Zu diesem Club geht von der Hitz – wie der FC sein Top-Talent verlor

Justin von der Hitz wechselt zum 1. FC Nürnberg. (Foto: Bucco)
Justin von der Hitz wechselt zum 1. FC Nürnberg. (Foto: Bucco)

Am Freitagabend kämpft der 1. FC Köln beim 1. FC Nürnberg um den Aufstieg. Ein anderes Duell mit dem Club haben die Geißböcke bereits verloren: Justin von der Hitz wechselt nach Nürnberg. Das sind die Hintergründe.

Der Zeitpunkt, an dem Justin von der Hitz‘ Abschied vom 1. FC Köln durchgesickert ist, könnte brisanter kaum sein. Am Donnerstagmorgen vermeldete zuerst der Kicker, dass der U17-Weltmeister seinen auslaufenden Vertrag am Geißbockheim nicht verlängern wird. Nach GEISSBLOG-Informationen zieht es von der Hitz ausgerechnet zum nächsten Kölner Gegner – dem 1. FC Nürnberg.

Von der Hitz, der am Sonntag in Bremen mit der U19 des FC ins Finale um die Deutsche Meisterschaft einziehen will, hat bei den Franken bereits unterschrieben. Offiziell verkündet werden soll der Wechsel zu einem späteren Zeitpunkt, wohl kommende Woche.

Man war sich eigentlich einig

In Nürnberg winken von der Hitz in der nächsten Saison direkt Einsätze auf der Zweitliga-Bühne, beim FC hätte er wohl vorerst in der U21 Spielpraxis gesammelt. Die Chance, den 18-Jährigen langfristig zu binden, war dennoch da.

Nach GEISSBLOG-Informationen hatten insbesondere Nachwuchschef Lukas Berg und der mittlerweile zum Sportdirektor beförderte Thomas Kessler für eine Vertragsverlängerung gekämpft. Zwischenzeitlich hatte man sich auf einen gemeinsamen Weg geeinigt, der vorsah, dass von der Hitz im kommenden Sommer die Vorbereitung mit den Profis absolviert, anschließend weiter mittrainiert und vor allem in der Regionalliga eingesetzt wird. Ab der Saison 2026/27 sollte er fester Teil des Profi-Kaders sein.

Allerdings war das Duo nicht befugt, die Verlängerung mit dem gebürtigen Bergisch-Gladbacher abzuschließen – Vertragsgespräche mit Top-Talenten waren bis zuletzt eine Sache von Christian Keller. Und zur Verwunderung der Spielerseite ließ der FC die finanziellen Verhandlungen nach der erzielten Einigung über den sportlichen Weg schleifen.

Strubers Worte halfen nicht

Auch vom inzwischen entlassenen Profi-Coach Gerhard Struber fühlte man sich wenig wertgeschätzt. Ein Gespräch über die gemeinsame Zukunft blieb zunächst aus, Struber sagte stattdessen im März öffentlich: „Dass er in absehbarer Zeit schon ein Spieler für uns sein wird, sehe ich sehr kritisch. Ich würde da noch wenig Hoffnung reinlegen.“

Das half natürlich nicht, um von der Hitz weiterhin von einem Verbleib zu überzeugen. Zumal seine Leistungskurve bei der U19 parallel immer weiter anstieg. Der Rechtsaußen ist im Team von Stefan Ruthenbeck der Top-Scorer, weckte so immer mehr Interesse. Die Nürnberger, die mit ihrer Talente-Entwicklung zuletzt für Furore sorgten, erhielten den Zuschlag.

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