Die U17 des 1. FC Köln ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Im Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft gewann die Mannschaft von Manuel Hartmann gegen den 1. FC Nürnberg souverän mit 3:0 (1:0) und untermauerte damit ihren Anspruch, um den Titel mitspielen zu wollen.
Aus dem Franz-Kremer-Stadion berichten Lars Tetzlaff und Marc L. Merten
Sie waren alle gekommen: Rund 1900 Fans des 1. FC Köln inklusive der aktiven Fanszene, dazu die Verantwortlichen um Sportchef Christian Keller, die beiden FC-Vizepräsidenten Carsten Wettich und Eckhart Sauren, aber auch U16-Nationaltrainer Andre Pawlak mit seinem Co-Trainer und Nationalspieler Jens Nowotny.
Das Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft rief, und die Geißböcke wollten nach einer bislang herausragenden Saison ein weiteres Ausrufezeichen setzen. Gegen den 1. FC Nürnberg war der FC der klare Favorit. Nach einer überragenden Hauptrunde (zehn Siege in zehn Spielen) sollte es auch in der K.o.-Runde so weitergehen.
Tore und Highlights
14. Minute: Der FC wollte seiner Favoritenrolle von der ersten Minute an gerecht werden, presste noch, gewann viele Bälle, war aber häufig im Zuspiel dann zu ungenau. Nicht so nach einer Viertelstunde: Ein weiterer hoher Ballgewinn brachte Milan Nikolic in die richtige Position, mit einem Steckpass Exaouse Vunguidica zu bedienen, und der Offensivspieler blieb zehn Meter vor dem gegnerischen Tor cool. Seinen Schuss konnte FCN-Keeper Noah Heid nicht mehr abwehren – das frühe 1:0 für die Geißböcke.
1. Halbzeit: Darüber hinaus war der FC zwar die bessere Mannschaft, Nürnberg blieb aber gefährlich, sodass Leonard Reimers im FC-Tor mehrfach zur Stelle sein musste. Den Geißböcken war die Nervosität eines K.o.-Spiels anzumerken, sodass es nach 45 Minuten beim 1:0 blieb.
2. Halbzeit: Die zweite Halbzeit begann mit zwei guten Chancen für die Geißböcke – erst zwang Kevin Ekweribe mit einem Schuss ins kurze Eck Heid zu einer starken Fußabwehr. Dann verpasste Lennard Völp nach einem Eckball das 2:0 per Kopf (55./56.). Dann schlenzte Benjamin Ley einen Freistoß aus 17 Metern an die Latte (60.), und nur Sekunden später jagte Brian Adoga einen Ball aus elf Metern per Dropkick über das Gehäuse. Der FC hätte das Spiel zu diesem Zeitpunkt schon entscheiden müssen.
72. Minute: Die Entscheidung fiel dann aber doch. Der FC erkämpfte sich die Kugel im Mittelfeld. Ekweribe startete den Konter mit einem Pass auf den erst Sekunden zuvor eingewechselten Josias Simon. Dessen flache Hereingabe von der linken Seite ins Zentrum war etwas zu ungenau. Andernfalls hätte Nikolic bereits einschieben können. Doch der Zehner hatte die perfekte Idee und legte mit der Hacke zurück auf den ebenfalls eingewechselten Niklas Abert, sodass diese aus fünf Metern nur noch ins leere Tor schießen musste – das 2:0.
90+3. Minute: Das Spiel war entschieden, und doch machte der FC noch ein letztes Tor. Bei einem Konter von der rechten Seite kam der Ball eher zufällig im Strafraum zu Julius Baum. Der Angreifer nahm die Kugel gar nicht erst an, sondern schoss aus der Drehung. Mit etwas Glück rutschte der Ball unter Heid hindurch und schlug am kurzen Pfosten zum 3:0-Endstand ein.
Fazit
Der 1. FC Köln hat sich souverän ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft gespielt. Die B-Junioren brauchten zwar eine Halbzeit, um die Nervosität abzulegen. Nach der Pause aber hatte der FCN praktisch keine Chance mehr und konnte froh sein, dass die Geißböcke das Ergebnis nicht deutlich in die Höhe schraubten.
Für Manuel Hartmann und seine Truppe geht es in einer Woche mit dem Viertelfinale weiter. Dann müssen die Geißböcke zur U17 von RB Leipzig. Die Leipziger setzten sich im Achtelfinale gegen den 1. FC Magdeburg mit 4:2 durch, nachdem sie ihre Gruppe B in der Hauptrunde gewonnen hatten. Eine schwere Aufgabe also für den FC. Nach dem Erfolg gegen Nürnberg aber kann die Hartmann-Elf im Viertelfinale mit breiter Brust antreten.







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