Der 1. FC Köln ist gegen die Hertha zum dritten Mal in dieser Saison ohne eigenen Torerfolg geblieben. Trainer Gerhard Struber will seinen Angreifern zwar Freiheiten geben, fordert aber auch mehr Effizienz.
Als alle Bemühungen am Samstagabend keinen Ertrag brachten, probierte es Imad Rondic gegen die Hertha in der Schlussphase mit einem Kunststück. Der Stürmer versuchte sich, umringt von drei Berlinern, im gegnerischen Strafraum den Ball selbst hochzulupfen, um dann aus der Drehung volley abzuziehen.
Am Ende scheiterte jedoch auch dieser Versuch, Rondic blieb mit seinem Schuss an der Berliner Abwehr hängen. Nach seinem Debüt-Tor in der Vorwoche gegen den SC Paderborn blieb der Bosnier am Samstag weitestgehend glücklos. „Der Spieler genießt viel Vertrauen“, sagte Trainer Gerhard Struber im Anschluss an die 0:1-Niederlage. Dem Österreicher sei es wichtig, dass sich alle seine Spieler – wie Rondic bei seinem artistischem Versuch – viel zutrauen würden.
Struber will Kreativität zulassen
„Wenn sie Verantwortung übernehmen, etwas zu kreieren, ist es wichtig, dass sie sich viel zutrauen“, meinte Struber, der seinen Profis die „Freiheiten geben“ will, „die Kreativität rauszulassen.“ In diesem Aspekt hätte der Kölner Winter-Neuzugang bereits unter Beweis gestellt, „einiges drin“ zu haben. Allerdings fordert Struber auch mehr Effizienz von seinem Stürmer: „Jetzt geht es einfach ums Toreschießen. Wir wünschen uns natürlich von ihm, dass er hier zulegt.“
Eine klare Botschaft an den Angreifer also, in manchen Aktionen also nicht in Schönheit sterben zu wollen, sondern in den Abläufen klar und effizient zu bleiben. „Das ist mir natürlich wichtig“, sagte der FC-Coach und nahm dabei freilich nicht nur Rondic, sondern auch alle anderen Kölner Offensivspieler mit in die Pflicht.
Aufstieg 2019 mit 84 Toren
Nach wie vor ist der FC eines der offensivschwächsten Teams der Liga. Von den ersten 13 Mannschaften hat nur Hannover 96 noch weniger Treffer erzielt. Zum Vergleich: In der Saison 2018/19 waren die Geißböcke am Ende mit 84 Toren aufgestiegen – das sind doppelt so viele als das Struber-Team nun sechs Spieltage vor Saison erzielen konnte.
Aktuell reicht die Ausbeute für den FC jedoch noch für einen direkten Aufstiegsplatz. Für die finalen Saisonspiele wäre es aber sicherlich von Vorteil, wenn auch die Kölner Stürmer regelmäßig ins Treffen kommen. Immerhin: Mit Damion Downs ist der bis dato erfolgreichste FC-Angreifer nach drei Spielen Zwangspause wieder zurück, auch Tim Lemperle dürfte sein Tore-Konto früher oder später wieder ausbauen. Und dann wäre da schließlich noch Imad Rondic, der beim nächsten Spiel in Fürth wird zeigen müssen, dass seine Leistung in Paderborn keine Eintagsfliege war.








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