Sommer in der Spitze verbreitern, als auch einer, der uns über den Sommer hinaus helfen könnte. Ich würde die zweite Variante präferieren, die Wahrscheinlichkeit ist aber nicht allzu hoch, weil gefühlt jeder Verein im Winter einen Neuner sucht. Daher läuft es – Stand jetzt – eher auf das erste Szenario hinaus.“ Sollte sich allerdings doch eine Chance für die präferierte zweite Variante auftun, stünde dem FC womöglich das nötige Geld zur Verfügung.

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