Der 1. FC Köln spricht mit Tom Krauß über einen Transfer zu den Geißböcken. Wie aber planen die Geißböcke mit dem 24-Jährigen? Noch ist der Wechsel längst nicht in trockenen Tüchern.
Im Mittelfeldzentrum klafft beim 1. FC Köln noch eine große Lücke. Eric Martel ist der einzige Sechser im Kader, während Denis Huseinbasic und Isak Johannesson als Achter nur im Notfall den defensiven Part vor der Abwehr übernehmen könnten. So verwundert es nicht, dass der FC sich um Tom Krauß bemüht.
Das Kölner Interesse ist verbrieft, seit Christian Heidel eine Anfrage von Thomas Kessler beim 1. FSV Mainz 05 bestätigt hat. Der Sportdirektor der Geißböcke wollte sich die Erlaubnis einholen, mit dem Spieler Kontakt aufnehmen zu dürfen, da Krauß in Mainz noch bis 2027 unter Vertrag steht.
Clubs mit unterschiedlichen Vorstellungen
Von einer Einigung sind alle Seiten nach GEISSBLOG-Informationen aber noch ein gutes Stück entfernt. Die Situation ist kompliziert: Der FC will den Sechser nur ausleihen, ein sofortiger Kauf ist finanziell nicht möglich. Eine Kaufoption würden sich die Geißböcke in jedem Fall sichern wollen, je nach Summe wären sie auch mit einer Kaufpflicht im Fall des Klassenerhalts einverstanden.
Mainz hingegen hat noch nicht entschieden, ob man den Spieler überhaupt ziehen lassen möchte. Wenn überhaupt, wären sie bei einem Kaufangebot sofort gesprächsbereit. Im Fall einer Leihe wäre wohl noch Kölner Überzeugungsarbeit nötig. Auch, weil die Mainzer sich noch für die Conference League qualifizieren können und im Fall eines Einzugs in die Gruppenphase einen breiteren Kader bräuchten als nur für Bundesliga und DFB-Pokal.
Henriksen setzt nicht auf Krauß
Krauß weiß aber auch, dass sein Noch-Trainer Bo Henriksen grundsätzlich keinen gesteigerten Wert mehr auf den Verbleib des 24-Jährigen legt. Daher will sich Krauß erneut verändern. Der Sechser war von RB Leipzig zweimal erfolgreich nach Nürnberg und Schalke ausgeliehen worden und dann für fünf Millionen Euro nach Mainz gegangen. Dort nur unter Bo Svensson glücklich, folgte eine Leihe nach Luton, ehe es weiter nach Bochum ging.
Nun also Köln? Der FC plant nach GEISSBLOG-Informationen Krauß neben Eric Martel als zweiten Sechser ein und nicht – wie es zunächst den Anschein gemacht hatte – als Vorgriff auf einen Martel-Abgang. Krauß interpretiert die Position in der Mittelfeldzentrale defensiver als Johannesson und Huseinbasic. Dennoch sind Martel und Krauß unterschiedliche Spielertypen, die daher auch zusammen auflaufen könnten. Insbesondere in Spielen, in denen der FC als Außenseiter deutlich weniger Ballbesitz erwarten würde.
So will der FC in die Saison gehen
Dennoch bleibt die Situation kompliziert: Der FC schaut sich auch noch nach Alternativen um, insbesondere für den Fall, dass Eric Martel den Club noch verlassen sollte. Dann, so heißt es aus dem Geißbockheim, bräuchte es neben Krauß noch eine weitere „Holding Six“. Im Mindesten will der FC aber mit Martel, Krauß (oder einer Alternative), Johannesson und Huseinbasic in die Saison gehen. Sollte Martel gehen oder Krauß nicht verpflichtet werden können, müssten die Positionen unabhängig voneinander neu besetzt werden.








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