Lukas Kwasniok verspricht bei seinem Amtsantritt: Er scheut sich nicht davor, Talente ins kalte Wasser zu werfen. Der neue Trainer des 1. FC Köln hat angekündigt, dass für ihn einzig und allein die Qualität zählt.
Ein Händchen für die Weiterentwicklung eigener Talente gilt beim 1. FC Köln als unverhandelbares Einstellungskriterium für einen Cheftrainer. In der Vergangenheit gelang dies dem einen Coach besser, dem anderen weniger gut. Ab sofort versucht sich Lukas Kwasniok daran, das immense Potenzial der Akademie in den Profibereich zu integrieren.
Sein Versprechen an den FC-Nachwuchs: „Ich werde die Jungs nicht davor schützen, ihre Qualität auf dem Platz zeigen zu wollen.“ Soll heißen: Talente dürfen unter Kwasniok auf eine schnelle Chance hoffen, wenn sie den Trainer überzeugen können.
Kwasniok: „Wenn die Jungs die Qualität haben…“
„Ich habe in der Vergangenheit durchaus bewiesen, dass in allererster Linie die Qualität entscheidend ist“, bringt der 44-Jährige zum Ausdruck, dass Erfahrung ein untergeordnetes Kriterium ist. „Wenn die Jungs die Qualität haben, lass sie einfach laufen“, lautet sein Motto. In Paderborn machte Kwasniok beispielsweise den vom FC umworbenen Aaron Zehnter vom Regionalliga-Spieler zum Zweitliga-Leistungsträger.
Angst davor, Eigengewächse ins kalte Bundesliga-Wasser zu werfen, habe er keinesfalls. „Es wird auf eine gute Mischung ankommen. Ich scheue mich aber nicht davor, das ist auch die Identität des Vereins“, meint Kwasniok und erklärt: „Du musst sehen, ob sie in der Lage sind, ein Bundesliga-Spiel zu absolvieren. Dann ist es die große Kunst, das nicht nur ein- oder zweimal abzurufen, sondern dauerhaft. Das ist ein Prozess, es wird Wellenbewegungen geben.“
Wir haben einen Deutschen Meister hier im Haus! Der Deutsche Meister in der U19 kommt aus Köln.
Lukas Kwasniok
Direkt nach seiner Antritts-Pressekonferenz am Mittwoch traf sich Kwasniok mit U19-Trainer Stefan Ruthenbeck und U21-Coach Evangelos Sbonias, um über die FC-Talente zu sprechen. Regelrecht begeistert erinnert der Ex-Paderborner: „Wir haben einen Deutschen Meister hier im Haus! Der Deutsche Meister in der U19 kommt aus Köln, ist der FC.“
Aus dieser Meistermannschaft wird sich Fayssal Harchaoui in der Vorbereitung bei den Profis zeigen dürfen. Gleiches könnte für Stürmer Youssoupha Niang sowie den bereits in die U21 hochgezogenen Etienne Borie gelten. Und wer Kwasniok überzeugt, darf offenbar auch länger bleiben.








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