Christian Keller ist in den vergangenen Wochen mehrfach von Legenden des 1. FC Köln kritisiert worden. Am Samstag wich er Fragen nach einem Treffen aus, um sich womöglich auszusprechen.
Vor dem Heimspiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC stand Karl-Heinz Thielen am Mikrofon von Stadionsprecher Michael Trippel. Der einstige Spieler und Funktionär der Geißböcke schwelgte wenige Tage nach seinem 85. Geburtstag in Erinnerungen. „Ich habe mit vielen Weltklassespielern gespielt und habe später Weltklassespieler ablösefrei zum FC geholt.“
Es fehlte nur, dass er sein Bedauern über den heutigen FC zum Ausdruck brachte. Doch Thielen, der an bislang allen großen Titeln des 1. FC Köln direkt beteiligt war, gehört nicht zu den FC-Legenden, die zuletzt die Führung der Geißböcke öffentlich kritisierten. Dies hatten insbesondere Friedhelm Funkel und Pierre Littbarski übernommen.
Kellers indirekte Kritik an der Kritik
Ihre Kritik lautete vor allem: fehlende Erfahrung bei einem großen Club wie dem FC, dazu die schlechten Transfers und eine schlechte Außendarstellung. Am Samstagabend nach der Partie des FC gegen Hertha BSC (1:0) wurde Keller darauf angesprochen, hielt sich aber mit einer Replik zurück. „Wenn die Leute denken, sie haben was zu sagen, dann müssen sie es sagen.“
Keller erklärte lediglich: „Ich tue mich immer etwas schwer damit, wenn du ohne Einblick ins Innenverhältnis denkst, du kannst Sachen bewerten. Aber das müssen die Leute entscheiden, die denken, sie müssen es bewerten.“ Viel anfangen kann der FC-Sportchef offenbar nicht mit den Äußerungen Funkels und Littbarskis, und intern sollen die Aussagen des Duos nicht gut angekommen sein.
Treffen beim Club der FC-Legenden?
Bekanntlich wünscht man sich beim FC in der aktuellen Situation einen Schulterschluss, um den Fokus auf den möglichen und nötigen Aufstieg zu legen. Keller weiß zudem, dass ihm erst im Fall eines Aufstiegs wieder Argumente zur Verfügung stünden, um über diese Saison hinaus im Amt zu bleiben.
Auf die Frage, ob er sich mit Funkel und Littbarski mal zusammensetzen und die Themen besprechen würde, wich Keller jedoch aus. „Wir haben ganz viele Legenden, aber nur wenige, die öfter mal was sagen. Die sollen sagen, was sie zu sagen haben.“ Ein Treffen dürfte es daher wohl zunächst nicht geben, zumindest nicht unter vier oder sechs Augen. Da der FC jedoch inzwischen einen Club der Legenden gegründet hat und dieser sich bald wieder treffen soll, dürfte es spätestens dort zu einem Treffen kommen, denn zumindest Littbarski gehört diesem Club an.





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