Der 1. FC Köln lässt es krachen und feiert ausgelassen zwei Meisterschaften und die Rückkehr in die Bundesliga. Nach der Partie brechen alle Dämme. Doch Spieler und Verantwortliche finden auch Dank an den Ex-Trainer Gerhard Struber.
Aus Müngersdorf berichten Sonja Gauer, Juline Mittag, Marc L. Merten und Martin Zenge
Luca Waldschmidt
„Das Kölsch hat noch nie so gut geschmeckt und wird heute noch länger gut schmecken. Der Aufstieg bedeutet mir extrem viel. Das war unser absolutes Ziel. Alle wollten direkt wieder aufsteigen, wir wollten es nur nicht so kommunizieren. Am Ende haben wir es zurecht geschafft. In den letzten Spielen haben wir uns noch einmal mehr auf unsere Stärken konzentriert, haben eine Spielstärke reinbekommen und etwas mehr Freiheit.“
„Gerhard hat eine gute Ausgangslage geschaffen und Friedhelm hat es sehr gut zu Ende gebracht. Friedhelm hat noch mal jedem gesagt, was unsere Stärken sind, und das haben wir dann auf den Platz gebracht. Die beiden Siege unter ihm waren absolut verdient. Es war noch mal viel Trubel, aber intern waren wir uns sehr einig, wie wir damit umgehen wollen. Das hat man heute gesehen und das spricht für die Mannschaft.“
Thomas Kessler
„Ich möchte die Situation nutzen, um Danke zu sagen an Christian Keller, Gerhard Struber und Bernd Eibler. In den letzten beiden Spielen mussten wir nur noch über die Linie gehen – auch, wenn das ein harter Weg war. Aber auch in der Vergangenheit wurde gute Arbeit geleistet, wir standen nicht ohne Grund in dieser Position. Was der Aufstieg mit mir macht? Ich bin kein Rookie mehr, was Aufstiege angeht, mittlerweile ist es leider mein fünfter. Ich sage ‚leider‘, weil ich gerne viel mehr Zeit in der Bundesliga verbracht hätte.“
„Es war heute ein sehr wichtiger Tag. Die Woche war sehr lang, wir hatten viele Themen, die wir intern besprechen mussten. Friedhelm hat das sehr gut gemacht mit der ganzen Mannschaft. Die Erwartungshaltung war groß und die Mannschaft hat dieser Erwartung standgehalten. Heute können sie alle zu Recht feiern.“
Werner Wolf
„Ein tonnenschwerer Stein fällt von mir ab. Wir sind heute zweimal Meister geworden, erst in Leverkusen, dann hier in Müngersdorf. Schöner kann ein Tag gar nicht sein. Der Aufstieg ist extrem hoch zu bewerten. Wir mussten gute Nerven und eine gute Kondition beweisen. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung getroffen. Umso froher bin ich, dass es so ausgegangen ist.“
Friedhelm Funkel
„Ich habe das Spiel der U19 im Hotel heute gesehen. Es war eine fantastische Leistung von Stefan Ruthenbecks Mannschaft. Wenn ich diesen Titel einem gönne, dann Stefan. Ich habe meiner Mannschaft gesagt: Wir können den heutigen Tag unvergesslich machen. Es ist so eingetreten – es ist ein unvergesslicher Sonntag für Köln. Wir sind mit Glück nicht in Rückstand geraten. Danach haben wir das Spiel weitgehend kontrolliert und zwei schöne Tore gemacht. Ich habe der Mannschaft in der Halbzeit gesagt, dass wir kein Risiko eingehen müssen, aber auch nicht nur den Vorsprung verwalten dürfen. Dass wir 4:0 gewonnen haben, ist vielleicht ein Tor zu hoch. Aber so eine Geschichte wie das vierte Tor von Mark Uth schreibt auch nur der Fußball. Fantastisch! Dass danach alle sehr, sehr glücklich in Köln sind, haben wir uns so vorgenommen.“
„Die Mannschaft hat ihr Potenzial in den letzten zwei Spielen wieder abgerufen. Ich möchte auch ausdrücklich meinen Vorgänger loben, der letztendlich auf dem zweiten Tabellenplatz stand. Gerhard hat einen viel größeren Anteil als ich, ich hatte nur zwei Spiele. Die waren nicht unwichtig, aber er hatte den größeren Anteil. Gerhard hat sich diese Tabellensituation erarbeitet, ich habe dann das i-Tüpfelchen draufmachen können. Die Mannschaft war top trainiert und auch der Zusammenhalt war super. So etwas habe ich selten erlebt. Wir sind jetzt tatsächlich noch Meister geworfen – unfassbar, aber schön!“
Torsten Lieberknecht
„Ich trauere ein bisschen der sechsten Minute hinterher, als Ragnar die große Chance hatte. Dann wissen wir nie, wie so ein Spiel dann läuft. Wir haben als Mannschaft im Verteidigen nicht dieses Level gehabt, das Spiel länger offen zu halten. Der 1. FC Köln hat verdient gewonnen und ist verdient aufgestiegen. Herzlichen Glückwunsch auch zur Meisterschaft. Ein weiterer Glückwunsch geht an Stefan Ruthenbeck und die U19 – mit Stefan habe ich den Fußballlehrer machen dürfen. Ein toller Tag für Euch.“





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