DFB droht mit Zuschauerausschluss und verhängt hohe Geldstrafe für den FC

Die Pyro-Show im Pokalspiel gegen Hertha BSC. (Foto: IMAGO / Nico Herbertz)
Die Pyro-Show im Pokalspiel gegen Hertha BSC. (Foto: IMAGO / Nico Herbertz)

Der Deutsche Fußball-Bund hat den 1. FC Köln zu einer Geldstrafe in Höhe von 316.400 Euro verurteilt. Der DFB drohte den Geißböcken zudem mit Zuschauerausschlüssen bei weiteren drastischen Vergehen.

Der 1. FC Köln muss einmal mehr eine sechsstellige Summe für die Fehlverhalten seiner Fans zahlen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes verurteilte die Geißböcke wegen vier Fällen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit vier Geldstrafen in Gesamthöhe von 316.400 Euro. Davon kann der Verein bis zu 105.500 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Das gab der DFB am Montag bekannt.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen das das DFB-Pokal-Spiel der Geißböcke gegen Hertha BSC am 4. Dezember. Damals hatte es in der Südkurve vor der Partie über Minuten hinweg lichterloh gebrannt. „Hierbei handelte es sich um zahlreiche Feuerwerkskörper, die aus mindestens 50 Feuerwerksbatterien über den gesamten Fanblock verteilt abgeschossen wurden, zudem wurden mindestens 20 Bengalische Feuer entzündet“, hieß es in der Mitteilung des DFB.

Zuschauerausschluss bei nächster Eskalation?

Insgesamt kostete den FC allein dieses Spiel 290.600 Euro. „Die Strafe wäre doppelt so hoch ausgefallen, hätte der 1. FC Köln nicht zwei Täter ermittelt, was nach den geltenden Richtlinien zu einer Strafreduzierung um 50 Prozent führt“, gab der DFB bekannt, drohte den Geißböcken aber auch mit drastischeren Strafen für die Zukunft.

„Wobei das Sportgericht den Verein darauf hingewiesen hat, dass bei weiteren gravierenden Pyro-Vorkommnissen im Kölner Zuschauerblock auch Sanktionen, die über eine Geldstrafe hinausgehen, und gegebenenfalls Auflagen in Erwägung gezogen werden müssten.“ Der FC spielt also ab sofort auf Bewährung, auch wenn der DFB dies nicht ausdrücklich so formulierte.

Weitere Strafen aus drei Spielen

„Unkontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik ist verboten und daher wäre es wünschenswert, dass es nicht stattfindet“, sagte FC-Geschäftsführer Christian Keller. „Bislang war jedoch kein noch so rigoroser Ansatz von Erfolg gekrönt. Der Dialog zwischen Verein, Fanszene und Sicherheitsträgern ist daher der einzige nachhaltige Weg. Für mich geht der Sicherheitsgedanke immer vor. Solange niemand im Stadion zu Schaden kommt, kann Pyrotechnik in einem gewissen, auch wirtschaftlich vertretbaren Rahmen als Teil der Fankultur akzeptiert werden. Das gilt natürlich nicht für Pyro-Exzesse wie beim Pokalspiel gegen Hertha BSC.“

Darüber hinaus müssen die Kölner auch für weitere Vergehen ihrer Fans in anderen Spielen zahlen. Im Rahmen des Spiels beim 1. FC Kaiserslautern am 22. Dezember 2024 zählte der DFB insgesamt 23 Bengalische Feuer und drei Blinker im Gästeblock und erhob dafür eine Geldstrafe in Höhe von 15.600 Euro. Zudem kamen im Heimspiel gegen Elversberg und bei Eintracht Braunschweig weitere 10.200 Euro an Strafen zusammen.

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