Marius Bülter ist auf dem Weg zum 1. FC Köln. Trainer Lukas Kwasniok hat nach dem Testspiel in Siegburg verraten, warum er den Stürmer der TSG Hoffenheim unbedingt haben will.
Aus Siegburg berichtet Martin Zenge
Noch den Ahnungslosen zu mimen, wäre zwecklos gewesen, darüber war sich Lukas Kwasniok am Mittwochabend im Klaren. Marius Bülters bevorstehender Wechsel von der TSG Hoffenheim zum 1. FC Köln fällt längst in die Kategorie offenes Geheimnis – und so redete der Trainer der Geißböcke nach dem 7:0-Erfolg beim Siegburger SV nicht lange um den heißen Brei herum.
„Die Dinge sind noch nicht finalisiert worden, so weit sind wir noch nicht. Aber klar, es gibt eine gewisse Tendenz“, erklärte Kwasniok, als er im Anschluss an das Testspiel im Walter-Mundorf-Stadion auf Bülter angesprochen wurde. Dieser wird wie berichtet am Donnerstag zum Medizincheck in der MediaPark-Klinik erwartet, soll anschließend einen Vertrag bis 2027 mit der Option auf eine weitere Saison unterschreiben.
Kwasniok setzt auf Bülters Hunger
„Wenn es zustande kommt, können wir uns alle darauf freuen“, sagte Kwasniok über den Transfer, der den FC weniger als eine Million Euro kosten wird, und verriet, warum er Bülter unbedingt in seiner Mannschaft haben möchte. „Er hat Wucht und eine gewisse Bundesliga-Erfahrung, ohne satt zu sein. Dazu eine Variabilität und Flexibilität, was die Positionierung angeht“, zählte der 44-Jährige die Vorzüge des Stürmers auf.
Und Kwasniok ging noch weiter ins Detail: „Dass der Spieler für uns interessant ist, trotz seiner 32 Jahre, hängt einfach damit zusammen, dass er hungrig ist. Der kleinste gemeinsame Nenner bei uns ist der Hunger. Marius ist erst fünf Jahre Erstliga-Profi. Für den ist es etwas Besonderes, für den FC vor 50.000 Menschen spielen zu dürfen.“ Dieses Privileg hatte Bülter in Hoffenheim, wo ihm in der vergangenen Saison immerhin sieben Bundesliga-Treffer gelangen, nicht.
Hinzu kommt laut Kwasniok: „Er hat eine körperliche Präsenz und Tiefgang, kann vorne alle Positionen spielen. Man kann ihn sogar als Schienenspieler hinstellen, ohne dass das der Plan ist. Er kann in die Halbräume gehen, kann aus einer breiten Position spielen, ob rechts, ob links, auf der Neun – das ist schon etwas, das wir uns gewünscht haben.“ Sollte der Medizincheck keine böse Überraschung zutage fördern, wird dieser Wunsch zeitnah in Erfüllung gehen.








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