Zwei doppelte Transfers mit Happy End – zwei große Pechvögel

Dejan Ljubicic wurde mit dem FC Schalke 04 wie schon in der vergangenen Saison mit dem 1. FC Köln Zweitliga-Meister. (Foto: IMAGO / Team 2)
Dejan Ljubicic wurde mit dem FC Schalke 04 wie schon in der vergangenen Saison mit dem 1. FC Köln Zweitliga-Meister. (Foto: IMAGO / Team 2)

Bereits im vergangenen Sommer hat der 1. FC Köln einen großen Umbruch vollzogen. Die verliehenen Spieler ausgenommen, haben 16 Profis die Geißböcke verlassen. Wie lief die Saison 2025/26 für die Ex-Kölner? Der GEISSBLOG gibt einen Überblick – Teil zwei.

Neo Telle

In der Aufstiegssaison dreimal in der 2. Bundesliga eingesetzt, schaffte es Neo Telle in der Hinrunde nur viermal in die Startelf der U21. Im Winter folgte keine Leihe, sondern eine komplette Trennung – der Innenverteidiger wechselte innerhalb der Regionalliga West zu Fortuna Köln und feierte mit dem Team aus der Südstadt den Aufstieg in die 3. Liga. Telle hatte dabei jedoch lange Zeit nur eine Zuschauerrolle. Erst an den letzten beiden Spieltagen stand er erstmals in der Startelf der Fortuna.

Chilohem Onuoha

Nach nur einem Einsatz von Beginn wurde Onuohas erneute Leihe zum SC Verl (drei Joker-Tore in der 3. Liga) im Winter abgebrochen. Der Stürmer schloss sich dem portugiesischen Erstligisten CF Estrela Amadora an, bestritt bislang aber keine einzige Partie für seinen neuen Club. Onuoha, den der FC während der Transfersperre aus dem Nachwuchs von RB Leipzig verpflichtet hatte, fiel lange Zeit mit einer Muskelverletzung aus.

Leart Pacarada

Noch so ein großer Pechvogel: Pacarada erwischte es nach seiner Ausbootung am Geißbockheim äußerst hart. Der Linksverteidiger zog sich bei seinem Debüt für den 1. FC Heidenheim nach nur sieben Minuten einen Kreuzbandriss zu und verpasste den Rest der Saison. Inzwischen ist Pacarada wieder am Ball, zur neuen Spielzeit sollte er wieder vollends im Mannschaftstraining angreifen können – wenn für Heidenheim die Mission Wiederaufstieg startet.

Jacob Christensen

Mit seinem Sommerwechsel zum norwegischen Erstligisten Molde FK stieg Christensen mitten in der bis Ende November ausgetragenen Eliteserien-Saison ins Geschehen ein. In der Mittelfeldzentrale des fünffachen norwegischen Meisters gehört „Jaxe“ überwiegend zur ersten Elf, wenngleich er zuletzt nur noch eingewechselt wurde. Nach Platz zehn in der Vorsaison schnuppert Molde aktuell als Tabellenfünfter an den internationalen Rängen.

Anthony Racioppi

Nach seiner halbjährigen Leihe von Hull City zum FC ging es Racioppi nicht zurück auf die Insel zum inzwischen feststehenden Premier-League-Aufsteiger, sondern in die heimische Schweizer Super League. Als Stammkeeper des FC Sion verpasste der 27-Jährige an 38 Spieltagen keine einzige Minute und wurde mit seiner Mannschaft Tabellenvierter.

Mark Uth

Uth stieg nach seinem Karriereende am Geißbockheim als Trainee ein, um die verschiedenen Abteilungen in der Geschäftsstelle kennenzulernen – wie einst Thomas Kessler, bevor dieser zum Leiter des Lizenzbereichs befördert wurde. Vereinzelt kam Uth auch als Experte für Sky und die ARD zum Einsatz.

Dejan Ljubicic

Mit seinem Wechsel zu Dinamo Zagreb wollte sich Ljubicic nach seinem Vertragsende in Köln seinem absoluten Herzensclub anschließen, spielte mit den Kroaten in der Europa League. Die Liebe hielt jedoch nur bis zum Januar, dann zog der Österreicher zum FC Schalke 04 weiter. „Ich habe regelmäßig gespielt, aber der Fußball hat einfach nicht gepasst – zu langsam“, erklärte der 28-Jährige seine Rückkehr nach Deutschland. Auf Schalke, wo er bis 2028 unter Vertrag steht, war Ljubicic sofort Stammspieler, stand in 15 Partien 15-mal in der Startelf und steuerte vier Tore sowie drei Vorlagen zum Aufstieg bei.

Mathias Olesen

Auch der luxemburgische Nationalspieler wechselte nach seinem Abschied vom FC doppelt und erlebte in dieser Saison ein Happy End. Nachdem er in der Hinrunde bei Greuther Fürth seinen Stammplatz verloren hatte, ließ sich Olesen im Winter zum Grazer AK verleihen. Beim österreichischen Bundesligisten war er unumstrittene Stammkraft, stand immer in der Anfangsformation (ein Tor, zwei Vorlagen in 15 Spielen) und hielt mit dem GAK die Klasse. Die Grazer könnten ihre Kaufoption ziehen.

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