„Völlig krass!“ Stolzer Ruthenbeck feiert Titel und hofft auf Super-Sonntag

Da ist das Ding: Nick Zimmermann reißt die Meisterschale in die Höhe. (Foto: IMAGO / HMB-Media)
Da ist das Ding: Nick Zimmermann reißt die Meisterschale in die Höhe. (Foto: IMAGO / HMB-Media)

Die U19 des 1. FC Köln hat es tatsächlich geschafft und sich zum Deutschen Meister 2025 gekrönt. Stefan Ruthenbeck konnte es anschließend kaum fassen.

Aus der BayArena berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten

Sechseinhalb Minuten mussten Stefan Ruthenbeck und seine Spielern zittern. Die Nachspielzeit zog sich in die Länge und wurde sogar noch einmal eine halbe Minute länger als gedacht. Einen letzten Ball musste Nick Zimmermann am eigenen Sechzehner klären. Dann war es geschafft. Aus und vorbei, der 1. FC Köln hatte Bayer Leverkusen mit 5:4 niedergerungen.

Ein irrsinniges Finale mit Wendungen über die gesamte Spielzeit. Aus 0:2 machte der FC in 217 Sekunden ein 4:2, um dann das 4:4 zu kassieren, ehe Luis Stapelmann das 5:4 nach einer Ecke köpfte. Als der Schiedsrichter schließlich ein letztes Mal pfiff und alles vorbei war, sanken die Bayer-Youngsters enttäuscht zu Boden, während sich die FC-Spieler in die Arme fielen.

So jubelt Ruthenbeck über den Titel

Ruthenbeck bekam direkt eine Wasserdusche ab, ehe der Cheftrainer und Meister-Macher die Hände über den Kopf schlug, sich sprachlos umsah und dann seinem Trainerteam in die Arme fiel. Nach dem DFB-Pokal-Sieg vor zwei Jahren holte Ruthenbeck nun den nächsten großen Titel nach Köln. Die Deutsche Meisterschaft, die erste seit 1971, überhaupt erst die zweite.

„Völlig krass“, jubelte Ruthenbeck hinterher. „Ich bin megastolz darauf, was wir geleistet haben. Kompliment an alle Jugendtrainer des FC, dieser Erfolg ist eine Summe aus vielen Teilen. Das ist eine echte FC-Mannschaft.“ Der 53-Jährige hatte eine ausgeglichene Partie gesehen mit Vorteilen beim FC in Hälfte eins und bei Bayer in Hälfte zwei. „Nach dem 4:4 war das Momentum eigentlich auf Leverkusener Seite, aber wir haben uns noch mal rausgezockt. Krass, welchen Aufwand wir betrieben haben, welche Mentalität diese Mannschaft gezeigt hat.“

Hoffnung auf den Kölner Super-Sonntag

Nach der Partie jubelten Spieler und Trainerteam vor dem über 3000 mitgereisten FC-Fans. Anschließend sollte es zurück nach Köln gehen, um die Profis im Aufstiegsfinale der 2. Bundesliga zu sehen. „Wir wissen alle, dass unsere erste Mannschaft die Priorität hat. Nichts desto trotz ist es sehr wichtig für den Verein, einen Titel zu hören“, sagte Ruthenbeck mit Blick auf den Kölner Super-Sonntag mit dem U19-Finale und dem 34. Spieltag der Profis gegen den 1. FC Kaiserslautern.

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