Stimmen: „Über gesamte Spielzeit das richtige Gesicht“ – Strubers Oster-Lob

Gerhard Struber jubelt über den Heimsieg gegen Münster und den Sprung auf Platz eins. (Foto: Bucco)
Gerhard Struber jubelt über den Heimsieg gegen Münster und den Sprung auf Platz eins. (Foto: Bucco)

Heimsieg und Platz eins: Der 1. FC Köln freut sich über einen rundum gelungenen Ostersonntag. Die Stimmen zum 3:1-Erfolg gegen Preußen Münster.

Aus dem RheinEnergieStadion berichtet Marc L. Merten

Timo Hübers

„Es war nicht das Spiel auf des Messers Schneide, wie wir es sonst schon erlebt haben in dieser Saison. Heute haben wir die Nerven ein bisschen geschont. Wir hatten sogar noch Chancen auf ein viertes oder fünftes Tor. Beim 1:1 hat Münster unsere letzte Linie einmal gebrochen, da waren wir vorher nicht gut aufgestellt. Ich habe meinen Gegenspieler eigentlich gestellt, aber dann fliegt der Ball wie in Zeitlupe rein. Wir haben dann schnell den Mund abgeputzt und vor der Pause noch das 2:1 geschossen, deswegen fiel das heute zum Glück nicht so schwer ins Gewicht. Wir waren schon feldüberlegen, Münster stand einen Tick tiefer und hat uns kommen lassen. So war der Weg nach vorne nicht mehr so weit, wir haben da einen guten Mix gefunden. Wir haben in dieser Saison gelernt, dass man gut beraten ist, auf sich zu schauen und selber ins Punkten zu kommen. Dann wird man wahrscheinlich belohnt. Der Sieg war ein Schritt in die richtige Richtung, wir waren deutlich aktiver und mutiger. Jetzt haben wir die Ergebnisse der Konkurrenz mal für uns genutzt und wollen in Hannover genauso weitermachen.“

Marvin Schwäbe

„Von vornweg war es genau das, was wir uns vorgenommen hatten. Wir sind hoch angelaufen, haben den Gegner gestresst, hatten gute Chancen. Das haben wir durchgezogen, haben nichts anbrennen lassen. Wir wussten, was Münster uns gibt, und haben das gnadenlos ausgenutzt. Der Matchplan ist absolut aufgegangen, das war sehr gut heute. Dass so ein abgefälschtes Scheißtor dabei mal rumkommt, ist ärgerlich und bitter. Ich hatte im Gefühl, dass es eng wird und habe gehofft, dass der Ball sich noch rausdreht. Aber wir haben gezeigt, dass wir es wollten – das war der Tenor, deswegen sind die drei Punkte bei uns geblieben. Natürlich ist es schöner, wenn man einen Sieg gesichert runterspielt. Nächste Woche kommt wieder ein ganz anderer Gegner auf uns zu, da müssen wir wieder schauen, was wir machen können. Grundsätzlich gehen wir jedes Spiel so an, dass wir genau dieses Gesicht zeigen wollen. Wenn wir auf uns gucken und unsere Leistung bringen, haben wir immer sehr große Chancen, die drei Punkte bei uns zu behalten. Wenn wir das Woche für Woche machen, brauchen wir nicht auf die anderen zu schauen. Jetzt geht der Blick auf Hannover.“

Damion Downs

„Heute hatte ich ein paar Probleme bei den einfacheren Toren, beim schwereren Tor war es einfacher. Es war ein hoher Ball von Luca, den ich mit der Brust angenommen habe. Der Ball war ein bisschen zu weit vorne, deswegen habe ich versucht, ihn noch mal in meine Richtung zu lupfen, hatte dann einen ziemlich freien Schuss und habe ihn glücklicherweise reingehauen. Ich hätte auf jeden Fall ein, zwei Dinger mehr machen müssen, aber so ist das im Fußball. Wir haben einen extrem guten Schritt in die richtige Richtung gemacht, jetzt müssen wir weiterschauen. Leichter wird es für uns nicht, es hat immer damit zu tun, was wir investieren. Wenn wir gut investieren, wird es gut funktionieren. Wir sollten eine extrem hohe Intensität auf den Platz bringen und das haben wir auch getan, haben Münster schon im Aufbau Probleme bereitet.“

Mark Uth

„Man hat in den letzten Tagen gesehen, dass einige Mannschaften Federn lassen, deswegen war es für uns ganz wichtig, zu Hause gegen Münster zu gewinnen. Wir hatten viele Chancen, das war uns in den letzten Wochen etwas abhandengekommen. Heute haben wir die Chancen nicht zu 100 Prozent konsequent genutzt, aber haben zumindest mal drei Tore gemacht. Nur so geht es: Spiele gewinnen und dem großen Ziel näherkommen. Auf diesem Spiel können wir aufbauen, damit können wir sehr zufrieden sein.“

Christian Keller

„Das war natürlich ein ganz wichtiger Sieg und aus meiner Sicht auch ein total verdienter Sieg, der gerne noch etwas höher hätte ausfällen können. Aber ich möchte an Ostern nicht motzen, wir sind zufrieden. Wir hatten uns vorgenommen, von dem, was wir können, überzeugt zu sein – in allen Aktionen. Das war die Mannschaft auch. Jeder Spieler wollte den Ball haben, wir haben die Zwischenräume gut besetzt und uns getraut, die Räume zu bespielen. So sind wir oft gut in die Tiefe gekommen, das war sicherlich ein Fortschritt. Die Mannschaft kann gut Fußball spielen, das hat sie erfreulicherweise mal wieder gezeigt. Ganz sicher war das keine Vorentscheidung. Wir haben fünf Punkte Vorsprung auf Platz drei, mit dem schlechteren Torverhältnis. Das heißt: Wir bleiben unserer Haltung treu, das nächste Spiel ist das wichtigste. Jetzt freuen wir uns, dann geht es ab Mittwoch in Richtung Hannover. Eine Vorentscheidung ist dann gefallen, wenn wir so viele Punkte haben, dass uns die anderen nicht mehr einholen können. Davon sind wir weit entfernt.“

Gerhard Struber

„Speziell in der ersten Phase des Spiels hatten wir viel Kontrolle, haben das Spiel dominiert, haben den Gegner in seine Hälfte gedrückt. Wir hatten einen guten Zugriff auf das Spiel in beide Richtungen, haben kaum etwas zugelassen. Wir hätten höher führen müssen, als dieser unglückliche Moment mit dem Gegentor kam. Die Reaktion war aus meiner Sicht richtig gut, wir haben uns nicht davon abbringen lassen, das Spiel für uns klarzumachen. Diese Haltung hat mich sehr gefreut, dieser Zugang zum Spiel. In der zweiten Halbzeit war uns klar, dass wir die Halbräume noch stärker kontrollieren müssen. Das ist uns gelungen, so konnten wir die Führung rasch ausbauen. Aus meiner Sicht haben die Jungs über die gesamte Spielzeit das richtige Gesicht gezeigt, das man braucht gegen einen Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht und alles versucht. Wir waren mutiger, überzeugter und in den richtigen Momenten taktisch weiter. So haben wir dieses Spiel verdient gewonnen.“

Sascha Hildmann

„Das war für uns das erwartet schwere Spiel. Wir wussten um die Qualität von Köln und wollten uns da gerade am Anfang nicht überrollen lassen. Wir wollten dagegenhalten, wurden aber mit dem zweiten Angriff bestraft. Dann haben wir es geschafft, uns etwas aufzurappeln. Natürlich war Köln in dieser Phase echt überlegen, hat uns reingedrückt und hat guten Fußball gespielt – aber wir konnten uns sukzessive befreien und sind mit dem 1:1 zurückgekommen. Natürlich war der Ball glücklich abgefälscht. Für uns wäre es echt gut gewesen, mit dem 1:1 in die Pause zu gehen, aber leider haben wir den Handelfmeter gekriegt. Über die Situation will ich gar nicht reden, ich bin es leid, das macht keinen Sinn. Für die zweite Halbzeit haben wir uns ein bisschen mehr vorgenommen, wurden aber direkt mit dem 3:1 bestraft, das hat uns echt wehgetan. Hintenraus wollten wir uns noch mal mit einem Tor belohnen, aber Köln war einfach besser, das muss man klar sagen.“

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