Zwei Testspiel-„Lichtblicke“: Leih-Profi empfiehlt sich für festen Transfer

Torhüter Anthony Racioppi und FC-Trainer Gerhard Struber nach dem Testspiel gegen Verl. (Foto: Bucco)
Torhüter Anthony Racioppi und FC-Trainer Gerhard Struber nach dem Testspiel gegen Verl. (Foto: Bucco)

Zumindest zwei seiner Spieler konnte Gerhard Struber nach dem schwachen Testspiel gegen den SC Verl (1:2) loben. Torhüter Anthony Racioppi und U19-Talent Justin von der Hitz haben beim Trainer des 1. FC Köln einige Pluspunkte gesammelt.

Es war nur ein Testspiel in der Länderspielpause – aber für zwei Akteure des 1. FC Köln durchaus eine besondere Partie: Winter-Zugang Anthony Racioppi, in der Liga die Nummer zwei hinter Marvin Schwäbe, debütierte für die Geißböcke. U17-Weltmeister Justin von der Hitz lief derweil erstmals für die Profis auf. Und beide konnten ihre Chance, auf sich aufmerksam zu machen, nutzen.

Allein Racioppi bewahrte den FC in der ersten Halbzeit vor einem hochgradig peinlichen Rückstand. Ohne einen gut aufgelegten Torhüter hätte sich der Zweitliga-Zweite gegen den Drittliga-Achten nicht über ein 1:4 zur Pause beschweren dürfen. Racioppi entschied unter anderem zwei Eins-gegen-eins-Duelle mit den Verlern für sich.

Struber sieht „ordentliches“ Debüt

„Das war ordentlich. Er hat die Bälle gut abgewehrt“, lobte Gerhard Struber das Debüt des Schweizers, erwähnte dabei auch: „Er hat versucht, die Spieler ins Tempo zu bringen und mitzuspielen.“ Dass seine Vordermänner an diesem erschreckend schwachen Nachmittag nicht mitmachten, stand auf einem anderen Blatt.

Sportchef Christian Keller und Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler, die Racioppi im Winter nach Jonas Urbigs Bayern-Transfer vom englischen Zweitligisten Hull City ausgeliehen hatten, dürften dessen Leistung im Südstadion ebenfalls mit Wohlwollen registriert haben.

FC besitzt Kaufoption für Racioppi

Sollte Stammkeeper Schwäbe im Saisonendspurt nicht ausfallen, wird das Testspiel gegen Verl für Racioppi mit hoher Wahrscheinlichkeit der vorerst einzige Einsatz bleiben – die einzige Möglichkeit, sich für eine feste Verpflichtung zu empfehlen. Der FC besitzt für den kommenden Sommer eine Kaufoption, ein anschließender Vertrag ist dementsprechend bereits ausgehandelt.

Racioppi sammelte bei seinem Debüt einige Argumente für das Ausüben dieser Option. Die Gesamtsituation im Kölner Tor lässt sich aber wohl erst bewerten, wenn die künftige Liga-Zugehörigkeit der Geißböcke feststeht. Schließlich hatte Nummer eins Schwäbe schon nach dem Abstieg im Vorjahr einen Posten in der Bundesliga angestrebt.

Auch der kleine Justin hat es sehr ordentlich gemacht, als er reingekommen ist.

Gerhard Struber über von der Hitz

Neben Racioppi konnte am Donnerstag einzig U19-Talent von der Hitz dem angesäuerten Struber ein paar lobende Worte abringen. „Auch der kleine Justin hat es sehr ordentlich gemacht, als er reingekommen ist“, nahm der FC-Trainer beim bedenklichen Testkick eine engagierte Leistung des rechten Schienenspielers wahr.

Von der Hitz löste auf der Außenbahn neben der Dreierkette nach 59 Minuten einen blass gebliebenen Marvin Obuz ab. „Wir haben versucht, über ihn ganz simpel durchzubrechen. Da hat er aus meiner Sicht einmal mehr eine Talentprobe abgegeben“, war Struber mit dem Auftritt des 18-Jährigen zufrieden, musste darüber hinaus aber bedient feststellen: „Viele andere Lichtblicke hatten wir heute nicht, das muss man so nehmen. Obwohl das Wetter so schön ist.“

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