Der 1. FC Köln steckt mitten in der Kaderplanung für die kommende Bundesliga-Saison. In der Vergangenheit haben die Geißböcke immer mal wieder tief in die Tasche gegriffen, um Schlüsselspieler zu verpflichten. Die teuersten FC-Transfers im Überblick.
Vor allem in den 2000er-Jahren hat der 1. FC Köln gelegentlich beachtliche Ablösesummen gezahlt, um Spieler an den Rhein zu holen. Während einige dieser Transfers große Erfolge feierten und sich längerfristig beim FC etablierten, erfüllten andere die hohen Erwartungen nur bedingt. Die folgende Übersicht beleuchtet die teuersten Einkäufe des FC.
Jhon Córdoba

Jhon Córdoba wurde in der Saison 2017/18 für die Vereinsrekordsumme von 17 Millionen Euro vom 1. FSV Mainz 05 verpflichtet. Der bullige Stürmer hatte zunächst Anlaufschwierigkeiten, entwickelte sich aber zum verlässlichen Leistungsträger. In drei Jahren kam er auf 86 Einsätze, bevor er 2020 zu Hertha BSC wechselte.
Lukas Podolski

Lukas Podolski kehrte zur Saison 2009/10 für 10 Millionen Euro von Bayern München zurück zu seinem Heimatclub. Der Nationalspieler war sportlich wie emotional ein Gewinn für den FC. Mit 181 Spielen absolvierte er mehr Einsätze für Köln als für jeden anderen Club in seiner Karriere. 2012 wechselte er schließlich zum FC Arsenal nach London.
Sebastiaan Bornauw

Sebastiaan Bornauw kam 2019/20 für 8,25 Millionen Euro vom RSC Anderlecht und etablierte sich schnell als Stammkraft in der Innenverteidigung. In zwei Spielzeiten trug Bornauw 57-mal das Trikot des 1. FC Köln, ehe er im Sommer 2021 den Verein in Richtung VfL Wolfsburg verließ.
Ondrej Duda

Ondrej Duda wurde zur Saison 2020/21 für sieben Millionen Euro von Hertha BSC verpflichtet. Der slowakische Mittelfeldspieler war sowohl zentral als auch offensiv flexibel einsetzbar. Nach 88 Spielen verließ er den Club im Januar 2023 zunächst per Leihe zu Hellas Verona, die ihn im Sommer desselben Jahres fest verpflichteten.
Jorge Meré

Jorge Meré kam 2017/18 für sieben Millionen Euro von Sporting Gijón und galt als vielversprechendes Talent. Trotz einiger Schwankungen absolvierte der spanische Innenverteidiger 96 Partien für den FC – mehr als für jeden anderen Club. Anfang 2022 wechselte er zu CF América nach Mexiko.
Jannes Horn

Jannes Horn wurde ebenfalls 2017/18 für sieben Millionen Euro vom VfL Wolfsburg verpflichtet. Der Defensivspieler, meist als Links- oder Innenverteidiger eingesetzt, bestritt 78 Spiele für den FC – auch für ihn ein persönlicher Höchstwert. Nach einer Leihe zu Hannover 96 wechselte er 2022 zum VfL Bochum.
Sebastian Andersson

Sebastian Andersson wechselte 2020/21 für 6,5 Millionen Euro von Union Berlin nach Köln. Der schwedische Stürmer kämpfte während seiner Zeit in Köln häufig mit Verletzungen und kam auf 47 Einsätze im FC-Trikot. Nach Vertragsende 2023 war er einige Monate vereinslos, ehe er sich dem 1. FC Nürnberg anschloss.
Ellyes Skhiri

Ellyes Skhiri wurde 2019/20 für sechs Millionen Euro von Montpellier verpflichtet. Mit seiner konstanten Lauf- und Zweikampfstärke war der defensive Mittelfeldspieler ein echter Leistungsträger. Bis zu seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt im Sommer 2023 bestritt Skhiri 133 Spiele für den FC.
Isak Johannesson

Isak Johannesson ist der zweite Transfer für die Bundesliga-Saison 2025/26 und verstärkt für eine Ablösesumme zwischen fünf und fünfeinhalb Millionen Euro das zentrale Mittelfeld des FC. Der isländische Nationalspieler zählte in der abgelaufenen Zweitliga-Saison zu den auffälligsten Akteuren in der 2. Liga: Mit elf Toren, sechs Vorlagen und 386 gelaufenen Kilometern war er Ligaspitze. Seine Vielseitigkeit macht ihn besonders wertvoll: Johannesson spielt sowohl auf der Sechs, der Acht als auch auf der Zehn. Man darf gespannt sein, wie er sich in der Bundesliga einfügt.
Modeste, Drexler, Geromel, Ache

Anthony Modeste, Dominick Drexler und Pedro Geromel wechselten alle jeweils für 4,5 Millionen Euro in die Domstadt. Modeste kam 2015/16 von der TSG Hoffenheim und erzielte in 157 Einsätzen zahlreiche wichtige Tore. Drexler stieß 2018/19 vom FC Midtjylland zum FC und brachte es auf 95 Spiele. Geromel wechselte bereits 2008/09 vom portugiesischen Club Vitória Guimarães und war über Jahre hinweg Stammkraft in der Innenverteidigung (123 Einsätze).
Ragnar Ache, der erste Neuzugang für die Saison 2025/26, sollte nach ersten Informationen rund 4,5 Millionen Euro gekostet haben. Mittlerweile ist jedoch durchgesickert, dass die tatsächliche Ablösesumme für den Mittelstürmer wohl bei etwa 3,5 Millionen Euro liegt. Damit zählt er nicht mehr zur Top Ten der teuersten Transfers der Clubgeschichte.
Investitionen in Qualität
Auffällig ist, dass acht der 13 aufgeführten Rekordverpflichtungen seit der Saison 2017/18 kamen. Mit Ragnar Ache und Isak Johannesson setzt der Club nun nach finanziell schwierigen Jahren wieder klare Zeichen, dass er bereit ist, in Qualität und Perspektive zu investieren. Ob sich diese Investitionen sportlich auszahlen, wird die kommende Saison zeigen.








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