„Konnte sich noch nicht durchringen“: So kämpft der FC um Downs und Martel

Eric Martel und Damion Downs gehören zu den wertvollsten Spielern des 1. FC Köln und sind nur noch bis Juni 2026 gebunden. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Eric Martel und Damion Downs gehören zu den wertvollsten Spielern des 1. FC Köln und sind nur noch bis Juni 2026 gebunden. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Der 1. FC Köln kämpft weiterhin um Damion Downs und Eric Martel, die ihre 2026 auslaufenden Verträge vorzeitig verlängern sollen. Beim Mitgliederstammtisch hat Thomas Kessler über den aktuellen Stand der Gespräche informiert.

Bleiben Damion Downs und Eric Martel beim 1. FC Köln? Das ist eine der drängendsten Fragen des Sommers. Und natürlich wurde diese Frage auch am Dienstagabend beim Mitgliederstammtisch gestellt. Thomas Kessler konnte sie bei der Talkrunde im RheinEnergieStadion wenig überraschend nicht mit Sicherheit beantworten, doch der Sportdirektor bekräftigte noch mal den Willen des FC, beide zu halten.

„Es hat noch niemand irgendwo was unterschrieben“, erklärte Kessler, als er im 12. Mann auf Downs angesprochen wurde, und schob nach: „Wir sind mit Damion im Austausch. Er konnte sich noch nicht durchringen, den Vertrag zu unterschreiben.“ Es gebe noch keine Entscheidung.

Downs und Martel im Turniermodus

Downs, dem ein für Kölner Verhältnisse hoch dotiertes Angebot bis 2029 vorliegt, befindet sich derzeit mit der Nationalmannschaft der USA beim Gold Cup. Umworben wird er unter anderem vom FC Southampton. Erst am Wochenende war bekannt geworden, dass die Geißböcke bereits eine erste Anfrage des Premier-League-Absteigers abgeschmettert haben (der GEISSBLOG berichtete). Southamptons Vorstoß bewegte sich in keinem Rahmen, der für den FC interessant gewesen wäre.

Martel wiederum weilt aktuell mit der U21-Nationalmannschaft in der Slowakei, steht mit dem DFB-Team bereits vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen England (Mittwoch, 21 Uhr) vorzeitig im Viertelfinale. Über seine Zukunft will er erst nach dem Turnier entscheiden. Vater Gerhard, der gemeinsam mit dem langjährigen Bundesliga-Manager Michael Reschke als Berater fungiert, sagte diesbezüglich zuletzt: „Das steht momentan in den Sternen.“ Es gebe „einige Bundesligisten“, die Martel „sehr reizen“ würden (der GEISSBLOG berichtete).

Kwasniok schon im Austausch mit Martel

Kessler erklärte am Dienstagabend: „Ich bin schon länger im Austausch mit Erics Berater und habe auch schon mit ihm gesprochen – in dem Wissen, dass er sich auf die U21-EM konzentrieren soll.“ Auch Lukas Kwasniok habe sich telefonisch bereits mit Martel unterhalten, „um ihm einfach mal ‚Hallo‘ zu sagen“.

Und Kessler hofft, dass Kwasniok seinen Teil zu Martels Verbleib beitragen wird. „Wir können eine Mannschaft zusammenstellen, bei der Eric mit dem Trainer noch mal mehr an seinen Themen arbeiten kann“, so der Sportdirektor, der überzeugt ist: „Eric sollte den nächsten Schritt in seiner Entwicklung beim 1. FC Köln in der Bundesliga machen.“ Dafür werde man ihm ein „Paket“ schnüren, das „finanziell sehr vernünftig“ sei – wenn auch nicht im Bereich der absoluten Top-Clubs. „Der Markt reguliert die Preise und Eric muss Vertrauen in den FC haben“, so Kesslers Wunsch.

Weitere Fragezeichen im Kader

Klärungsbedarf herrscht darüber hinaus unter anderem auch bei Timo Hübers und Jan Thielmann, deren Verträge wie jene von Downs und Martel ebenfalls zum 30. Juni 2026 auslaufen. Gleiches gilt für Max Finkgräfe, der den FC wohl schon in diesem Sommer verlassen wird – die TSG Hoffenheim macht derzeit Ernst, ist mit ihrem ersten Angebot allerdings bei Kessler abgeblitzt.

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