Friedhelm Funkel bleibt nicht Trainer des 1. FC Köln. Die am Freitag verkündete Entscheidung sorgt bei Pierre Littbarski für Fassungslosigkeit. Die FC-Legende übt deutliche Kritik.
Der Aufstiegscoach steigt nicht mit auf. Friedhelm Funkel, der nach dem 32. Spieltag von Gerhard Struber übernommen hatte, wird am Trainer-Casting des 1. FC Köln nicht teilnehmen. Die Absage des 71-Jährigen sorgt für Diskussionen unter den Fans – und für Kritik einer Vereinsikone.
Pierre Littbarski kann absolut nicht nachvollziehen, dass die FC-Verantwortlichen Funkel nicht sofort gebunden haben. „Die Entscheidung des 1. FC Köln, Friedhelm Funkel nicht mehr weiterzubeschäftigen, kann man nur noch mit Ironie bewältigen“, leitet der 65-Jährige sein neuestes Instagram-Video ein.
Littbarski rätselt über „große Nebelwand“
„Lieber FC“, fährt Littbarski mit ebenjener Ironie fort: „Du hast wieder alles richtig gemacht. Einem Mann, der gerne beim FC bleiben wollte, der innerhalb von zwei Wochen einer Mannschaft wieder Leben eingehaucht hat, der im letzten Spiel mit dieser Mannschaft ein absolutes Feuerwerk abgebrannt hat – dem verpasst du einfach mal einen Tritt in den Hintern.“
Festzuhalten gilt es dabei: Sportdirektor Thomas Kessler hat Funkel in einem Gespräch am Freitag keine Absage übermittelt. Die Kölner Verantwortlichen wollen allerdings verschiedene Trainer-Kandidaten ausloten und in einen gut zehntägigen Auswahlprozess starten – Funkel hat keine Lust, an diesem Prozess teilzunehmen, und sagte daher selbst ab (der GEISSBLOG berichtete). Er spüre das Vertrauen der Gremien nicht, erklärte der siebenfache Aufstiegstrainer zudem.
Der FC-Fan kommt auch in der neuen Saison natürlich wieder ins Stadion und tut sich das an, was auf dem grünen Rasen passiert.
Pierre Littbarski
„Ich weiß überhaupt nicht, welche Gremien das entschieden haben“, poltert derweil Littbarski, spricht von einer „großen Nebelwand“ und schiebt nach: „Macht weiter so, der FC-Fan kommt auch in der neuen Saison natürlich wieder ins Stadion und tut sich das an, was auf dem grünen Rasen passiert. Auf alle Fälle ohne Friedhelm Funkel, ich finde es sehr schade.“
An Funkel persönlich gewandt ergänzt der Weltmeister von 1990: „Friedhelm, vielen Dank für dein Engagement. Ich wünsche dir viel Glück, Erfolg und Gesundheit.“ Das wünsche er natürlich auch dem FC, doch: „Da bin ich mir nicht ganz sicher, wie das weiterläuft.“








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