Beim 1. FC Köln scheint sich das System für die anstehende Bundesliga-Saison immer mehr herauszukristallisieren. Lukas Kwasniok sieht dabei speziell in einer Position die größte Waffe für die Offensive.
In den ersten beiden Testspielen gegen Bergisch Gladbach und Fortuna Köln hatte Lukas Kwansniok noch jeweils mit zwei verschiedenen Systemen gespielt. Sowohl die Vierer- als auch die Dreierkette probierte der Trainer mit seiner neuen Mannschaft aus. Beim jüngsten Test gegen Leicester City – pünktlich zur Halbzeit der Vorbereitung – ließ Kwansiok jedoch nur noch im 3-4-3 agieren.
Dabei hat der Trainer in diesem System zwei entscheidende Positionen: den linken sowie rechten Schienenspieler. Gegen den Premier-League-Absteiger spielte im ersten Durchgang Neuzugang Sebastian Sebulonsen auf der rechten und Linton Maina auf der linken Seite. In Hälfte zwei hatten Jusuf Gazibegovic und Steffen Tigges die jeweiligen Positionen übernommen.
FC sucht noch weiteren Schienenspieler
Perspektivisch wären jedoch auch Leart Pacarada, der mangels Alternativen am Freitag in der Innenverteidigung spielte, und Jan Thielmann Optionen für die Positionen. Zwar hatte Kwasniok angekündigt, dass er Thielmann tendenziell wieder in vorderster Front sieht, ihn aber gleichzeitig für seine zurückliegende Saison als Rechtsverteidiger gelobt. Unabhängig dessen sucht der FC aber ohnehin zumindest auf der linken Seite auf dem Transfermarkt noch nach einer weiteren Alternative.
Dass jenen Spielern im System eine besondere Bedeutung zukommen soll, machte Kwasniok dabei während des einwöchigen Trainingslagers in Bad Waltersdorf immer wieder klar. Während einer Spielform, bei der die Mannschaft ihr Spiel immer wieder sauber von hinten heraus aufbauen sollte, rief Kwasniok: „Deswegen sind bei mir die Wing Backs der Gamechanger.“
Paderborner Wing Backs liefern ab
Durch Positionsrochaden sollten sich die Schienenspieler immer flexibel in die Räume bewegen und entsprechend freigespielt werden können. „Die können sich überall reinschleichen und machen die meisten Tore“, lautete die Ansage von Kwasniok. Gegen Leicester sollte der Trainer dabei sogar nach nur wenigen Minuten recht behalten, als sich Sebulonsen von der rechten Seite in die Mitte stahl und nach Pass von Jakub Kaminski zum 1:0 traf.
Auch beim SC Paderborn war die Idee dahinter von Erfolg gekrönt. In den vergangenen drei Jahren waren die jeweiligen Wing Backs von Kwasniok stets unter den Top vier der internen Scorerliste. Zunächst waren Florent Muslija und Robert Leipertz erfolgreich. Im Folgejahr wurde Muslija sogar zum Paderborner Top-Scorer, obwohl dieser nur die Hinrunde in Ostwestfalen spielte, ehe er zum SC Freiburg wechselte.
Abgelöst wurde der 27-Jährige dann von Aaron Zehnter, der auch in der vergangenen Spielzeit zusammen mit seinem Pendant auf der anderen Seite, Raphael Obermair, zu den Top-Scorern zählte. Auch beim FC sollen in der neuen Saison die Schienenspieler den Unterschied ausmachen. Gegen Leicester City waren die ersten Ansätze davon schon zu sehen.








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