Am Samstagabend geht es für den 1. FC Köln um alles. Die Mannschaft von Trainer Gerhard Struber muss gegen Jahn Regensburg liefern. Das Spiel wird zum großen Test für alle Beteiligten.
Ein Kommentar von Marc L. Merten
Die Spannung steigt. Die 2. Bundesliga befindet sich mitten in ihrer entscheidenden Phase. Der 32. Spieltag fordert auch den 1. FC Köln noch einmal anders heraus. Mit Jahn Regensburg kommt das in allen Belangen schwächste Team der Liga nach Müngersdorf. Als Tabellenführer kann es für den FC daher nur ein Ergebnis geben: drei Punkte.
Der SSV Jahn ist Letzter, hat die wenigsten Tore erzielt (19), die meisten Tore kassiert (65), die wenigsten Siege eingefahren (6) und in 31 Spielen nur 23 Punkte geholt. Eine Niederlage in Köln würde den verdienten Abstieg bedeuten, nachdem Regensburg in dieser Liga überwiegend chancenlos war. Dennoch werden die 90 Minuten für den 1. FC Köln vor allem eines: harte Arbeit.
Struber muss zu den Spieler durchdringen
Denn dass der FC alles andere als stabil durch die Saison geht, hat die Niederlage in Hannover wieder gezeigt. Daher wird das Duell gegen den Jahn zum Charaktertest für Mannschaft und Trainerteam. Die Spieler müssen den kraftlosen Auftritt in Hannover korrigieren, vor allem mit einer besseren Einstellung. Überzeugung und Konzentration werden gegen Regensburg entscheidend sein, denn die individuelle Qualität spricht klar für den FC.
Doch auch das Trainerteam muss zeigen, dass es für dieses Spiel bereit ist. Gerhard Struber muss nicht nur die richtige Taktik und Aufstellung finden, sondern auch mit seinen Worten zu den Spielern durchdringen und sie für diese Partie sensibilisieren und motivieren. Von der ersten Minute an erwarten die 50.000 Zuschauer Vollgas-Fußball, um keinen Zweifel daran zu lassen, wer den Rasen als Sieger verlässt.
Über Kellers Ex-Club in die Bundesliga
Auch für Sportchef Christian Keller ist diese Partie immens wichtig. Mannschaft und Trainerteam sind seine Verantwortung. Am Spieltag selbst kann er zwar nur noch wenig Einfluss nehmen. Dennoch ist der Ausgang der Saison auch für den 46-Jährigen von großer Bedeutung. Und so könnte ein FC-Sieg zwar den Abstieg seines Ex-Clubs bedeuten, dafür aber auch den Aufstieg der Geißböcke ermöglichen.
Liefern müssen am Samstagabend aber die sportlichen Akteure. Wie gegen Münster vor zwei Wochen braucht es eine Energieleistung mit einem klaren Fokus auf jede einzelne Aktion auf dem Rasen. Zweifel dürfen keine Rolle mehr spielen. Die Fans werden die Mannschaft von der ersten Sekunde an nach vorne peitschen. In Hannover wurden die Anhänger enttäuscht. Gegen Regensburg könnte die Wiedergutmachung der vorentscheidende Schritt in Richtung Bundesliga werden.





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