Friedhelm Funkel hat den 1. FC Köln über die Ziellinie in die Bundesliga geführt. Aber geht der 71-Jährige auch mit ins Oberhaus? Nach dem 4:0 gegen Kaiserslautern und der Aufstiegsparty im RheinEnergieStadion sagte er: „Ich bin für alles offen!“
Die letzte Frage der Aufstiegs-Pressekonferenz ging an den unterlegenen Trainer. Torsten Lieberknecht, der dem 1. FC Köln nach der Klatsche mit 1. FC Kaiserslautern nur herzlich zur Bundesliga-Rückkehr gratulieren konnte, wurde nach einem Ratschlag gefragt. Sollte Friedhelm Funkel in der Bundesliga weitermachen? Sollte der FC seinen 71-jährigen Aufstiegstrainer jetzt längerfristig binden?
Lieberknecht ließ mit seinem anschließenden Dreiklang über Funkel keine Zweifel aufkommen. Erstens: „Der ist topfit.“ Zweitens: „Der hat kein Gramm Fett.“ Drittens: „Der kann feiern wie ein Biest.“ Also könne er dem 1. FC Köln nur raten: „Macht die Schatulle auf und haltet den hier fest!“
Das sagt Funkel über seine Zukunft
Tatsächlich scheint Funkel, der nach der Entlassung von Gerhard Struber vor zwei Wochen als Zwei-Spiele-Trainer ans Geißbockheim zurückgekehrt war, eine gewisse Lust auf eine Fortsetzung seiner dritten FC-Amtszeit zu verspüren.
Die Frage nach seiner Zukunft sei „nicht ganz leicht zu beantworten“, erklärte er nach dem geglückten Aufstieg, verwies aber auf sein Herz für die Geißböcke: „Jeder weiß, wie ich zu diesem Verein stehe. Wir sind aufgestiegen und es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht.“
Wir hätten nichts dagegen, wenn er noch ein Jahr bleibt.
Dominique Heintz über Funkel
Mit den Verantwortlichen sei er zunächst so verblieben, „dass wir uns nach dem letzten Spieltag zusammensetzen und über mögliche Konstellationen nachdenken“. Es gelte abzuwarten, aber Funkel betonte schon mal: „Ich bin für alles offen, möglicherweise auch dafür weiterzumachen. Ich kann mir das vorstellen.“
Auch eine Rolle neben dem Platz ist für den siebenfachen Aufstiegscoach offenbar denkbar, womöglich im Management gemeinsam mit Sportdirektor Thomas Kessler. Wie es weitergeht, müsse er nun gemeinsam mit dem FC „in Gesprächen herausfinden“, so Funkel: „Wir wollen in Ruhe darüber sprechen. Dann sehen wir, wie sich der Verein das ein oder andere vorstellt und wie ich damit umgehe.“
Wolf: „Ab morgen fangen wir an“
Der Verein, in Person von Präsident Werner Wolf und Sportdirektor Kessler, verwies ebenfalls auf die jetzt anstehenden Gespräche. „Heute freuen wir uns über zwei Meistertitel. Ab morgen fangen wir an, darüber nachzudenken, wie die Zukunft aussieht“, kündigte Wolf an. Sportdirektor Kessler entgegnete, er könne dazu „überhaupt nichts sagen“, erklärte nur: „Wir sind Friedhelm brutal dankbar, dass er das geschafft hat in den 14 Tagen. Jetzt schauen wir mal, wie es weitergeht.“
Die Mannschaft wünscht sich offenbar, dass es mit Funkel weitergeht: „Was Friedhelm reingebracht hat, kann man nicht in Worte fassen“, sagte Routinier Dominique Heintz und schob nach: „Wir hätten nichts dagegen, wenn er noch ein Jahr bleibt.“








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