Die U19 des 1. FC Köln ist im Viertelfinale des Verbandspokals ausgeschieden. Nach einer dramatischen Partie musste sich die Elf von Stefan Ruthenbeck im Elfmeterschießen gegen Bayer Leverkusen mit 7:8 (0:1, 1:1, 1:1) geschlagen geben.
Aus dem Franz-Kremer-Stadion berichtet Juline Mittag
Es war ein emotionales Derby zwischen den A-Junioren des 1. FC Köln und Bayer Leverkusen. Für die 600 Zuschauer hatte sich am Mittwochmittag der Weg ins Franz-Kremer-Stadion gelohnt. Sie bekamen in dem rheinischen Pokalduell alles geboten – inklusive Nachspielzeit und Elfmeterschießen.
Highlights
8. Minute: Der FC startete dynamisch in die Partie und sorgte dafür, dass das Spiel schnell an Fahrt aufnahm. In den ersten fünf Minuten kamen die Geißböcke gleich drei Mal gefährlich vor das Leverkusener Tor. Es sah alles nach einer FC-Führung aus. Dann aber startete Leverkusen den ersten Angriff über die linke Seite. Eine geblockte Flanke landete bei Ferdinand Pohl, der aus knapp 25 Metern abzog und selbst überrascht war, als der Ball hinter FC-Keeper Timo Schmitz ins Tor fiel – das frühe 0:1.
1. Halbzeit: Der FC war über weite Strecken der ersten Hälfte die bessere Mannschaft. Nach dem überraschenden Tor übernahm Leverkusen kurzzeitig die Kontrolle, doch die Jungs von Stefan Ruthenbeck kämpften sich zurück und waren dem Ausgleich nah. Die meisten gefährlichen Aktionen starteten über Fynn Schenten, der auf der linken Seite immer wieder durchbrach und in den Sechszehner eindringen konnte. Es blieb trotzdem beim 0:1 zur Pause.
52. Minute: Der FC startete zunächst zurückhaltend in den zweiten Durchgang, legte dann aber wieder einen Gang zu. Das zahlte sich nach nur sieben Minuten aus. Schenten wurde aus halblinker Position im Strafraum freigespielt. Der Stürmer nahm den Ball gekonnt an und fackelte nicht lange. Mit rechts verwandelte der 17-Jährige eiskalt aus elf Metern zum 1:1-Ausgleich.
2. Halbzeit: Nach dem Treffer ließ die Ruthenbeck-Elf nicht nach. Die Geißböcke spielten sich in der Leverkusener Hälfte fest und dominierten in allen Belangen. Einzig in der Box fehlten dem FC die Ideen, um seine Dominanz in Tore umzumünzen. Erst ab der 80. Minute nahm Leverkusen wieder Fahrt auf und versuchte nochmal offensiv zu agieren. Beide Hintermannschaften standen aber stabil, sodass sich nach der regulären Spielzeit kein Sieger herauskristallisierte.
Verlängerung: Das Bild blieb unverändert. Der FC gab alles, um eine Runde weiter zu kommen. Leverkusen wartete auf Fehler und Kontersituationen, doch Schmitz war stets zur Stelle und glänzte ein ums andere Mal. Gegen Ende der ersten Hälfte der Nachspielzeit gingen dem FC etwas die Kräfte aus. Trotzdem investierten die Geißböcke in der letzten Viertelstunde nochmal alles, es reichte jedoch nicht für eine Entscheidung während der Verlängerung. So musste das Elfmeterschießen den Sieger ermitteln.
Elfmeterschießen: Relativ früh verschaffte Schmitz dem FC einen Vorteil, als er den Schuss von Artem Stepanov parierte. Dieser Trumpf währte jedoch nicht lange, denn Leverkusens Moritz Schrief hielt den Elfmeter von San-Luca Spitali. Am Ende war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Den entscheidenden Elfmeter verschoss Luis Stapelmann und besiegelte somit das Ausscheiden des FC aus dem Verbandspokal.
Personal
So spielte der FC: Schmitz – Spitali, Kotya-Fofana, Stapelmann, Fernandes (78. Friemel) – Zimmermann, Harchaoui (102. Chukwukelu) – Schenten (78. Puzzo), Hekmat (85. Irmiev), von der Hitz (110. Ramirez) – Niang
Fazit
Trotz der bitteren Niederlage konnte sich der FC nach der Partie nichts vorwerfen. Die Ruthenbeck-Elf hatte über die gesamte Spielzeit inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen alles auf dem Platz gelassen und ein kämpferisch überragendes Derby abgeliefert. Umso bitterer war das Ausscheiden aus dem Verbandspokal. Der Knackpunkt war die Chancenverwertung: Mit etwas mehr Konsequenz wäre der Siegtreffer möglich gewesen und hätte die Geißböcke vor dem dramatischen Ende im Elfmeterschießen bewahrt.







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