Der 1. FC Köln bekommt endlich eine Millionen-Summe für Florian Wirtz. Der Rekordtransfer des Kölner Eigengewächses zum FC Liverpool ist perfekt. Doch wann fließt die Beteiligung?
Der Transfer von Florian Wirtz ist seit Freitagabend perfekt. Der deutsche Nationalspieler wechselt für eine Sockelablöse in Höhe von umgerechnet rund 125 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zum FC Liverpool. Durch zahlreiche Boni kann sich die Gesamtsumme noch auf 150 Millionen Euro erhöhen. Das freut auch den 1. FC Köln.
Wie berichtet, kassiert der FC an diesem Deal mit. Nachdem die Geißböcke das Supertalent im Januar 2020 für 200.000 Euro hatten ziehen lassen müssen, folgt nach über fünf Jahren nun zumindest eine kleine Entschädigung. Über die Ausbildungsentschädigung und den von der FIFA festgelegten Solidaritätsbeitrag erwartet der FC nun eine Millionensumme.
FC kassiert mindestens zwei Millionen
Wie bereits Ende Mai exklusiv berichtet, prüft der FC schon länger rechtlich noch die genaue Summe. Von der Sockelablöse werden zunächst knapp unter sechs Millionen Euro verteilt, von den Boni noch einmal weitere 1,5 Millionen Euro. Die FIFA muss nun entscheiden, wie viel Geld dem FC zusteht – und wie viel Bayer Leverkusen als zweitem Verein, für den Wirtz in seinen noch jungen Jahren gespielt hat.

Schon jetzt ist klar, dass der 1. FC Köln auf Basis der Sockelablöse im Minimum rund zwei Millionen Euro kassieren wird. Diese Summe könnte sich noch einmal um rund 500.000 Euro erhöhen, sollte Liverpool am Ende die volle Ablösesumme zahlen müssen. Doch die Geißböcke wollen auch einen Anteil an der Summe, die Bayer zustehen könnte. Wie viel genau, ob nur an der Ausbildungsentschädigung oder auch am Solidaritätsbeitrag, muss der Weltverband klären.
Diese Fristen setzt die FIFA
Nach GEISSBLOG-Informationen läuft die rechtliche Prüfung von Kölner Seite noch. Es gilt inzwischen als unwahrscheinlich, dass der FC die gesamte Beteiligung in Höhe von rund 7,5 Mio. Euro wird einstreichen können. Doch womöglich könnte noch einmal ein hoher sechsstelliger Betrag dazu kommen. Immerhin: Mit zwei Mio. Euro kann der FC sicher rechnen. Nur wann kommt das Geld?
Das hängt an mehreren Faktoren. Liverpool und Leverkusen haben sich im Transfervertrag auf nicht näher bekannte Zahlungsmodalitäten geeinigt. Diese müssen zunächst inklusive vertraglichem Nachweis bei der FIFA hinterlegt werden. Für jede Zahlung, die Liverpool leisten muss, berechnet sogenannte „Clearing House“ des Weltverbandes den Verteilungsschlüssel. Liverpool hat jeweils 30 Tage Zeit, der FIFA die vertraglich festgelegte Summe zu überweisen, die dann wiederum von der FIFA an die beteiligten Clubs ausgezahlt wird. Dies soll laut FIFA ohne weitere Verzögerung geschehen.
Geld fließt noch in diesem Sommer
Der 1. FC Köln kann sich also noch in diesem Sommer über eine Summe von mindestens zwei Millionen Euro freuen. So hat die Unterschrift von Florian Wirtz beim FC Liverpool und das Bild des 22-Jährigen im Trikot der Reds doch noch eine Bedeutung für die Geißböcke. Zwar hat der FC sportlich wie finanziell ein herbes Verlustgeschäft erlitten. Doch mit fünf Jahren Verzögerung erfolgt dennoch zumindest eine kleine Entschädigung, die dem FC beim Bau des nächsten Bundesliga-Kaders helfen dürfte.








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