Riesige Spannung im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga – riesiges Selbstbewusstsein bei Friedhelm Funkel. Der Trainer des 1. FC Köln will sich am Sonntag gegen Kaiserslautern gar nicht erst mit den Verfolgern beschäftigen.
Dieser 34. Spieltag könnte aus Sicht des 1. FC Köln kaum brisanter sein. Von Platz eins bis Platz vier – von maximaler Freude bis maximaler Enttäuschung – ist für die Geißböcke noch alles drin. Mit einem Sieg oder einem Punkt gegen den 1. FC Kaiserslautern steigt Köln am Sonntagnachmittag definitiv direkt auf, bei einer Niederlage müsste Unterstützung von Schalke (gegen Elversberg) und Karlsruhe (gegen Paderborn) her.
Friedhelm Funkel ist allerdings überzeugt: „Wir brauchen keine Schützenhilfe, sondern werden uns im eigenen Stadion durchsetzen. Mit dieser Marschroute starten wir ins Spiel.“ Der Rekord-Aufsteiger – schon sechsmal gelang ihm dieses Kunststück als Trainer – geht mit einer Mischung aus Gelassenheit und Selbstbewusstsein in den Aufstiegs-Thriller, offenbart: „Es gab schon schwierigere Situationen für mich.“
Spielstände im RheinEnergieStadion zu sehen?
Schließlich verfüge der FC über eine „sehr, sehr gute Ausgangsposition“ und konnte zuletzt beim 2:1-Sieg in Nürnberg endlich mal wieder überzeugen. „Ich will, dass die Mannschaft so auftritt, wie sie es in Nürnberg gemacht hat. Dann müssen wir gar nicht nach links oder rechts gucken“, sagt Funkel und schiebt hinterher: „Dann ist es uns egal, wer hinter uns Dritter, Vierter oder Fünfter wird.“
Passend zu dieser Ansage verschwendet der 71-Jährige auch keinen Gedanken daran, ob auf den Anzeigetafeln im RheinEnergieStadion wie üblich die Ergebnisse von den anderen Plätzen eingeblendet werden. „Darüber haben wir noch nicht gesprochen“, gibt Funkel zu und zuckt mit den Schultern: „Alle im Stadion mit einem Handy wissen es. Den Spielern können wir es zukommen lassen.“
Mich interessiert die Situation hinter uns gar nicht.
Friedhelm Funkel
Entscheidend wären die Zwischenstände nur bei einem Kölner Rückstand – oder aber, um Kaiserslautern gegebenenfalls aus dem Tritt zu bringen. Schließlich benötigen die Roten Teufel definitiv Pleiten von Paderborn und Elversberg und womöglich auch einen Ausrutscher von Fortuna Düsseldorf, um noch die Relegation zu erreichen. Bei passenden Ergebnissen könnte der FC den Gästen per Stadionleinwand übermitteln: Für euch gibt es nichts mehr zu holen.
Funkel hatte „selten eine solche Überzeugung“
Funkel will seinen Ex-Club vor allem klassisch sportlich in die Schranken weisen, sagt deshalb: „Mich interessiert die Situation hinter uns gar nicht. Das will ich erst einmal gar nicht wissen.“ Er sei „total überzeugt“ von seinen Spielern und meint sogar: „Ich habe selten eine solche Überzeugung von einer Mannschaft in der kurzen Zeit gehabt. Deshalb bin ich sehr optimistisch, dass wir das hinkriegen.“ Ohne Schützenhilfe und Rechnereien.








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