„Einfache Einigung“ mit Keller: Ex-FC-Boss erhält Aufstiegsprämie

FC-Vize Eckhard Sauren beim Mitgliederstammtisch im Januar mit Christian Keller und Gerhard Struber. (Foto: Bucco)
FC-Vize Eckhard Sauren beim Mitgliederstammtisch im Januar mit Christian Keller und Gerhard Struber. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln und Christian Keller haben sich nach der vorzeitigen Trennung offenbar problemlos auf eine Vertragsauflösung verständigt. Eckhard Sauren bestätigt zudem, dass der Ex-Sportchef und Gerhard Struber eine Aufstiegsprämie erhalten.

Im Dezember 2024 hatte der 1. FC Köln den Vertrag von Christian Keller bis 2026 verlängert. Nach der Entlassung des Geschäftsführers am 4. Mai haben sich beide Parteien geräuschlos auf eine Auflösung des Arbeitspapiers verständigt.

„Die Einigung mit ihm war einfach, gut und ist bereits vollzogen. Wir sind nach wie vor mit Christian Keller im offenen Austausch. Er verlässt den FC erhobenen Hauptes“, erklärt Vizepräsident Eckhard Sauren im Gespräch mit dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Kwasniok „ein pragmatischer Autodidakt“

Darüber hinaus bestätigt Sauren, dass Keller und der zeitgleich entlassene Trainer Gerhard Struber eine Aufstiegsrämie erhalten. „Natürlich – die haben sie sich auch verdient“, so der 53-Jährige. An 32 von 34 Spieltagen der Aufstiegssaison standen Keller und Struber in der Verantwortung. Nach der doppelten Trennung gelangen unter Sportdirektor Thomas Kessler und Interimscoach Friedhelm Funkel die letzten Schritte.

Sauren spricht von einem Übergang, „der sehr gut funktioniert hat“, und setzt auch in Funkel-Nachfolger Lukas Kwasniok große Hoffnungen: „Ich halte Lukas Kwasniok für einen sehr spannenden Trainer, dem ich den Schritt in die Bundesliga zutraue. Er ist ein pragmatischer Autodidakt mit großer Flexibilität und einem besonderen Gespür für die Mannschaft, die jeweilige Situation und die Spielidee. Er ist ein echter Fußballfreak.“

Die schnelle Einigung mit Keller passt derweil zu dessen Aussagen in der Vergangenheit. Der quasi dauerhaft in der Kritik stehende Sportboss hatte zwischenzeitlich selbst seinen Rücktritt angeboten, wie er mal auf einem Mitgliederstammtisch verriet. „Ich habe den verantwortlichen Aufsichtsgremien gesagt: ‚Wenn es dem FC hilft, müsst Ihr mich nicht rausschmeißen, dann gehe ich einfach.’“ Letztlich führte seine Treue zu Struber zum Aus.

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