Die U21 des 1. FC Köln kann doch noch gewinnen. Am Samstagnachmittag setzten sich die Geißböcke mit 4:2 (2:0) beim FC Gütersloh durch. Jonas Saliger überragte mit vier Scorer-Punkten.
Es war das Aufeinandertreffen zweier Serientäter. Während der Tabellenzweite Gütersloh letztmals im November verloren und zuletzt fünf Siege in Folge gefeiert hatte, ging die U21 des 1. FC Köln mit der ernüchternden Bilanz von sechs Pleiten aus sieben Regionalliga-Partien in ihr vorletztes Saisonspiel. Zur Freude von Trainer Evangelos Sbonias war es letztlich die Negativserie seiner Kölner, die riss.
Tore
14. Minute: Nach ausgeglichenen Anfangsminuten mit Ausschlägen in beide Richtungen übernahm der FC zunehmend die Kontrolle, erarbeitete sich einige Standardsituationen und schlug nach einem Eckball zu. Jonas Saliger flankte scharf in den Fünfer, wo sich Comebacker Neo Telle nach fünf Wochen Pause durchsetzte und zum 1:0 einköpfte.
40. Minute: Der FC belohnte sich für eine überzeugende erste Halbzeit, konterte sich zum 2:0. Patrik Kristal leitete den Ball nach einem Doppelpass mit Marco Höger auf Saliger weiter. Der 21-Jährige ließ an der Strafraumgrenze noch einen Gegenspieler aussteigen und schoss dann platziert ins linke Eck ein.
46. Minute: Gütersloh kam mit Dampf aus der Kabine, wollte sofort Wiedergutmachung für die schwache erste Halbzeit leisten – und tat das auch. Der FC konnte nach einem Einwurf nicht klären, Frieling setzte sich im Kölner Strafraum durch und flankte von der Grundlinie in den Fünfer, wo Patrik Twardzik zum 2:1-Anschluss einköpfte.
57. Minute: Das 2:2 folgte kurz darauf, der FC machte es Gütersloh viel zu einfach. Phil Beckhoff drang von links in den Sechzehner ein, vernaschte am Fünfmeterraum Telle und traf ins lange Eck.
73. Minute: Nachdem es zunächst gewirkt hatte, als würde das Spiel komplett kippen, fing sich der FC wieder, hatte durch Mansour Ouro-Tagba plötzlich die riesige Chance, wieder in Führung zu gehen – der Angreifer wurde im letzten Moment geblockt. Doch nach dem anschließenden Eckball, erneut stark von Saliger getreten, köpfte Teoman Akmestanli aus minimaler Distanz zum 3:2 ein.
84. Minute: Das Stadion im Heidewald wurde noch mal laut. Denn Gütersloh war fassungslos, dass Schiedsrichter Jörn Schäfer nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Bei einer Klärungstat im eigenen Sechzehner hatte Jaka Potocnik seinen Gegenspieler im Gesicht getroffen. Der Unparteiische hatte gute Sicht und entschied auf Weiterspielen.
96. Minute: Der überragende Saliger machte den Deckel drauf. Güterslohs Defensive war in der letzten Minute der Nachspielzeit komplett unsortiert, der eingewechselte Joao Pinto legte am Fünfer quer, sodass Saliger nur noch zum 4:2 einschieben brauchte. Zwei Tore, zwei Vorlagen – der Linksaußen ging in Sachen Scoring mit einem Viererpack vom Platz.
Personal
So spielte der FC: Blazic – Krautkrämer, Smajic, Telle, Akmestanli – Höger, Strauch (69. Borie) – Ouro-Tagba (75. Pinto), Kristal, Saliger – Potocnik (90. Lennemann)
Zur Aufstellung: Alessandro Blazic, in der Hinrunde die Nummer eins, stand erstmals seit Januar wieder zwischen den Pfosten. Zehn Spiele hatte der Slowene aufgrund einer Rückenverletzung verpasst. Neo Telle spielte zum ersten Mal seit Ende März, seit seiner Einwechslung bei den Profis in Paderborn. Der Innenverteidiger war anschließend krankheitsbedingt ausgefallen. Auf der Kölner Bank blieben am Samstag aufgrund großer Personalsorgen drei Plätze frei. Evangelos Sbonias musste unter anderem auf die angeschlagenen Meiko Sponsel (Knöchelprobleme) und Mikail Özkan (Schmerzen an der Fußsohle) sowie auf die gesperrten Oliver Schmitt (Gelb-Rot) und Emin Kujovic (5. Gelbe) verzichten.
Fazit
Die U21 hat gegen den Tabellenzweiten Gütersloh bewiesen, dass mehr in ihr steckt, als die letzten Ergebnisse vermuten ließen. Wenngleich es nach der Pause, als Gütersloh aus einem 0:2 im Eiltempo ein 2:2 machte, wirkte, als würde der FC eine gute erste Halbzeit – wie zuletzt schon beim 1:3 in Duisburg – nicht in Zählbares ummünzen können. Diesmal aber präsentierten sich die Kölner widerstandsfähig, kämpften sich zurück und gingen nach abwechslungsreichen 90 Minuten nicht unverdient als Sieger vom Platz. Somit ist der FC die erste Mannschaft, die Gütersloh in diesem Kalenderjahr eine Niederlage zugefügt hat – durchaus beachtlich. Nach einem spielfreien Wochenende wartet am 17. Mai noch ein weiteres Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Oberhausen, wo die Geißböcke ihrem Kapitän Marco Höger zum Karriereende einen letzten Sieg schenken wollen.






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