„Würde mich wundern“: Erst Ratschlag an Kwasniok, dann Auftaktpleite

Said El Mala (am Ball) gegen die Niederlande. (Foto: IMAGO / Alexandra Fechete)
Said El Mala (am Ball) gegen die Niederlande. (Foto: IMAGO / Alexandra Fechete)

Said El Mala und die deutsche U19 haben den Auftakt zur U19-EM verpatzt. Der Youngster des 1. FC Köln stand in der Startelf gegen die Niederlande, konnte die 0:3-Niederlage aber nicht verhindern. Vorher hatte er von seinem Trainer ein Sonderlob bekommen.

Hanno Balitsch war 20 Jahre alt, als der im Sommer 2001 zum 1. FC Köln wechselte. Inzwischen ist der ehemalige Mittelfeldspieler beim Deutschen Fußball-Bund U19-Nationaltrainer. Bei der EM in Rumänien will der ehemalige Kölner den Titel holen – unter anderem mit Said El Mala vom FC. Doch der Auftakt ging in die Hose.

Am Samstag setzte es gegen die Niederlage eine 0:3-Pleite. Lange war das Spiel offen, ehe Deutschland in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte noch zwei späte Tore kassierte und deutlich verlor. Dabei hatte Balitsch zuvor im Interview mit dem kicker noch angekündigt: „Wir sind die Mannschaft, die es zu schlagen gilt.“

El Mala mit drei Torchancen

Die deutsche Mannschaft ist stark besetzt, in der Offensive alleine mit Max Moerstedt, Cedric Brunner und Noah Darvich. Doch auch Said El Mala gehört zu den Hoffnungsträgern, und so stand der künftige Kölner gegen die Niederlande in der Startelf und wurde erst nach 79 Minuten ausgewechselt.

Gleich dreimal scheiterte El Mala in der Partie am niederländischen Torhüter Heerkens (1., 24., 71.). Immer wieder wurde der 18-Jährige auf der linken Seite gesucht, häufig aufgrund seines Tempos mit Steilpässen, doch das letzte Quäntchen Glück war am Samstag nicht auf der Seite des Kölners im DFB-Trikot.

Balitschs Rat an Kwasniok

Dennoch hält Balitsch große Stücke auf den künftigen Bundesliga-Spieler, der in der 3. Liga zuletzt überragt hatte. „Said hat eine überragende Saison hinter sich und trägt vor allem diese Elemente für das intensive Spiel in beide Richtungen in sich“, sagte sein Nationaltrainer. Und für den künftigen FC-Trainer hatte Balitsch noch einen Rat im Gepäck: „Es würde mich sehr wundern, wenn ein Trainer wie Lukas Kwasniok nicht auf solch einen Spieler zurückgreifen würde.“

Balitsch glaubt, dass El Mala mit seinem Tempo und seiner Dribbelstärke ebenso wie mit seiner intensiven Spielweise offensiv wie defensiv unter Kwasniok schnell den nächsten Schritt wird machen können. Zunächst aber soll der Kölner dem DFB helfen, die Gruppenphase zu überstehen, um sich die Chance auf den EM-Titel zu bewahren. Am Dienstag geht es gegen England schon um das Weiterkommen, ehe es am Freitagabend gegen Norwegen geht.

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