Castrop-Schock und Topspiel-Remis: FC kann Vorsprung ausbauen

Dem Ex-Kölner Jens Castrop droht beim 1 . FC Nürnberg das Saison-Aus. (Foto: IMAGO / Zink)
Dem Ex-Kölner Jens Castrop droht beim 1 . FC Nürnberg das Saison-Aus. (Foto: IMAGO / Zink)

Kein Sieger im Spitzenspiel, aber empfindliche Rückschläge für Kaiserslautern und Nürnberg. Nach dem Zweitliga-Samstag steht fest: Der 1. FC Köln kann seinen Vier-Punkte-Vorsprung auf Platz drei mit einem Heimsieg gegen Preußen Münster ausbauen.

Bis auf einen Punkt hätten die SV Elversberg und Fortuna Düsseldorf an den 1. FC Köln heranspringen können, die zuletzt formstarken Verfolger hätten mächtig Druck auf die Mannschaft von Gerhard Struber machen können. Doch Elversberg und Düsseldorf teilten sich nach zwei Treffern in der Schlussphase – 0:1 Johannesson (73.), 1:1 Sickinger (80.) – die Punkte im Top-Spiel der 2. Bundesliga. Ganz im Sinne der Geißböcke.

Zum großen Gewinner des Samstagnachmittags avancierte der SC Paderborn, der nach drei Pleiten in Serie mit 3:2 in Nürnberg siegte. Der Club ging zwar bereits nach zwei Minuten durch Emreli in Führung, wurde dann aber von einer mutmaßlich schweren Verletzung Jens Castrops geschockt.

Nürnberg-Pleite nach Castrop-Aus

Das Knie des Kölner Eigengewächses knickte in einem Laufduell nach hinten weg. Castrop, der im Sommer zu Borussia Mönchengladbach wechselt, konnte nicht mehr auftreten, wurde mit einer Trage in die Katakomben gebracht. Dem Ex-FC-Talent dürfte das vorzeitige Saison-Aus drohen. So wie Nürnberg das Aus im Aufstiegskampf droht, nach Castrops Verletzung war den Franken der Stecker gezogen. Paderborn glich umgehend aus, zog auf 3:1 davon und steht nach dem 3:2-Sieg genau wie Elversberg und Düsseldorf bei 48 Punkten – drei Zähler hinter Köln.

Kaiserslautern kassierte derweil die dritte Niederlage in Folge, verharrt nach einem 0:2 beim Tabellen-15. Braunschweig bei 46 Punkten. Am Sonntagnachmittag hat Magdeburg – zu Hause gegen Schlusslicht Regensburg – die große Chance, Platz drei zu erobern. Mit einem Heimerfolg könnten die Sachsen-Anhalter ihr Punktekonto auf 49 erhöhen.

Die Kölner wiederum stünden mit einem Sieg gegen Preußen Münster bei 54 Zählern. Je nach Ausgang des Magdeburg-Spiels hätten die Geißböcke entweder fünf oder sechs Punkte Vorsprung auf Relegationsrang drei. Dem Tabellenzweiten bietet sich also die nächste große Chance, im Aufstiegsrennen für klarere Verhältnisse zu sorgen.

Nutzt der FC die Ergebnisse der Konkurrenz aus?

„Wir steigen in eine wichtige und interessante Phase rein“, sagt Gerhard Struber vor dem Heimspiel am Ostersonntag, will an seiner bisherigen Herangehensweise aber nichts ändern: „Wir wollen von Spiel zu Spiel weiter einen extremen Fokus haben und die Aufgabe nicht aus den Augen verlieren. Wir wollen uns nicht zu sehr von außen leiten lassen.“

Dass ein Fünf- oder Sechs-Punkte-Polster vier Spieltage vor Schluss womöglich schon einer Vorentscheidung gleichkäme, blendet der Kölner Trainer aus. „Wir wollen konzentriert in das nächste Spiel steigen. Münster weiß defensiv, was sie tun. Es gilt, ein gutes Rezept zu finden. Jeder einzelne Gegner muss extrem ernstgenommen werden, man kann es sich nicht im Ansatz erlauben, etwas auf die leichte Schulter zu nehmen“, weiß Struber, dass seine Mannschaft selbst erst mal liefern muss. Denn zuletzt konnte der FC die Patzer der Konkurrenz nicht nutzen.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
16 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete