Der 1. FC Köln und sein Kampf um die Top-Talente. Mit U19-Senkrechtstarter Justin von der Hitz stocken die Verhandlungen. NLZ-Boss Lukas Berg berichtet dennoch von „guten Gesprächen“ und rät dem U17-Weltmeister zum Verbleib.
Der Nachwuchs des 1. FC Köln sorgt derzeit mal wieder für Furore: Sowohl die U17 als auch die U19 werden an den K.o.-Runden um die Deutsche Meisterschaft teilnehmen und sich mit den besten Jugendteams des Landes messen. Bei den A-Junioren ruhen die Hoffnungen unter anderem auf einem Weltmeister: Justin von der Hitz.
Mit wettbewerbsübergreifenden acht Toren und sieben Vorlagen – jeweils Bestwert im U19-Kader – hat sich der U17-Champion von 2023 in den Vordergrund katapultiert. Der gelernte Rechtsverteidiger wird inzwischen vornehmlich als Rechtsaußen eingesetzt und macht hier mit seinem Tempo immer wieder den Unterschied.
Das sagt Nachwuchschef Lukas Berg
Beim Testspiel gegen den SC Verl (1:2) in den vergangenen Länderspielpause durfte von der Hitz auch erstmals bei den Profis mitwirken, überzeugte als rechter Schienenspieler und verdiente sich ein Lob von Gerhard Struber: „Der kleine Justin hat es sehr ordentlich gemacht, hat einmal mehr eine Talentprobe abgegeben.“
Allerdings sind nicht wenige FC-Fans in Sorge, dass der 18-Jährige sein Talent ab Juli an einem anderen Standort unter Beweis stellen könnte. Von der Hitz‘ Vertrag läuft zum Saisonende bekanntlich aus, die Gespräche über eine Verlängerung gestalten sich bislang zäh.
Wir sind in guten Gesprächen. Hier den nächsten Schritt zu machen, wäre für seine Entwicklung das Beste.
Lukas Berg über von der Hitz
„Ich würde mich für Justin freuen, wenn er hier beim FC seinen Vertrag verlängert. Ich persönlich würde ihm raten, hier zu bleiben“, sagt Lukas Berg, der von der Hitz‘ Entwicklung als NLZ-Chef in den vergangenen Jahren eng begleitet hat. „Er hat nach einem schwierigen Saisonstart eine tolle Entwicklung genommen. Seine Tage bei den Profis in der Länderspielpause waren gut“, lobt Berg im Interview mit dem GEISSBLOG (das Interview erscheint in der kommenden Woche).
Grundsätzlich haben beide Seiten Interesse daran, weiter zusammenzuarbeiten. Der FC sieht in von der Hitz eines seiner Top-Talente, traut ihm den Sprung zu den Profis definitiv zu. Und der 18-Jährige will den Durchbruch gerne in Köln schaffen.

Bei der Frage, wie genau der Weg in den Profi-Fußball aussehen soll, gehen die Vorstellungen bislang jedoch auseinander. Insbesondere wenn den Geißböcken der Aufstieg gelingt, ist regelmäßige Spielpraxis für von der Hitz unwahrscheinlich. Als Zwischenetappe käme – wie beispielsweise bei Damion Downs und Max Finkgräfe – die U21 infrage.
Interesse aus der 2. Bundesliga
Laut Kicker sollen allerdings mehrere Zweitligisten, darunter der FC Schalke 04, ihr Interesse an von der Hitz signalisieren, sodass dem gebürtigen Bensberger Einsatzzeit in der Regionalliga West zu wenig sein dürfte. Eine Option, dieses Dilemma zu lösen, wäre womöglich eine Verlängerung in Köln samt anschließender Leihe.
Noch dauert die Suche nach einem gemeinsamen Weg an. „Wir sind in guten Gesprächen. Hier den nächsten Schritt zu machen, wäre für seine Entwicklung das Beste“, ist Nachwuchschef Berg überzeugt und hofft in den kommenden Wochen auf eine Vollzugsmeldung.
Das gesamte Interview mit Lukas Berg erscheint in der kommenden Woche beim GEISSBLOG. Der NLZ-Leiter erklärt, wie der 1. FC Köln im Kampf um die Talente punkten will.
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