Der 1. FC Köln ist auf der Suche nach einem weiteren Angreifer. Nach dem Verkauf von Damion Downs soll nun ein Routinier vom SC Freiburg auf dem Kölner Radar aufgetaucht sein.
Rund neun Millionen Euro soll der 1. FC Köln für Damion Downs kassiert haben. Eine Summe, die noch auf über zehn Mio. Euro anwachsen kann. Viel Geld für einen Stürmer mit zehn Bundesliga-Spielen, jedoch auch der Verlust des zweiten Zehn-Tore-Stürmers aus der 2. Bundesliga.
Sportdirektor Thomas Kessler sucht daher einen neuen Angreifer. Einen klassischen Neuner oder einen Neuner mit Tiefgang, darauf wollte sich der 39-Jährige zuletzt nicht festlegen. Sehr wohl aber, dass der FC auf dieser Position noch einmal tätig werden will. Kein Wunder, braucht es neben Ragnar Ache doch noch eine Alternative.
Erfahrener Bundesliga-Stürmer mit Profil
Schließlich weiß man beim FC noch nicht, wie sich Imad Rondic in den nächsten Wochen präsentieren wird. Und so ist nach GEISSBLOG-Informationen ein Stürmer ins Kölner Visier gerückt, der schon 2017 beim FC unter Beobachtung gestanden hatte. Michael Gregoritsch will und darf den SC Freiburg verlassen. Der FC soll sich mit ihm beschäftigen.
Gregoritsch ist mit seinen 31 Jahren und 270 Bundesliga-Spielen (59 Tore, 25 Vorlagen) ein erfahrener Angreifer, hat in Augsburg und Freiburg in der Vergangenheit schon zweistellig in einer Erstliga-Spielzeit getroffen und war zwei Jahre beim Sport-Club eigentlich eine feste Größe. In der letzten Saison jedoch verlor der Österreicher seinen Stammplatz, war nur noch Joker (15 von 20 Ligaspielen eingewechselt) und kam nur noch auf zwei Tore und einen Assist.
Gregoritschs Vor- und Nachteile
Deshalb hat Gregoritsch (Marktwert drei Millionen Euro, Vertrag bis 2026) in Freiburg seinen Wechselwunsch hinterlegt und sucht eine neue Herausforderung. Findet er sie nun in Köln? Beim FC scheint man sich jedoch noch nicht sicher, ob der Routinier der richtige Mann als Ergänzung zu Ache und Rondic sein kann.
Gregoritschs Vorteil: Mit 1,93 Meter ist der Angreifer nicht nur ein guter Wandspieler und im Strafraum mit seiner Präsenz von Wert. Zudem ist der Stürmer kein klassischer Neuner, spielt zwar auch in der Spitze, gerne aber auch um einen Stoßstürmer herum, kommt aus der Tiefe, sucht andere Räume als ein Neuner wie Ache oder Rondic. Gregoritsch könnte also, ähnlich wie Downs, auch ein Sturmpartner seiner Teamkollegen sein.
Mit seiner körperlichen Präsenz und Wucht, seinen Finisher-Qualitäten und seinem Spielverständnis gibt er uns eine zusätzliche Facette
Klemens Hartenbach, Sportdirektor SC Freiburg
Das Problem: Läuferisch hat der Österreicher zuletzt etwas abgebaut. Im pressingintensiven Freiburger Spiel setzte Trainer Julian Schuster in der vergangenen Saison auf Junior Adamu, weil dieser mit fast 34 km/h deutlich schneller war als Gregoritsch, der nur noch auf rund 31 km/h kommt. Mit seinen über 90 Kilogramm bringt Gregoritsch zwar eine enorme Masse mit ins Spiel. Dies jedoch wirkt sich negativ auf seine Laufwerte aus. Darauf jedoch legt der FC wert.
„Mit seiner körperlichen Präsenz und Wucht, seinen Finisher-Qualitäten und seinem Spielverständnis, sowohl im Strafraum als auch drumherum, gibt er uns eine zusätzliche Facette“, hatte Freiburgs Sportdirektor Klemens Hartenbach den 31-Jährigen in der vergangenen Saison noch beschrieben. Mit dem Zusatz: „Speziell gegen tief stehende Gegner kommt sein Spiel voll zum Tragen.“
Gregoritsch als Rollenspieler?
Der FC wird in der Bundesliga-Saison zwar eher selten auf tief stehende Gegner treffen, benötigt aber solche Qualitäten dennoch im Kader. Insbesondere, wenn die Mannschaft von Lukas Kwasniok in einer Partie in Rückstand gerät und das Spielgeschehen an sich reißen muss. Gregoritsch würde diese Qualität mitbringen. Aktuell weilt der Angreifer mit dem SC Freiburg im Trainingslager im österreichischen Schruns.








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